Beschreibung der Beschaffung
Städtebau
Der sogenannte „Sautanz“ oder auch das alte Zeughaus genannt, ist Teil eines Gebäudeensembles, welches sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein befindet. Zusammen mit dem neuen Zeughaus bildet es einen Binnenhof, der im südlichen Teil durch eine Mauer vervollständigt wird.
Gebäudestruktur und Historie
Die dreiflügelige Anlage in Hufeisenform wurde ca. 1604 in der heutigen Grundform errichtet. In der Mittelachse liegt ein Treppenturm, hier befindet sich auch der Haupteingang. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude nahezu vollständig zerstört. Es blieben nur die Kellergewölbe, einige Außenmauern und 2 Giebelwände stehen.
Ende der 50er Jahre wurde der Südflügel für den SWR ausgebaut. Im Kellergeschoss sind noch aus dieser Zeit verbaute Schadstoffe (KMF) vorhanden. Unter dem teilweise unterkellerten Innenhof ist derzeit die Technik untergebracht. Das Gebäude ist zweigeschossig mit steilem Mansarddach, in dem die untere Ebene im Dachraum zu Büroflächen ausgebaut wurde. Der Spitzboden ist derzeit ungenutzt. Der Um- und Ausbau erfolgt nicht im laufenden Betrieb. Für den Zeitraum der Maßnahme wird das Bestandsgebäude leergezogen.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Um die derzeit noch an mehreren Standorten verteilten Mitarbeiter der Staatskanzlei an einem Standort zu konzentrieren, soll das Bestandsgebäude „Sautanz“ saniert, sowie der Spitzboden der Mansarde ausgebaut und zusätzlich ein Erweiterungsbau errichtet werden. Als Standort hierfür ist der Bereich der bestehenden Garagen vorgesehen. Diese sollen abgerissen und durch einen Verwaltungsneubau ersetzt werden. Es soll eine barrierefreie Erschließung der beiden Gebäude ermöglicht werden, sowie eine interne Verbindung.
Im Neubau sollen im Wesentlichen folgende Nutzungen untergebracht werden:
— Büroräume,
— Konferenz- und Seminarräume.
Beschreibung der Technische Gebäudeausrüstung:
Die Büroflächen werden natürlich belüftet. Größere Besprechungsräume sind nach AMEV zu beurteilen und mechanisch zu belüften. Das gesamte Kellergeschoss muss ebenfalls mechanisch belüftet und ggf. entfeuchtet werden. Die Kellerflächen werden mit Wasserdetektionsmeldern ausgestattet.
Die Fachgewerke Versorgungs- und Elektrotechnik werden komplett neu aufgebaut. Die Installation erfolgt generell in Unterputzausführung.
Einzelne Räume werden an eine aufgeschaltete Einbruchmeldeanlage angeschlossen.
Für den Zeitraum der Maßnahme wird ein Baustellenbüro zur Verfügung gestellt.
Gebäudedaten:
— Zu sanierende Fläche im Bestand HNF / NUF 1-6: ca. 689 m,
— Auszubauende Fläche im Bestand HNF / NUF 1-6: ca. 219 m,
— Neu zu errichtender Erweiterungsbau HNF / NUF 1-6: ca. 352 m,
— Gesamt HNF / NUF 1-6: ca. 1 260 m,
— Gesamt BGF: ca. 2 809 m.
Voraussichtlicher Projektablauf:
Erstellung KVM-Bau: 08/2021 – 02/2022 (6 Monate)
Erstellung HU-Bau: 07/2022 – 01/2023 (6 Monate)
Ausführungsplanung: 03/2024 bis einschließlich 09/2024
Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe: 09 – 12/2024
Baubeginn: 05/2025
Fertigstellung: 09/2027
Nutzungsbeginn: 10/2027
Kostenrahmen Baukosten KG 300+400:
KG 300: 6 915 000 EUR brutto
KG 400: 3 800 000 EUR brutto
Gesamt: 10 715 000 EUR brutto
Ergänzung zu Ziffer II.2.5):
Von den Teilnehmern ist in Verfahrensstufe 2 eine Ideenskizze zu erarbeiten. Diese ist mit Angebotsabgabe einzureichen u. im Rahmen des Verhandlungsgesprächs vorzustellen. Aufgabenstellung u. Bewertung sind in den Vergabeunterlagen enthalten.
Bei Erfüllung der in der Aufgabenstellung beschriebenen Bedingungen wird eine Aufwandsentschädigung von 2 000 EUR netto pro Arbeit gezahlt.