Beschreibung der Beschaffung
Die Sporthalle liegt in Alleinlage sowohl abseits von bebauten Gebieten als auch räumlich getrennt von der Gudewerdt-Schule in einer Grünzone. Die Zufahrt führt durch Naherholungsbereiche und endet mit einer steilen, bewaldeten Auffahrt.
Das Gebäude wurde 1979 errichtet. Seit der Erstellung wurden keine umfassenden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Infolgedessen entstehen jährlich hohe Energie-, Unterhaltungs- und Instandsetzungskosten.
Die Gesamtanlage ist für eine 3-Feld-Sporthalle kompakt, ausreichend dimensioniert und zeitgemäß funktional. Es bedarf nur weniger Anpassungen im Grundriss an heutige Anforderungen. Die Sporthalle ist ganzjährig ausgelastet und wird derzeit für den schulischen Betrieb und von Sportvereinen genutzt.
Es liegt die Machbarkeitsstudie eines Architekturbüros aus dem Jahre 2017 vor, die in Zusammenarbeit mit einem Büro für Tragwerksplanung und einem Energieberater erstellt wurde und grundsätzlich als Vorgabe für die Sanierungsplanung anzusehen ist.
Folgende hochbaulichen Maßnahmen sind zu planen:
- Energetische Fassadensanierung:
• Isolationsebene rückt nach außen vor die Konstruktion
• Freilegung, Abdichtung und Dämmung des Sockelbereichs,
• die neue Fassadenverkleidung ist nachhaltig und wartungsfrei zu planen,
- Reduzierung der Fensterflächen, Einbau von 3-fach-Verglasung
- Einbau zusätzlicher Oberlichter
- Energetische Dachsanierung: Verstärkung der Dämmung und Erneuerung der Dachhaut, Ausführung i. T. mit extensiver Begrünung
- Erneuerung aller Oberflächen im Innenraum (Fußböden, Wände, Decken) unter Einbeziehung aller Vorgaben in Hinsicht auf Brandschutz, Raumakustik und Barrierefreiheit
- Erneuerung der Böden inklusive Unterlagsboden
- Erneuerung der Prallwand und Trennvorhänge in der Halle
- Umbau der Duschräume
- Anpassung des Gebäudes in den Hauptzugangsbereichen an die Anforderungen der Barrierefreiheit:
• Treppenloser Zugang (Außenrampe), visuelle Orientierung, profilierte Pflasterung,
• Umbau des Haupt-Flures, Anpassung Türbreiten, Griffhöhen, Öffnungsautomatiken,
• Farbkontraste an Wänden und Böden,
• Umbau eines vorhandenen WC-Raumes zum barrierefreien WC inklusive Umkleidemöglichkeit
Ein Bauantrag ist erforderlich.
Zu diesem Zweck werden Planungsbüros zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert, die das Leistungsbild Objektplanung Gebäude abdecken und in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen verwirklicht haben.
Es sollen die Leistungsphasen 1-9 in dem Leistungsbild nach § 34 HOAI bearbeitet werden. Die Beauftragung wird stufenweise erfolgen.
Folgendes Verfahren wird durchgeführt:
In Phase 1 werden potentielle Bewerber zur Teilnahme aufgefordert und reichen den Teilnahmeantrag mit den geforderten Nachweisen ein.
In Phase 2 werden die eingegangen Teilnahmeanträge geprüft und die Anzahl der zugelassenen Bewerber wird beschränkt.
Die Bewerber der Phase 2 werden gesondert zu einem Verhandlungsverfahren aufgefordert.
Die Kosten der KG 200-700 wurden mit einem Volumen von max. 3.773.109 EUR netto veranschlagt. Dabei betragen die Kosten für die KG 300 laut vorbereitender Kostenschätzung ca. 2.084.000 EUR und für die KG 400 ca. 650.150 EUR netto. Die o.g. Baukostenobergrenze von 2.734.150 € netto (KG 300+400) ist dabei als ein Wert zu verstehen, an dem sich der Entwurf in allen Projektstadien auszurichten hat und der bereits im Vorentwurf auf seine Umsetzbarkeit zu überprüfen ist.
Verfahrensbezogene Vergabeunterlagen sind auf der E-Vergabeplattform zum Verfahren unter
https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/7/tenderId/121000436 eingestellt.