Beschreibung der Beschaffung
Der Auftragnehmer hat mit seinen Leistungen auf die jeweils bereits erstellte Vorplanung in den Leistungsbildern Objektplanung Gebäude, Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen sowie Technische Ausrüstung aufzubauen.
Der Auftragnehmer hat seine Leistungen so zu erbringen, dass die Gesamtkostenobergrenze von 10 535 000 EUR netto (Kostengruppen 200 bis 600 DIN 276:2008-12) nicht überschritten wird.
Die Kosten teilen sich nach Objekten wie folgt auf (netto KG 200 bis 600):
Sozialgebäude und Werkstätten 6 590 000 EUR Garagengebäude + Trafo 865 000 EUR Lagerhalle, Kaltlager und Kaltunterstand 1 285 000 EUR Außenanlagen 1 790 000 EUR Das Bauvorhaben soll grundsätzlich bis zum 30.6.2026 fertig gestellt sein und zwischen den Vertragsparteien besteht Einvernehmen darüber, dass der Auftragnehmer bei der Erbringung der von ihm geschuldeten Leistungen stets die Einhaltung des Fertigstellungstermins und der vereinbarten Zwischentermine zu beachten hat. Der Auftraggeber behält sich vor, die Planungsleistungen objekt- bzw. abschnittsweise und in Leistungsphasen zu beauftragen.
Die Zielvorstellungen des Auftraggebers zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses (Planungs- und Überwachungsziele im Sinne von § 650p II BGB) werden durch die dem Auftragnehmer vorliegende Vorplanung definiert.
Es wird beabsichtigt die Flächen des Werksgeländes des Wasserwerks Blücherstraße neu zu ordnen und zu entwickeln.
Das vorhandene Werksgelände wird zukünftig geteilt. Der Bereich des Wasserwerkes (Nordhälfte) bleibt im Bestand erhalten und ist nicht Gegenstand der Leistungen.
Die Südhälfte wird komplett neu entwickelt. Hier entsteht der sogenannte Zentralstützpunkt Wasserwerk. Nach dem Rückbau verschlissener und nicht mehr benötigter Bestandsbauten sollen Arbeitsstätten und Sozialbereiche neu errichtet werden, die Lagerhalle wird saniert. Sämtliche Außenanlagen-gen (Wege, Straße, Befestigungen, Einfriedungen, Medienerschließungen) werden neu angelegt (nicht die wassertechnischen Anlagen der Werksinfrastruktur). Sämtliche Bestands- und Neubauten sind zukünftig flächenschonend und zentral angeordnet. Die Dachflächen werden zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Photovoltaik Anlagen versehen.
Büro- / Sozialgebäude:
Das Büro- / Sozialgebäude ist das zukünftige Herzstück des Standortes. Es ist als Eckgebäude konzipiert. Für ca. 125 Mitarbeiter bietet es die notwendigen Umkleiden, Duschen, Sanitäreinrichtungen, Pausen- / Besprechungsräume, Meisterbüros und Wäsche- und Trockenräume. Vorgesehen ist ein konventioneller dreigeschossiger Mauerwerksbau mit Stahlbetonfiligrandecken, Wärmedämmverbundsystem und Flachdach mit Technikzentrale.
Werkstattgebäude:
Passend zum Büro- / Sozialgebäude wird dicht anliegend das eingeschossige Werkstattgebäude errichtet. In ihm befinden sich zukünftig die Hand-lager und Werkstätten der einzelnen Teams.
Garagengebäude:
Ebenfalls massiv errichtet wird das Garagengebäude für frostfrei unterzustellende Fahrzeuge und Technik.
Kaltunterstand Parken:
Der Kaltunterstand für das Parken wird nördlich neben der Lagerhalle als einfacher Carport aus verzinkten Stahlprofilen mit Trapezblecheindeckung errichtet.
Lagerhalle und Kaltlager:
Die Lagerhalle (Bestandsgebäude) wird saniert. Ihre Grundkonstruktion ist im Gegensatz zum Rest ihrer Bestandteile in gutem Zustand. Bis auf die Dachdeckenplatten (Spannbeton), die Stützen und die Dachbinder (Stahlbeton) werden alle Bauteile zurückgebaut. Die Außenwände werden anschließend als gedämmte Blechsandwichelemente neu errichtet. Das Dach wird neu gedämmt und eingedeckt. Die Halle erhält neue Räume für das Lagerpersonal.
Das Kaltlager wird südlich neben der Lagerhalle als einfaches (jedoch selbststehendes) Schleppdach aus verzinkten Stahlprofilen mit Trapezblecheindeckung errichtet.
Ergänzend wird hierzu das Folgende festgelegt:
a) Zielvorstellung im Hinblick auf die vorgesehene Nutzung:
Im zu errichtenden Betriebshof sollen die dort stationierten Mitarbeiter einen modernen und leistungsfähigen Stützpunkt finden, der eine effiziente und synergetische Zusammenarbeit ermöglicht. Das räumliche Konzept soll dabei auf die betrieblichen Strukturen und Arbeitsabläufe (insbesondere der Trennung von Mitarbeitern im abwassertechnischen Bereich von denen im trinkwassertechnischen Bereich) abgestimmt sein.
b) Zielvorstellung im Hinblick auf die Gestaltung und Qualitäts- und Ausstattungsstandards:
Die Gebäude und Fassaden sollen sich harmonisch in die bestehende Struktur einfügen.
Beachtung relevanter öffentlich-rechtlicher Bestimmungen, sowie anerkannte Regeln der Technik, insbesondere
— Landesbauverordnung Mecklenburg – Vorpommern 2015,
— Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) 2004 und die diese konkretisierenden technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR),
— Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2020,
— DIN 18040 Barrierefreies Bauen c) Zielvorstellung im Hinblick auf die technische Ausstattung:
Die Ausstattung der Gebäude orientiert sich am Bedarf und hat den aktuellen technischen Regeln zu entsprechen.
d) Zielvorstellung im Hinblick auf Standards betreffend Energieeffizienz, Schallschutz etc.:
Es ist auf einen effizienten Energieeinsatz bei der Raumheizung, -beleuchtung und -belüftung zu achten Die Bauakustik ist insb. sondere unter Schallschutzaspekten optimieren.
Erneuerbarer Energien sind so weit wie möglich zu nutzen.
e) Sonstige Zielvorstellungen:
Die Einhaltung des Kostenrahmens und der Termine sind für den Auftraggeber von besonderer Bedeutung.
Die Bauausführung wird bei laufendem Betrieb erfolgen. Die Betriebssicherheit des Wasserwerkes Rostock und die Versorgungssicherheit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und des Umlandes hat absolute Priorität. Alle baulichen Maßnahmen sind darauf abzustimmen.
Der Auftraggeber behält sich vor, einen Projektsteuerer durch gesonderten Vertrag zu beauftragen. Der Auftragnehmer wird in diesem Fall die von ihm geschuldeten Leistungen in enger Kooperation und Abstimmung mit dem Projektsteuerer erbringen.