Beschreibung der Beschaffung
Nach dem derzeitigen Planungsstand wird das LoK auf dem Standortgelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen (KWW) in 37688 Beverungen, Landkreis Höxter in Nordrhein-Westfalen, aus folgenden Gebäuden bzw. baulichen Anlagen bestehen:
— ein Lagergebäude, bestehend aus 5 Hallen und 2 Verladebereichen,
— als Anbau zum Lagerbebäude ein An-und Abtransportbereich als geschlossene Halle,
— ein Betriebsgebäude als Kopfbau mit Zugangs- und Technikbereichen,
— einer Wetterschutzhalle für Leercontainer, Tauschpaletten und Handhabungsequipment,
— ein Bürogebäude mit Archiv,
— einem Lokschuppen,
— einem Werkstattgebäude mit Lokschupen,
— einer Unterstellhalle,
— einer Hauptpforte mit Pkw- und LKW-Schleuse sowie einer Pforte beim Gleisanschluss,
— ein Gebäude für die zentrale Wärmeversorgung,
— einer Gleisanbindung an das öffentliche Schienennetz (Sollingbahn) mit 2 Gleisanlagen für den An- und Abtransport sowie einer Übergabestation für Züge auf dem Betriebsgelände,
— Rückhalte- und Versickerungsbecken für Niederschlagswasser,
— Werksstraßennetz mit Parkplätzen,
— Zaunanlage.
Das Endlager Konrad soll Mitte des Jahres 2027 den Einlagerungsbetrieb aufnehmen. Zur Synchronisierung der Inbetriebnahme des Endlagers Konrad mit der des LoK ist eine Betriebsbereitschaft mit Teilen des Lagergebäudes für den Antransport mit der zugehörigen Infrastruktur Anfang 2027 erforderlich.
Die vollständige Betriebsbereitschaft des LoK ist für das vierte Quartal 2028 geplant.
Für das zu errichtende LoK sind vom Fachplaner Brandschutz sämtliche Planungsleistungen für den vorbeugenden Brandschutz für alle Gebäude sowie für die Anlage des LoK im Ganzen vollumfänglich zu übernehmen mit dem Ziel der Erteilung der erforderlichen Genehmigungen sowie der Schaffung der Inbetriebnahmevoraussetzungen aus brandschutztechnischer Sicht.
Basierend auf den beschriebenen anlagen- und nutzungsspezifischen Anforderungen an das LoK sind für alle Gebäude sowie zur gesamten Anlage des LoK Fachplanungsleistungen für die Bewertung des vorbeugenden, anlagentechnischen, betrieblichen und abwehrenden Brandschutzes zu erbringen. Diese Ergebnisse sind jeweils mit den erforderlichen Maßnahmen in Brandschutzkonzepten zusammenzustellen, die für das Baugenehmigungsverfahren nach BauO NRW und dem Genehmigungsverfahren nach § 12 StrlSchG einzureichen sind. Die Brandschutzkonzepte sind mit den zuständigen Behörden und Gutachtern fachlich abzustimmen.
Die zu erstellenden Brandschutzkonzepte sowie andere erforderliche Unterlagen sind in interaktiven Prozessen mit den anderen an der Planung beteiligten Planern abzustimmen, die Planungsergebnisse sind diesen bedarfsgerecht aufgearbeitet zur Verfügung zu stellen. In der Ausführungsphase ist die Umsetzung der festgelegten Maßnahmen fachlich als Fachbauleiter Brandschutz zu überwachen und die Konformität zwischen den Inhalten der Brandschutzkonzepte und der Ausführung vor der geplanten vollständigen Betriebsbereitschaft gegenüber den Genehmigungsbehörden zu bestätigen.
Die Überwachung der Ausführung erfolgt als Fachbauleiter Brandschutz mit dem Ziel, die Übereinstimmung der Ausführung mit den behördlichen Genehmigungen (öffentlich-rechtlichen) und / oder Zustimmungen (z. B. aufsichtlichen), den Verträgen mit den ausführenden Unternehmen, den Ausführungsunterlagen, den einschlägigen Vorschriften sowie mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik, den Montagevorgaben der Hersteller sowie der Ausführungsplanung zu kontrollieren, die Abnahmen aus brandschutztechnischer Sicht zu begleiten und zu dokumentieren sowie die Inbetriebnahme in Abstimmung mit dem AG aus brandschutztechnischer Sicht zu begleiten.
Über die Grundleistungen des Leistungsbildes Fachplaner Brandschutz nach Kap. 1.4. Heft 17 der AHO-Schriftenreihe hinaus, sind weitere besondere Leistungen Objektspezifisch zu erbringen: