Beschreibung der Beschaffung
Der „BLAW Betrieb Landeseigene Anlagen an Wasserstraßen“ ist ein Betrieb des Landes Rheinland-Pfalz im Sinne des § 26 Abs. 1 der Landeshaushaltsordnung; ein rechtlich unselbständiger, abgesonderter Teil der Landesverwaltung, dessen Tätigkeit erwerbswirtschaftlich ausgerichtet ist und zugleich dem Gemeinwohl dient.
Vorliegend hat BLAW die Aufgabe, die „Halle, Rheinallee 2a“ zur Nutzung als Stadtarchiv und Stadtmuseum für die Stadt Ludwigshafen (Nutzerin) umzubauen. Ausgeschrieben wird Objektplanung Gebäude ab LPH 3 auf Basis einer mit der Nutzerin abgestimmten Vorplanung sowie Planung und Überwachung von Abbruchmaßnahmen für den 2-geschossigen Anbau, in dem sich u.a. austechnische Anlagen für die umzubauende Halle befinden.
Das Nutzungskonzept (LPH 2) hat ergeben, dass sich die best. Halle hinsichtlich ihrer baulichen Struktur gut für die ausgewählte Nutzung eignet: Das Stadtarchiv wird überwiegend im EG und 1.OG untergebracht, das Stadtmuseum im 2. OG sowie Gemeinschaftsnutzungen in allen Geschossen je nach Anforderung. Die Nutzungsfläche des EG wird um die auskragende Rampe erweitert. Der Außenbereich wird um eine Terrasse an der Südwestfassade ergänzt, die dem gemeinschaftlich genutzten Veranstaltungssaal vorgelagert ist. Vorplanung sowie Bestandspläne von Halle und Anbau werden als digitale Planungsgrundlage zur Verfügung gestellt.
Der Auftraggeber beabsichtigt, die Objektplanung Gebäude gem. § 34 HOAI 2021 in Verbindung mit Anlage 10.1, Leistungsphasen (LPH) 3–9 stufenweise zu beauftragen.
Stufe 1: LPH 3 und 4, alle Grundleistungen sowie „Besondere Leistungen“:
1. Überprüfung der vorliegenden Grundlagenermittlung (ergänzend zu LPH 1).
2. Bestandsaufnahme (ggfs. für Teilbereiche) in Ergänzung zu den bereits vorliegenden digitalen Planunterlagen (ergänzend zu LPH 1).
3. Überprüfung des vorliegenden Nutzungskonzeptes im Hinblick auf Optimierungen und Abstimmung mit Auftraggeber und Nutzer (ergänzend zu LPH 2).
4. Aufstellen eines Raumbuches (LPH 3).
5. Planung Abbruchmaßnahmen Anbau (vgl. LPH 1-5).
Stufe 2: LPH 5 bis 9, alle Grundleistungen sowie „Besondere Leistungen“: Überwachen der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist (LPH 9), Planung / Überwachung der Abbruchmaßnahmen des Anbaus (vgl. LPH 6-9).
Der Auftraggeber formuliert die nachfolgenden Projektziele.
1. Planung:
Umbau des Bestandsgebäudes auf der Basis des mit der Nutzerin abgestimmten Nutzungskonzeptes zu einem funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterisch und bautechnisch einwandfreien Stadtarchiv und Stadtmuseum.
2. Wirtschaftlichkeit und Kosten:
Das vom Auftraggeber definierte Kostenziel beträgt rd. 8 704 000 EUR brutto Gesamtkosten (KG 200 bis 700) gemäß DIN 276. Gemäß standardisierter Berechnung entfallen auf die nachfolgenden Kostengruppen (KG) die folgenden Anteile:
— KG 300 (Bauwerk-Baukonstruktion) rd. 4 315 000 EUR brutto,
— KG 400 (Bauwerk Technische Anlagen) rd. 1 916 000 EUR brutto,
— KG 500 (Außenanlagen) rd. 324 000 EUR brutto,
— KG 600 (Ausstattung) rd. 424 000 EUR brutto.
Der Auftraggeber legt Wert auf die Umsetzung einer wirtschaftlichen Planung und Ausführung mit Einhaltung des vorgegebenen Kostenzieles.
3. Energieeffizienz:
Der Auslober legt Wert auf die Umsetzung eines nachhaltigen Energiekonzepts. Als Energiestandard sind die Anforderungen des GebäudeEnergieGesetz GEG 2020 anzusetzen. Durch konzeptionelle, bauliche und technische Maßnahmen soll in der Nutzungsphase ein möglichst geringer Primärenergiebedarf im Winter- wie im Sommerfall gewährleistet sein. Es soll ein optimiertes Verhältnis von Investitions- und späteren Nutzungskosten (Betriebs- und Instandhaltungskosten i. S. DIN 18960) durch bauliche und technische Maßnahmen angestrebt werden. Dabei sind die Investitionskosten der KG 400 in ein angemessenes Verhältnis zu ihrem Einsparpotential zu setzen.
4. Termine (voraussichtlich):
— Beauftragung: bis Frühjahr 2021,
— Entwurfsplanung: bis Sommer 2021,
— Erlangung Baurecht: bis Herbst 2021,
— Bauausführung: ab Ende 2021,
— Baufertigstellung: bis Ende 2022.