Die Vergabeunterlagen werden elektronisch auf
www.dtvp.de bereitgestellt und können dort nach einer kostenlosen Registrierung heruntergeladen werden.
Die Vergabestelle akzeptiert folgende Arten der Angebotsabgabe:
— Elektronisch in Textform.
Zu beachten ist, dass die Textform des § 126 b BGB im Vergaberecht nur eingehalten ist, wenn die Teilnahmeanträge/Angebote verschlüsselt übermittelt werden. Eine E-Mail genügt nicht! Bitte beachten Sie dazu die Hinweise in der Datei „Bietertool_Anleitung_DE.pdf“ in den Vergabeunterlagen!
Bei fehlerhaften / unvollständigen Angaben, welche die Textform gem. § 126 b BGB verletzen, werden die Angebote ausgeschlossen.
Auflistung der Ausschlusskriterien
Auf Eignungsebene:
Der Anbieter nennt 3 Referenzen mit vergleichbaren Projekten
„mind. 1 Referenz aus dem öffentlichen Sektor für die folgende Kriterien gelten:
— Projektabschluss nicht älter als 36 Monate und
— Lieferung, Implementierung & Installation von mindestens 2 Storage-Systemen mit Gesamtvolumen > 400 T EUR.
Sämtliche Personen, welche die definierten Leistungen erbringen, beherrschen die deutsche Sprache fließend in Wort und Schrift
Auf Leistungsebene:
Alle angebotenen Systeme müssen Neuware sein
Angabe eines technischen und kaufmännischen Ansprechpartners
1. Folgende Systemkomponenten sollen beschafft werden:
Dual Controller(aktiv-aktiv) mit mindestens 8 FC Frontend Ports [mindestens 32 Gbit/s] pro Controller (also 16 FC-Frontend-Ports je Dual-Controller)
Mindestens 512 GByte Cache pro Controller, somit 1 TB pro System
Maximal erreichbare Leistungswerte der Controller (Benchmark-Werte; Hersteller-Nachweis erforderlich):
Durchm. Bandbreite mindestens 25 GB/s (max. 256kiB read miss)
Durchm. Transaktionsrate Lesen mindestens 500k IO/s (4k read miss) oder mindestens 2M IO/s (4k read hit)
1010 TiB mindestens verfügbare Nettokapazität (mit RAID-6, unkomprimiert und ohne Berücksichtigung Deduplikation) zum Beschaffungszeitpunkt
Durchm. davon mindestens 320 TiB (mit RAID-6, unkomprimiert und ohne Berücksichtigung Deduplikation) aus SSD Platten und/oder Flash-Modulen, (inklusive ggf. verwendeter Kapazitäten für Tiering-Mechanismen)
Durchm. davon mindestens 660 TiB (mit RAID-6, unkomprimiert und ohne Berücksichtigung Deduplikation) aus NL-SAS-Platten
Die verfügbare Kapazität ist für jeden Plattentyp unkomprimiert und – sofern zutreffend – komprimiert per schriftlichem Nachweis anzugeben.
Für RAID-6 ist bei der Berechnung eine RAID Gruppengröße von 10+2 anzusetzen. Bei RAID-5 ist eine RAID-Gruppengröße von 6+1 anzusetzen. Kann die Wiederherstellung ausgefallener Module auf eine Spare-Disk länger als 1 Stunde dauern, so ist RAID-6 für diesen Modul-Typ anzunehmen.
Das System muss SCM (Storage Class Memory), Flash / SSD, SAS- und NL-SAS Festplatten parallel betreiben können.
Flash-Speicher (insb. für Chip-Speicher) müssen eine NVMe-Anbindung unterstützen. Für NL-SAS genügt eine Anbindung mit SAS.
Die Systeme müssen inline Compression unterstützen
Diese muss auch selektiv für einzelne Speicherbereiche an- und abschaltbar sein
Ausbaubarkeit:
Durchm. Das System muss mindestens auf bis zu 750 SAS-Drives ausbaubar sein.
