Beschreibung der Beschaffung
Bei dem betreffenden Gebäude handelt es sich um ein freistehendes Schulgebäude mit 4 Flügeln mit bis zu 3 Geschoßen. Das Gebäude ist zentral über eine 3-geschoßige Eingangshalle erschlossen. Das Gebäude wurde 2003 errichtet. Gebäude und Ausbau wurden als bemerkenswerte Architektur prämiert, die daraus festgelegten Gestaltungen und Ausstattungen sind vollständig zu übernehmen, sofern technische Bedingungen keine zwingenden Anpassungen erfordern.
Die Zufahrt erfolgt über die Wiembachallee und den asphaltierten Schulhof. Als weitere Zufahrt kann die Wartungszufahrt als rückwärtige Nebenzufahrt durch ein Wohngebiet genutzt werden. Der Schulhof ist nur über die zentrale Zufahrt befahrbar.
Nebenzufahrten sind nur begrenzt belastbar/ befahrbar und vor einer Nutzung gegen Beschädigungen abzusichern.
Über den Haupteingang mit Windfang ist die zentrale Halle über 3 Geschoße und für die angegliederte Aula zentrale
Erschließung. Im EG sind an die Eingangshalle die Raumnutzungen Verwaltung, Lehrerzimmer und Aula sowie die
Flure in die Gebäudeflügel direkt angeschlossen. Über die Halle sind 2 zentrale Treppenhäuser Erschließung für
die Gebäudeflügel und Raumgruppen in den Obergeschoßen.
Die Klassenräume werden über einhüftige Erschließungen angedient, die an den Eckpunkten über die Treppenhäuser
gekoppelt sind. Die Gebäudeteile sind in Bauteile gegliedert (A;B;C;D;E;F) und bestehen i.d.R. aus 1 bis 3 Geschoßen (EG bis 2.OG). Im BT-B sind im UG noch Klassenräume und WC-Anlagen untergebracht mit Anschluss an einen Tiefhof, der auch über
eine Rampe im Außenbereich erschlossen ist. Das Gebäude ist für eine Schülerzahl von ca. 900 Schülern und
ca. 70 Lehrer ausgelegt.
Bauaufgaben:
Die Bauaufgaben bestehen aus der Wiederherstellung des durch Flutwasser zerstörten Erdgeschoßes und Untergeschoßes und einzelnen Maßnahmen im Obergeschoß. Dies umfasst im wesentlichen die Wiederherstellung von nichttragenden Wänden, Technik, Fassaden, Fenster und Türelementen, Wand- und Deckenverkleidungen sowie Ausstattungen auf einer Fläche von ca. 4030 m2 BGF. Für Rohbau-Anpassungen werden Durchbrüche und Abfangungen benötigt.
Zusätzlich zum Wiederaufbau soll eine Erweiterung von ca. 450m2 BGF realisiert werden, die auf der Decke BT-A über
1.OG geplant ist.
Für die Wiederherstellung werden die Technikzentralen im UG aufgegeben. Diese Technik wird im 1.OG und 2.OG mit darüberliegenden Teildachflächen an neuer Stelle positioniert. Diese Teilbereiche sind in der Wiederherstellung ebenfalls zu
bearbeiten ohne Einwirkung auf die ungeschädigten Bauteile und Ausstattungen. Außerhalb der Teilbereiche ist das
Gebäude ansonsten für den Baubetrieb vollumfänglich gesperrt.
Vorbeugung- Wasserresistenz:
Die Konstruktionen im Erd- und Untergeschoß sind in der Wiederherstellung wasserresistent und ohne Einsatz von Mineralwollen bis OK Fußbodenkonstruktion auszuführen. Für Aufgehende Bauteile ist bis zu einer Höhe von > 1,20 m eine
mineralwollfreie Konstruktion gefordert. In diesen Bereichen ist ein Einsatz von Mineralfasern nur nach ausdrücklicher Freigabe
durch den AG oder dessen Bauüberwachung zulässig.
Die oberen Geschoße sind unbeschädigt und gehören nur in Teilen zu den Aufgabenstellungen. Die oberen Geschoße sind
voll ausgestattet und können jederzeit in Betrieb genommen werden. Diese Bereiche sind von allen Mitarbeitern zu erkennen
und zu schützen. Bei Arbeiten in den Obergeschoßen ist ein erweiterter Bauteilschutz erforderlich der alle Oberflächen
wirksam vor Verschmutzungen und Beschädigungen schützt.
Als erweiterte Bauaufgabe ist eine Aufstockung auf dem Dach 1.OG Bauteil A zu realisieren mit einer BGF von ca.450 m2 und
Anschlüssen an den Bestand. Für diese Arbeiten wird ggf. eine Überdachung angesetzt, die die unmittelbar betroffenen Fassadenarbeiten im EG beeinträchtigen, sofern diese gleichzeitig ausgeführt werden müssen.