Bedingungen für die Teilnahme (technische und berufliche Fähigkeiten)
Personelle Anforderungen
Staatlich anerkannter Berufs- oder Studienabschluss
— DiätassistentIn oder
— AbsolventIn mit dem Abschluss Diplom, Bachelor oder Master of Science Oecotrophologie/Ernährungswissenschaft oder fachverwandter Studiengänge mit Zusatzqualifikation entsprechend der den Zertifikaten zugrundeliegenden Curricula (Ernährungsberater/DGE, Ernährungsmedizinischer Berater/DGE, VDD-Fortbildungszertifikat, Zertifikat „Ernährungsberater VDOE“, VFED-Zertifizierung, QUETHEB-Registrierung),
Oder Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen „indikationsspezifische Kenntnisse der Pathophysiologie und Diätetik“ sowie „Ernährungspsychologie und Methodik/Kommunikation“ einer/s anerkannten Institution/Fachverbandes,
— Ärztin/Arzt mit gültigem Fortbildungsnachweis „Ernährungsmedizin“ nach dem Curriculum der Bundesärztekammer.
Weitere Voraussetzungen sind:
— mind. 2 Jahre Berufs- oder Praxiserfahrung in Ernährungsberatung von Menschen mit den genannten Diagnosegruppen,
— Erfahrung im Umgang mit einer Software für Ernährungsanalyse und -auswertung Grundkenntnisse im Umgang mit Web-Anwendungen,
— Teilnahme an einer Programmeinweisung.
Zusätzliche personelle Anforderungen für Beratung zu speziellen Indikationen ErnährungsberaterInnen, die zu speziellen Indikationen der Essstörungen (F 50.-) beraten, müssen folgende zusätzlichen Anforderungen erfüllen:
— Zusatzqualifikation „Essstörungen“ durch Fachverbände, Berufsverbände oder Fachgesellschaften mit einem Mindestumfang von 16 Unterrichtseinheiten (UE),
— mind. 2-jährige Berufserfahrung in der Ernährungsberatung von Menschen mit Essstörungen,
— fachlicher Austausch, z. B. durch Mitgliedschaft in einer Fachgesellschaft/-verband, Zusammenarbeit mit einer psychotherapeutischen/ärztlichen Praxis, Klinik.
Die vom AOK PLUS-Partner eingesetzten Fachkräfte, sofern nicht Muttersprachler, müssen die deutsche Sprache mindestens in der Kompetenzstufe B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen inklusive fachspezifischer Begriffe beherrschen.
Räumliche Anforderungen
Die räumliche Ausstattung muss in angemessener Größe, z. B ausreichender Platz für Begleitpersonen bei Kindern, vorgehalten werden und die Umsetzung des Konzeptes ermöglichen.
Die Mindestvoraussetzungen sind:
— Beratungsraum für Einzelberatungen/ Erst- und Auswertungsgespräch/Testungen mit Tisch und Stühlen.
Die Räume und Flächen sind in einem einwandfreien, hygienisch sauberen, den gesetzlichen Bestimmungen entsprechendem Zustand vorzuhalten. Eine ausreichende Belüftung und Beheizung der Räume ist zu gewährleisten. Weiterhin müssen die Räume barrierefrei zugängig sein. Eine räumliche und/oder zeitliche Vermischung von medizinisch-therapeutischen und gewerblichen Leistungen ist nicht zulässig.
Materiell-technische Anforderungen
Für die Programmdurchführung bestehen die folgenden apparativen Mindestvoraussetzungen.
— PC/ Laptop/ Tablet mit Zugang zum Internet,
— Drucker und Scanner,
— Software für Ernährungsanalyse und -auswertung; basierend auf dem Bundeslebensmittelschlüssel BLS, wie z. B.
—— NutriGuide,
—— PRODI,
—— DGExpert,
—— OptiDiet,
—— ernährungsmanager professional,
—— BodyCaP Vital – Die Ernährungssoftware.
— Seminar- und Präsentationstechnik (Beamer, Flipchart oder Whiteboard, ...),
— schriftliche, verständlich und gut leserlich gestaltete Informationen und Arbeitsblätter entsprechend den Diagnosen (Quellen: z. B. ernährungsrelevante Fachgesellschaften/-verbände, Ernährungssoftware),
— Anschauungstafeln und/oder Modelle (DGE-Lebensmittelpyramide, -Ernährungskreis, Portionsgrößen, Lebensmittelmoulagen),
— Messgeräte:
—— Blutdruckmessgeräte (normale und große Manschette),
—— Personenwaage bis 200 kg in 100 g Schritten,
—— Küchenwaage,
—— Maßband.
Die Geräte sind stets in einem gewarteten und technisch einwandfreien sowie hygienisch sauberen Zustand zu halten.
Auf Verlangen der Auftraggeberin sind geeignete Nachweise (z. B. Zertifikate/Belege) einzureichen.