Beschreibung der Beschaffung
1. Angaben zur Baumaßnahme
Aufgrund der Verlagerung von Parlament und Regierungsfunktionen von Bonn nach Berlin besteht im Rahmen der Wohnungsfürsorge seit 1997 die Verpflichtung des Bundes, auf dem Grundstück Ortlerweg 17/19 eine Kinderbetreuungseinrichtung zu errichten.
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) wurde mit Schreiben vom 20.02.2018 durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) mit der Planung und baulichen Umsetzung einer Kindertagesstätte mit Platz für 32 Krippenplätzen + 48 Kindergartenplätzen beauftragt.
Seit September 2019 liegt diese Maßnahme im Verantwortungsbereich der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Ziel ist es, die Kita als nachhaltiges Gebäude zu errichten und damit auch als Vorbild für weitere Bauten dieser Art zu fungieren. Es ist beabsichtigt, das Projekt nach BNB zertifizieren zu lassen. Sowohl für das Gebäude als auch für die Außenanlagen wurde eine Zielvereinbarung mit der Qualitätsstufe Silber abgeschlossen. Eine Holzbauvariante (Hybrid oder reiner Holzbau) wird auf Grund der positiven Öko-bilanz empfohlen.
Es wird ein robustes technisches Gebäudekonzept gesucht, welches die installierten technischen Systeme bewusst reduziert und bauliche Lösungen am Gebäude in den Mittelpunkt des gewünschten integralen Gebäudeentwurfs rückt. Dabei sollen neben den Lebenszyklen der Bauteile und Materialien, die Aspekte der Beherrschbarkeit technischer Systeme sowie die einfache Umsetzbarkeit im Fokus der Konzeption stehen.
Durch den Nutzer sind zum aktuellen Zeitpunkt Technikräume für Wasser und Gas sowie Elektro, Heizung und Lüftung vorgesehen. Bei der Planung ist darauf zu achten, dass diese und die erforderlichen Schachtflächen so im Gebäude angeordnet sind, dass sie optimal genutzt werden können. Eine (Teil-) Unterkellerung des Gebäudes kommt aufgrund der Größe des Grundstückes, des Raumprogrammes und der Anforderungen an die Außenanlagen in Frage. Diese ist im Bereich der Haupterschließung bzw. des Einganges sinnvoll.
Im Sinne der Nachhaltigkeit wird die Nutzung von erneuerbaren Energien angestrebt.
Ziel des VgV-Verfahrens ist es, ein geeignetes Planungsteam für die Planungsleistungen der technischen Ausrüstung gem. 53 ff. HOAI für alle Anlagengruppen zu finden, das für dieses Bauvorhaben geeignet ist. Ein Wettbewerb für Architekt*innen und Landschaftsplaner*innen hat stattgefunden. Das Preisgericht tagte am 8. Und 9. Juni 2021
- Auftraggeber/Nutzer: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
Kita Süd-West, Eigenbetrieb des Landes Berlin
- Gebäudenutzung: Kindertagesstätte
- Art der Baumaßnahme: Neubau
- BGF/BRI: 2050 m² / 7466 m³
- Projektkosten (netto) für KG 200-600 gem. DIN 276:
rd. 3,7 Mio. € netto KG 200-600
rd. 700.000 € netto KG 400
- Projektdauer: Übergabetermin: 09.2025
2. Gegenstand des Auftrages
- Leistungsbereich:
Zu bearbeiten sind Technische Anlagen folgender Anlagegruppen gem. §53 ff. HOAI:
1. Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, ca. 95.000 € netto
2. Wärmeversorgungsanlagen, ca. 56.000 € netto
3. Lufttechnische Anlagen, ca. 33.000 € netto
4. Starkstromanlagen, ca. 327.000 € netto
5. Fernmelde- und informationstechnische Anlagen, ca. 62.000 € netto
6. Förderanlagen, ca. 65.000 € netto
7. Nutzungsspezifische Anlagen, ca. 60.000 € netto
8. Gebäudeautomation, ca. 6.000 € netto
- Leistungsbild:
Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung, Grundleistungen nach § 53 ff. HOAI der LPH 2-9 sowie besondere Leistungen
- Beginn/Ende der Leistungserbringung:
Dezember 2021 bis Dezember 2025
Es ist eine stufenweise Vergabe der Leistungen vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht jedoch nicht