Beschreibung der Beschaffung
Die Max-Brauer-Schule am Standort Bei der Paul-Gerhardt-Kirche 1-3 soll im Grundschul-bereich von 3 auf 5 Züge erweitert werden. Die Max-Brauer-Schule liegt im Kerngebiet Hamburg-Ottensen.
Der Standort hat einen heterogenen Gebäudebestand aus den 1950er- 2010er Jahren.
Die ursprüngliche Planung sah eine eher flache Architektur mit Innenhöfen und solitären Klassenhäusern mit Bezug zu den Außenanlagen vor. Prägnante Gebäude sind der exponierte Musikraum sowie die herausgezogene Aula.
Im Zuge der Weiterentwicklung und Erweiterung des Standortes wurden diverse Gebäude wie z. B. ein Werkstattgebäude, eine Mensa und zu Letzt ein Klassenhaus für die Sekundarstufe I und eine 3- Feld Sporthalle ergänzt.
Die Außenräume wirken durch die vielen Gebäude und zusätzlichen Zaunanlagen zerklüftet und kleinteilig.
Für die Ganztagsbetreuung der Grundschule stehen nicht ausreichend große Flächen zur Verfügung. So ist z. B: die Eingangshalle in eine Mehrzweckfläche für Pause, Essenausgabe und Esseneinnahme umgewandelt worden. Durch die teilweise eingeschossige Bauweise sind die Flächen des Grundstücks untergenutzt.
Die bestehenden Klassengebäude bieten keine Möglichkeit, das pädagogische Konzept der Schule im Bestand umzusetzen. Die Aula wird für die gesamte Schule (Standort Bei der Paul Gerhardt Kirche und Daimlerstraße) genutzt, ist zu klein und sollte im Rahmen einer Umplanung Synergieeffekte mit den Gemeinschaftsflächen erzeugen.
Das Fachklassengebäude, die Mensa und das Klassenhaus der Sek I sowie das Werkstattgebäude befinden sich in den Gebäudezustandsklassen 2 und 3 und werden nicht überplant.
Die BSB wünscht sich eine Neustrukturierung des Standortes um eine zukunftsfähige Entwicklung der Schule voranzutreiben. So sollen das neue „Herz der Schule“ und eine klare Adressbildung definiert werden.
Diese Aufgabenstellung wird derzeit im Rahmen der Phase 0 durch den Architekten Jörn Simonsen und die Pädagogin Yvonne Vockerodt erarbeitet.
Da die Erweiterung im laufenden Schulbetrieb erfolgen muss, ist ein komplexes Interimskonzept für die in sinnvollen Abschnitten zu konzeptionierende Bauzeit vorgesehen werden. Für die Zug um Zug abzureißenden Gebäudeteile muss eine belastbare Umzugsplanung und Sicherung der Zugänglichkeiten auf dem Gelände erfolgen. Schulhofflächen müssen durchgängig zur Verfügung gestellt werden, die Sicherheit der SuS muss durchgehend gewährleistet werden. Für die Unterbringung der SuS ist in Teilen eine mobile Lösung vorzusehen.
Eine enge Abstimmung mit der Baugruppe der Schule und der BSB ist hier durchgängig erforderlich.
Im Rahmen der Neuplanung müssen daher insbesondere folgende Aspekte betrachtet werden:
— Planung der erforderlichen Abrisse im laufenden Betrieb,
— Konzeption der Interimslösung für die am Standort befindlichen SuS.
Aufgrund des begrenzten Baufeldes wir die Einrichtung einer Baustelleneinrichtungsfläche nur in beschränktem Maß möglich sein.
Die Durchführung der Phase Null ist vor Beauftragung der Projektsteuerung weitestgehend abgeschlossen.
Vorbefasste Projektsteuerer:
— Klassenhaus Sek I: Rost & Sehle Steuerung der Phase Null von 2013 bis 2014,
— Klassenhaus Sek I: IPC Talkenberger von 2014 bis 2015,
— Sanierung Fachklassenhaus: Kleta Projektsteuerung aktuell bis 2022.
Vorbefasste Planungsbüros:
— Klassenhaus Sek I: DNA Architekten von 2016 bis 2018,
— Sanierung Fachklassengebäude: Kleta Architekten von 2019 bis 2020,
— 3- Feld Halle: BKS Architekten von 2014 bis 2019,
— Tragwerksplanung/Bauphysik Sanierungen und Neubau bis LPH 6 tlw. bis LPH 8: Ruffert bis 2019.
Projektbudget:
Das vorläufige Gesamtbudget der Baumaßnahme beträgt ca. 17 Mio. € brutto (gem. DIN 276 Kostengruppen 200 bis 700).
Die zu vergebenen Leistungen bestehen aus:
— Projektsteuerung und -leitung für die Projektstufen 1 und 2, Handlungsbereiche A-E in Anlehnung an §§ 2 und 3 AHO Heft Nr. 9,
— Projektsteuerung und -leitung für die Projektstufen 3 bis 5, Handlungsbereiche A-E in Anlehnung an §§ 2 und 3 AHO Heft Nr. 9; als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen),
— Besondere Leistungen in allen Projektstufen in Anlehnung an § 2 AHO Heft Nr. 9 als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
Als besondere Leistung sollen folgende Leistungen angeboten werden:
— Vorbereiten und Einsteuern von Vorgängen in die Freigabeprozesse,
— Mitwirken bei der Einbeziehung zu beteiligender Dritter und der Öffentlichkeit bei der weiteren Projektrealisierung,
— Verwenden von auftraggeberseitig vorgegebenen EDV-Programmen mit besonderen Anforderungen in Bezug auf die Informationsverarbeitung und Dokumentation.
Als besondere Leistung sollen folgende Leistungen optional angeboten werden:
— Option: Mitwirkung hinsichtlich der Klärung des Auftrags in Stufe 1.
Terminplan
Es ist geplant, Vergabeverfahren für Objekt- und TGA -Planung möglichst parallel durchzuführen, um einen optimierten Zeitablauf zu gewährleisten. Für die Objektplanung wird ein Realisierungswettbewerb mit vorgelagertem städtebaulichen Verfahren angestrebt.
Die Ausschreibungen sollen im Herbst 2021 durchgeführt werden.
Aufgrund der derzeit geplanten Abrisse ist eine Prüfung der Auslagerung in mobile Klassen zu planen, es werden Schulgebäude auch weiterhin in Nutzung sein, sodass ein laufender Schulbetrieb in jeder Bauphase gewährleistet werden muss.
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das büro luchterhandt & partner unterstützen und beratend begleiten.