Beschreibung der Beschaffung
Zur Steigerung der Streckenleistungsfähigkeit wird der Streckenabschnitt Tüßling – Freilassing zweigleisig
ausgebaut und die Streckengeschwindigkeit auf bis zu 160 km/h angehoben. Zudem ist eine vollständige
Elektrifizierung des Abschnittes vorgesehen.
Bedingt durch den Neubau des zweiten Streckengleises werden abschnittsweise Dammverbreiterungen und
Einschnittserweiterungen notwendig.
Dies erfordert in 18 Bereichen die Errichtung von Stützbauwerken zur Sicherung der Bestandsböschungen bzw.
anliegender Straßen und Gebäuden.
Mittels Sanierungsmaßnahmen des Untergrunds und des Einbaus eines Tragschichtsystems soll ein stabiler
und gleichmäßiger Bahnkörper geschaffen werden. Es werden Entwässerungsanlagen entlang der Strecke
hergestellt und bestehende Durchlässe erneuert bzw. verlängert. Zudem werden neue Kabeltrassen in Form
von erdverlegten Kabeltrögen und Gleisquerungen ausgeführt.
Weitere Maßnahmen sind u.a.:
Erneuerung von Bahnübergängen bzw. Neubau von Ersatzbauwerk EÜ/ SÜ für Bahnübergänge; Rückbau
und Neubau von Brücken; Beseitigung des Bahnübergangs bei km 45,443 und Ersatz durch eine
Fußgängerüberführung zur Überführung der Bahntrasse; Errichtung von Lärmschutzwänden; Anpassung und
Erneuerung des Oberbaus; Elektrifizierung der Strecke; Errichtung eines Umspannwerkes
In dieser Vergabe zu behandelnde Objekte:
Vorhandene Anlagen Strecke 5723 von km 7,268 – km 19,443 (PFA 3.1) und Tüßlinger Kurve, Arbeitstitel
Strecke 5729 km 6,330 – 8,415:
Der Streckenabschnitt ist derzeit eingleisig und nicht elektrifiziert.
Gleisanlagen, Bahnkörper
Die eingleisige Bahntrasse durchläuft verschiedene Geländesituationen und wechselt von Dammlage in
Geländegleichheit bzw. Einschnitt oder Anschnitt.
Der Baugrund ist charakterisiert durch Deckschichten aus Lößlehm und Seetonen. Die bestehenden
Erdbauwerke wurden wahrscheinlich aus dem vorgefundenen Baugrund errichtet.
Ingenieurbauwerke
Im Streckenabschnitt befinden sich folgende Ingenieurbauwerke:
SÜ km 8,137, EÜ km 8,310, EÜ km 8,868, EÜ km 9,241, EÜ km 9,437,
EÜ km 11,338, EÜ km 11,984, EÜ km 12,670, EÜ km 13,066, EÜ km 13,662,
EÜ km 13,986, EÜ km 14,218, SÜ km 14,298, SÜ km 14,834, DL km 15,198,
EÜ km 15,293, FÜ km 16,438, SÜ km 16,726, EÜ km 17,576, EÜ km 17,898,
EÜ km 18,075, EÜ km 18,299, EÜ km 18,979, EÜ km 19,428, DL km 19,430
Stützwand km 8,760 bis 8,785, bahnlinks, Stützwand in km 8,904 bis 8,987, bahnrechts, Stützwand in km
14,376 bis 14,397, bahnrechts, Stützwand in km 17,462 bis 17,551, bahnrechts
Bahnübergänge
Im Streckenabschnitt befinden sich folgende Bahnübergänge:
Strecke 5723 BÜ km 11,147 „Mauerberg“
Strecke 5725 BÜ km 7,786 „Sägmeister“
Stationen
Der Bf Garching (Alz) liegt in km 16,408 der Hauptbahn Mühldorf (Oberbay) – Freilassing. Der Bf Garching
(Alz) bildet einen Anschlussbahnhof. Hier endet die eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn aus Traunstein
(Strecke 5730). Aufgrund des Anschlusses der AlzChem sowie weiterer Anschließer in Richtung Traunstein
lässt sich ein nennenswerter Güterverkehr verzeichnen.
Im Güterverkehr dient der Bahnhof neben der Zugbildung aus den Anschlüssen als Kreuzungsbahnhof. Im
Nahverkehr in und aus Richtung Freilassing ist der Bf Garching (Alz) ein Regelverkehrshalt. Die Züge verkehren i.d.R. über Gleis 3. Außerdem besteht Anschluss an die im Zweistundentakt verkehrenden und von Gleis 1 (Hausbahnsteig) abfahrenden Nahverkehrszüge nach Trostberg (Richtung Traunstein).
Die Verkehrsstation ist der Kategorie 5 zugeordnet. Die Ist- Reisendenzahl beträgt 631 P/24 h. Alle Gleise im Bahnhof Garching gehören gemäß TEN-Infrastrukturregister zu No-TEN.
Der Bahnhof ist ebenerdig gelegen und verfügt über drei Bahnsteige. Dem Außenbahnsteig 1 als Hausbahnsteig und den Zwischenbahnsteigen 2 und 3. Der Zugang zu den Zwischenbahnsteigen an den Gleisen 2 und 3 erfolgt schienengleich über einen nicht technisch gesicherten Reisendenübergang.