Durchm. Ein Ausbau der angebotenen Umgebung um ein weiteres System pro Seite derselben Produktfamilie muss in einer Art und Weise möglich sein, so dass das Gesamtsystem (aus dann mehreren Systemen pro Seite) ein Cluster bildet. Die Administration muss dann weiterhin über eine gemeinsame Management-Konsole möglich sein.
Durchm. Die Administration muss dann weiterhin über eine gemeinsame Management-Konsole möglich sein.
Folgende Funktionen müssen für die gesamte angebotene Kapazität ohne zusätzliche Lizenzkosten verfügbar sein:
Durchm. Remote Mirroring, synchron und asynchron
Durchm. für verschiedene Teilbereiche ist die Spiegelung auch gleichzeitig in verschiedene Richtungen möglich
Durchm. Point-in-Time-Kopien / SnapShots, mehrfach und kaskadiert, geeignet für Backups und Klonen
Durchm. Point-in-Time-Kopien / SnapShots für mehrere, häufige Zwischensicherungen des Datenbestandes mit minimalen Zuwachs des Speicherbedarfs
Durchm. Komprimierte und deduplizierte Ablage der Daten (inline compression)
Durchm. Thin Provisioning
Durchm. Automatisches Tiering zwischen mindestens 2 verschiedenen Speicherklassen
Durchm. Automatisches Beseitigen von Hotspots (Stellungnahme erforderlich!); sogenanntes Intra-Tier-Balancing
Durchm. Keine Lizenzkosten für den Anschluss von Hosts mit der Funktion „Multi-Pathing“
Datenmigration
Durchm. Einfache initiale Datenmigration für vorhandenen FC-Storage mit minimaler Downtime, d. h. einige Minuten für den Reboot zur Anbindung an den neuen Speicher. Nach dem Reboot muss der Zugriff weiterhin auf die aktuellen Daten erfolgen. Diese einfache Form der Datenübernahme kann je Host nach Bedarf zeitgleich oder zeitlich unabhängig von anderen erfolgen. Zusätzliche Server oder VMs sind nicht erforderlich. (kurze Beschreibung bis max. 1 Seite der verwendeten Migrations-Features bzw. des Datenmigrations-Prozesses ist zwingend erforderlich!)
Durchm. Ist für die Datenmigration spezielle Hard- und/oder Software nötig (z. B. zur Speicher-Virtualisierung), wird diese vom AN für einen Monat kostenfrei beigestellt.
Es muss gewährleistet sein, dass bei dem System jederzeit parallel 1 Festpatte pro Plattentyp (SSD, NL-SAS) ohne Datenverlust ausfallen können. Diese Anzahl der Hot-Spares steigt pro angefangene 26 verbauten Festplatten eines Typs um eine weitere Ausfallplatte.
Die Online Verfügbarkeit des Systems muss auch während Updates und Upgrades bzw. Austausch von Teilen gewährleistet sein.
Einbaubar in vorhandenen 19" Schrank; kein Standalone-System
Alle Bauteile, die mit externem Strom versorgt werden, sind mit redundanten Netzteilen ausgestattet.
Alle Bauteile, welche den Zugriff auf die Daten gewährleisten sind redundant vorhanden.
Transparenter Multipath-Failover (auch für HyperSwap) durch native Treiber des Betriebssystems für folgende Produkte [64 Bit]
Durchm. Red Hat 7.6 oder höher
Durchm. Ubuntu 16.04 oder höher
Durchm. Windows Server 2016 / 2019
Durchm. VMware vSphere 6.5 oder höher
Support von VVOLs ist erforderlich
Administration:
Durchm. Gemeinsamer Konfigurationszugang für beide Speichersysteme
Durchm. Integrierte grafische Administrationsoberfläche mit verschlüsseltem Zugriff (bspw. integrierter Web-Server mit https)
Durchm. CLI [Command Line Interface] mit Remote Access und Möglichkeit zur Automatisierung
Durchm. Schnittstelle für zentrales Systemmanagement [SNMP oder MS SCOM 2016]
Durchm. Performance Monitoring Grundfunktion: Das Abfragen und Auswerten von Leistungsdaten ist dem Benutzer möglich.
