Beschreibung der Beschaffung
Im November 2021 wurden im Ortsteil Baccum bei der Prospektion insgesamt 33 archäolo-gisch relevante Befunde festgestellt, allerdings ausschließlich im Süden der langgestreckten Parzelle. Es handelt sich vor allem um Pfostengruben, hinzu kommen einige Gruben sowie ein Graben und ein mutmaßlicher Ofen oder Herd. Dies deutet auf eine prähistorische Sied-lung hin. Die insgesamt zwölf geborgenen Gefäßfragmente erlauben nur eine allgemein prä-historische Datierung. Angesichts der Zahl und Verteilung der Befunde ist eine kleinräumige Teilausgrabung von min. 3.000 m2 im Süden des Planungsgebiets erforderlich.
Im Ortsteil Holthausen südlich des Prozessionsweges wurde Ende 2021 eine Prospektion auf insgesamt 3.974 m2 durchgeführt. Im März 2022 wurde die Fläche nördlich des Prozessions-weges mit insgesamt 1.271 m2 erkundet. Das ganze Gebiet konnte bereits im Vorfeld als ar-chäologisch relevant angesprochen werden.
Im südlichen Bereich des Prozessionsweges wurden insgesamt 203 archäologisch relevante Strukturen dokumentiert.
Auf der nördlichen Fläche wurden insgesamt 135 archäologische relevante Befunde doku-mentiert. Bei den insgesamt 338 Befunden handelt es sich vorrangig um Pfostengruben, die sich (bislang) zu keinen Baustrukturen erkennen lassen. In mehreren Suchgräben spricht aber die dichte Konzentration für angeschnittene Hausgrundrisse. Verschiedentlich tauchen auch größere Befunde, die allgemein als Gruben angesprochen werden können auf, sowie grabenartige Strukturen. Die 24 geborgenen keramischen Funde zeigen im Bereich nördlich des Prozessionsweges hauptsächlich Siedlungstätigkeit im Mittelalter und Neolithikum an, während im südlichen Bereich zunächst von einer Zeitstellung der vorrömischen Eisen-zeit/Kaiserzeit auszugehen ist.
Angesichts der Verteilung der Befunde der Prospektionsgrabung wurden drei Teilflächen von rund 17.690 m2 definiert, die ausgegraben werden müssen.