Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
1) Erklärung des Bewerbers über die technische Leitung des Unternehmens (nachzuweisen durch Formblatt "Eigenerklärungen und Nachweise für den Teilnahmeantrag")
2) Erklärung des Bewerbers über die Anzahl der Beschäftigten (gegliedert nach Fachrichtungen) und über die Anzahl der Führungskräfte, jeweils in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (nachzuweisen durch Formblatt "Eigenerklärungen und Nachweise für den Teilnahmeantrag")
3) Nachweis der in der Vergangenheit erbrachten,wesentlichen vergleichbaren Dienstleistungen:
1.) Obligatorische Referenz für vergleichbare Planungsleistungen bei vergleichbarer Abfallverbrennungsanlage
Der Bewerber muss mindestens 1 Referenz für vergleichbare Planungsleistungen bei einer vergleichbaren Abfallverbrennungsanlage benennen. Vergleichbarkeit liegt vor, wenn bei einer Abfallverbrennungsanlage, die dem deutschen Immissionsschutzrecht unterliegt, der Ersatz einer Rauchgasreinigungslinie im Bestand oder ein Anbau einer Rauchgasreinigungslinie an den Bestand geplant und umgesetzt wurde und die betreffende Abfallverbrennungsanlage eine Abfall-Durchsatzmenge von mindestens 8 t/h erreicht hat. Die Rauchgasreinigung muss als Trockensorption ausgeführt worden sein (keine Nassreinigung bzw. Rauchgaswäsche)mit einem beliebigen Trockensorptionsmittel. Die Rauchgasreinigungslinie muss auch in dem Fall, dass es sich um einen Anbau an den Bestand handelt, in die Infrastruktur der Bestandsanlage eingebunden worden sein, d.h. es müssen alle Anschlüsse an den Bestand (wie z. B. Leittechnik, Elektrotechnik etc.) hergestellt worden sein. Bei der Abfallverbrennungsanlage kann es sich sowohl um eine Rostfeuerungs-oder Walzenrostanlage als auch um ein EBS-Kraftwerk handeln. Die Baukosten der Rauchgasreinigungslinie (ohne Ingenieurhonorare) müssen sich auf mind. 6 Mio. EUR (ohne Umsatzsteuer) belaufen. Das Referenzprojekt muss innerhalb der letzten 10 Jahre beauftragt worden sein und mindestens die Phase „Beginn der Bautätigkeit vor Ort" erreicht haben. Zu jeder Referenz müssen mindestens die folgenden Angaben gemacht werden:
- Firma und Adresse des Auftraggebers, Name des Projektleiters des Auftraggebers, Benennung der Abfallverbrennungsanlage, Bezeichnung der Baumaßnahme
- Bestätigung, dass die Anlage deutschem Immissionsschutzrecht unterliegt
- Angabe der Feuerungsart, der Abfalldurchsatzmenge und der Rauchgasmenge der Abfallverbrennungsanlage
- Beschreibung des mit eigenem Personal ausgeführten Leistungsumfanges einschließlich der Baubeschreibung des Ersatzes oder des Anbaus (was genau wurde geplant?)
- Beschreibung des Trockensorptionsverfahrens und der Einbindung in die Infrastruktur der Bestandsanlage
- Zahl der hierfür eingesetzten Arbeitnehmer
- Angabe zur vertraglichen Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Unterauftragnehmer)
- Baukosten und Auftragswert der Planung, jeweils gerundet, sowie Angabe, welcher Anteil davon vom Bewerber geplant bzw. betreut wurde
- Bearbeitungszeitraum, Stand der Abwicklung
(nachzuweisen durch Referenzbogen/Formblatt Obligatorische Referenzen)
2.) Obligatorische Referenz für vergleichbare Planungsleistungen mit Leittechnik ABB P14
Das Müllheizkraftwerk Solingen ist zur automatischen Fahrweise der Gesamtanlage mit dem Leittechniksystem ABB Procontrol P14 mit Prozessbediensystem PBS30 ausgerüstet.Der Bewerber muss daher mindestens 1 Referenz für vergleichbare Planungsleistungen mit der Leittechnik ABB P14/PBS30 benennen. Vergleichbarkeit liegt vor, wenn das leittechnische Engineering mit dem oben spezifizierten Leittechniksystem ABB P14/PBS30 abgewickelt wurde, die Bearbeitung die Visualisierung auf Bildschirm-Bedienbildern beinhaltete und die Anlage in das ABB-Störmeldesystem und in das ABB-Betriebsdatenerfassungssystem eingebunden wurde. Zu Referenzanlagen aus dem Bereich Kraftwerke zählen insbesondere Kessel bzw. Dampferzeuger, Feuerungen, Rauchgasreinigungen, Anlagen zur Energienutzung wie Dampfturbinen oder Fernheizungsanlagen sowie kraftwerkstechnische Nebenanlagen. Zu Referenzanlagen aus dem Bereich Verfahrenstechnik zählen insbesondere Klärschlammanlagen, Trocknungsanlagen, Vergärungsanlagen oder Kompostieranlagen. Die Baukosten der automatisierten verfahrenstechnischen oder kraftwerkstechnischen Anlage oder Anlagenkomponente (ohne Ingenieurhonorare) müssen sich auf mindestens 1 Mio. EUR (ohne Umsatzsteuer) belaufen.Das Referenzprojekt muss innerhalb der letzten 5 Jahre beauftragt worden sein und mindestens die Phase „Beginn der Bautätigkeit vor Ort" erreicht haben. Zu jeder Referenz müssen mindestens die folgenden Angaben gemacht werden:
- Firma und Adresse des Auftraggebers, Name des Projektleiters des Auftraggebers, Benennung der Anlage, Bezeichnung der Baumaßnahme
- Beschreibung des mit eigenem Personal ausgeführten Leistungsumfanges einschließlich der Erklärung, dass die Referenz die Leittechnik ABB P14/PBS30 betrifft; Beschreibung der Visualisierung auf Bildschirmen sowie der softwaremäßigen Einbindung der internen Automatisierungsanlage in das ABB-Störmeldesystem und das ABB-Betriebsdatenerfassungssystem der Referenzanlage
- Zahl der hierfür eingesetzten Arbeitnehmer
- Angabe zur vertraglichen Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Unterauftragnehmer)
- Baukosten und Auftragswert der Planung, jeweils gerundet, sowie Angabe, welcher Anteil davon vom Bewerber geplant bzw. betreut wurde
- Bearbeitungszeitraum, Stand der Abwicklung
(nachzuweisen durch Referenzbogen/Formblatt Obligatorische Referenzen).
Es muss jeweils mindestens 1 geeignete Referenz zu 1.) und zu 2.) angegeben werden. Teilnahmeanträge von Bewerbern, die nicht jeweils 1 geeignete Referenz zu 1.) und zu 2.) angeben, werden vom Teilnahmewettbewerb ausgeschlossen.
4) Eigenerklärung über die vorhandene Erfahrung bei der Vorbereitung und Erstellung von nationalen und europaweiten Vergabeverfahren und der Kenntnisse über die entsprechenden Anforderungen, Richtlinien, Verordnungen und Gesetze sowie Dokumentationsvorgaben hierzu (nachzuweisen durch Formblatt "Eigenerklärungen und Nachweise für den Teilnahmeantrag")