Durchm. Möglichkeit des automatisierten Versendens von Warn- und Fehlermeldungen per Email an eine (oder mehrere) selbst definierte Emailadresse
Durchm. Erstellung personenbezogener Benutzerkonten mit eigenem Passwort und SSH-ID
Durchm. Verschiedene Berechtigungen (idealerweise vordefinierte Rollen) für Benutzer wählbar
Durchm. Neustarts und Herunterfahren vom System via CLI und/oder GUI
Erweiterungskomponenten für das System müssen für min. 36 Monate nachbestellt werden können.
Ersatzteile für das System sind für mindestens 60 Monate verfügbar (Ausschlusskriterium).
Lieferung / Bereitstellung der Daten-Kabel:
Durchm. Der Auftragnehmer stellt alle notwendigen Kabel zur Verfügung, die für eine Verbindung der Teil-Komponenten untereinander (je Standort) notwendig sind
Durchm. Der AN liefert die LWL-Patch-Kabel für die Verbindung der Speicher-Systeme mit die vorhandene SAN-Infrastruktur – an den Switches verwendet: „Brocade GBICs 32Gbit SW FC“
Durchm. Die Kabel werden spezifiziert wie folgt:
§ LWL-Patchkabel LCdx – LCdx, I-V(ZN)HH 2x1G50/125 OM4
Durchm. Längen am Standort 1:
§ je 2 Meter zum ersten SAN-Switch
§ je 7 Meter zum zweiten SAN-Switch
Durchm. Längen am Standort 2:
§ je 2 Meter zu beiden SAN-Switches (die beide im gleichen Rack montiert sind)
Durchm. Die notwendige Anzahl der LWL-Patch-Kabel bestimmt der AN in Abhängigkeit von den angebotenen Hardware-Systemen.
Im Rahmen der technischen Spezifikation der angebotenen Hardware-Systeme sind in den Angebots-Unterlagen außerdem zu benennen:
Durchm. Anzahl der verwendeten/benötigten TP-Netzwerk-Verbindungen, zusammen mit der Aussage, für welche Dienste/Funktionen diese benötigt werden.
Durchm. Anzahl der benötigten Stromanschlüsse, zusammen mit der Spezifikation der Leistungs-Daten und den verwendeten/mitgelieferten Anschlüssen/Kabeln [C13, C19, ... ?]
2. Wartung und Instandsetzung:
a) Grundsätzliches:
Die Wartung der angebotenen Systeme ist direkt vom Hersteller durchzuführen.
Hierbei ist sicher zu stellen, dass die GSI Störungen über eine Hotline direkt beim Hersteller eröffnet und die Behebung der Störungen ausschließlich vom Hersteller verantwortet wird (also kein Third-Party-Maintenance).
Des Weiteren muss sichergestellt werden, dass die angebotene Wartung auch das den Zugriff auf Updates von Microcodes, angebotener Software über die Laufzeit des Wartungsvertrags beinhaltet.
b) Laufzeiten & SLA
Die Wartung des Systems erfolgt auf Basis 24x7, vor-Ort-Service mit einer Wiederherstellungszeit von 48 Stunden
Für 1st Level Support und die Annahme von Störungen muss die Kommunikation fernmündlich in deutscher Sprache 365 Tage x 24 Stunden möglich sein.
3. Dienstleistungen:
a) Allgemein:
Sämtliche Personen, welche die im folgenden definierten Leistungen erbringen, müssen die deutsche Sprache fließend in Wort und Schrift beherrschen.
g) Unterstützung bei der Bereitstellung der Daten für das zentrale Monitoring (z. B. MS SCOM2016)
Ebenfalls muss eine Einweisung der Administratoren in die Überwachung der Systeme erfolgen
Unter Beachtung der allg. Grundsätze der Gleichbehandlung hat der Auftraggeber als einziges Zuschlagskriterium den Preis festgelegt.
Bekanntmachungs-ID: CXS0YYEYRKK