Beschreibung der Beschaffung
Die Kunsthalle zu Kiel ist eine für Schleswig-Holstein und darüber hinaus einzigartige Einrichtung in besonderer Lage an der Kieler Förde. Das Haus zeichnet sich durch mehrere historisch gewachsene Funktionen aus: Es ist Museum mit eigener Sammlung, eine Ausstellungshalle mit reger Sonderausstellungstätigkeit und beherbergt zusätzlich unter eigener Leitung die Antikensammlung.
Eckdaten der Kunsthalle zu Kiel:
• größtes Tageslichtmuseum der Landeshauptstadt Kiel mit einer Grundstücksfläche von rund 6.000 m²
• 2.000 m² Ausstellungsfläche mit etwa 1.200 Gemälden, 300 Skulpturen, 40.000 grafische Werke, Fotografie und Videokunst
• Innerstädtische prominente Lage nahe dem Schlossgarten und der Kieler Förde
In den Leistungen zum Teilobjekt 1 soll die Sanierung der Kunsthalle zu Kiel erfolgen. Hier gilt es die bestehenden funktionellen Defizite zu beseitigen und die Kunsthalle zu Kiel zukunftsfähig zu machen. Nachfolgendes Maßnahmen sind u.a. im Zuge der Sanierung umzusetzen:
- Klimastabilität und Tageslichtregulation (Herstellen kontrollierter klimatischer Bedingungen nach anerkannten Museumsstandards)
- Sicherheit und Arbeitsschutz (Umsetzung Kunst- und Kulturgutschutz nach VdS 3511 - Sicherungsrichtlinien für Museen und Ausstellungshäuser; Arbeitsschutz)
- Flächenmanagement (Straffung und Neustrukturierung innerhalb der Gebäudekubatur)
- Barrierefreiheit (Beheben struktureller Mängel, Umsetzung zusätzlicher Anforderungen)
- Brandschutz (Umsetzung zusätzlicher Anforderungen, Harmonisierung Brandschutz und Sicherheit)
- Fassadensanierung (Sanierung der Natursteinfassade des Altbaus)
- Möblierung (Anpassung an Umstrukturierungen)
- Attraktivierung der Kunsthalle zu Kiel mit einer Verlegung und Neugestaltung des Cafébereichs
Als Teilobjekt 2 sollen folgende Leistungen erfolgen: Im Rahmen der Baumaßnahme ist, in einem getrennten Objekt, die Herstellung von klimatisierten Depotflächen zur Unterbringung von Kunstgegenständen erforderlich. Ob hierfür ein Neubau erforderlich wird oder ein bestehendes Gebäude bzw. Gebäudeteile umzubauen sind, ist bisher noch offen. Die Depotflächen werden ab 2025 benötigt und sind parallel zur eigentlichen Hauptmaßnahme zu planen und zu realisieren.“
Die Gesamtbaukosten der KG 400 werden mit ca. 10.220.000 EUR netto veranschlagt. Zu diesem Zweck werden Planungsbüros zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert, die das Leistungsbild Fachplanung Technische Ausrüstung,
Anlagengruppe 4 Starkstromanlagen,
Anlagengruppe 5 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen,
Anlagengruppe 6 Förderanlagen,
gem. HOAI abdecken und in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen verwirklicht haben. Im Teilobjekt 1 sollen die Leistungsphasen 2-9 erfolgen. Im Teilobjekt 2 sollen die Leistungsphasen 1-9 bearbeitet werden. Der Auftraggeber behält sich vor, aus den vorgenannten Leistungsbildern nur einen Teil der Grundleistungen zu vergeben. Die Beauftragung wird stufenweise erfolgen.
Folgendes Verfahren wird durchgeführt:
In Phase 1 werden potentielle Bewerber zur Teilnahme aufgefordert und reichen den Teilnahmeantrag mit den geforderten Nachweisen ein.
In Phase 2 werden die eingegangen Teilnahmeanträge geprüft und die Anzahl der zugelassenen Bewerber wird beschränkt.
Die Bewerber der Phase 2 werden gesondert zu einem Verhandlungsverfahren aufgefordert.
Die Vergabe der Planungsleistungen gem. HOAI erfolgt stufenweise.
Verfahrensbezogene Vergabeunterlagen sind auf der E-Vergabeplattform zum Verfahren unter
http://www.e-vergabe-sh.de/vergabeplattform/bekanntmachungen/ eingestellt.