Beschreibung der Beschaffung
Das Deutsche Historische Museum ist Deutschlands nationales Geschichtsmuseum und eines der größten Geschichtsmuseen der Welt. In Berlins historischer Mitte gelegen versteht es sich als Ort zur Stärkung historischer Urteilskraft, an dem übergreifende philosophische, ethische und historische Fragen verhandelt werden.
Aktuell entsteht eine neue Ständige Ausstellung, die die deutsche Geschichte in ihren internationalen Bezügen zeigt und neue Akzente setzen wird. Die vormalige Präsentation im Zeughaus „Deutsche Geschichte vom Mittelalter bis zum Mauerfall” ist aus diesem Grund seit Ende Juni 2021 nicht mehr zu sehen. Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen sind der Zeughaushof und das Zeughaus ebenfalls nicht zugänglich. In der direkt angrenzenden Ausstellungshalle, dem Pei-Bau, widmet sich ein vielfältiges Ausstellungsprogramm prägenden Ereignissen, Entwicklungen und Personen der deutschen Geschichte im europäischen Zusammenhang.
Für die Übergangszeit bis zur Eröffnung der neuen Ständigen Ausstellung wird ab Dezember 2022 bis voraussichtlich Mitte 2025 im Pei-Bau auf ca. 1.000 m² die Ausstellung „Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können" zu sehen sein. Auf den andern drei Etagen zeigt das DHM weitere wechselnde Ausstellungen mit einer kürzeren Laufzeit.
Die Eröffnung der neuen Ständigen Ausstellung ist nach Abschluss der Sanierung des Zeughauses geplant.
Die Stiftung Deutsches Historisches Museum sucht einen Dienstleister für ein neues, webbasiertes Kassensystem mit Warenwirtschaft und einen Onlineshop für Eintrittskarten, öffentliche Führungen und Veranstaltungen.
Bestandteil der ausgeschriebenen Leistung sind Softwareprodukte (Kassensystem inklusive aller in der Leistungsbeschreibung benannten Eigenschaften), Hardwareprodukte (Touchscreen-Kassen, Scanner), Support, Updates und Wartung.
Kassensystem:
An den beiden Hauptkassen des DHM (im Pei-Bau und später wieder im Zeughaus) werden wie bisher die Eintrittskarten für die Ständige Ausstellung und bis zu 4 Wechselausstellungen verkauft und die Herkunft der Besucher*innen erfasst. Es wird ein flexibles System für Zeitfenster- und Tagestickets, die für einzelne oder mehrere Ausstellungen gelten benötigt. Zusätzlich hinzu kommen öffentliche Führungen und Veranstaltungen, die wie die Eintrittskarten aus einem gemeinsamen Kontingent mit dem einzurichtenden Onlineshop kommen.
Onlineshop für Tickets und Veranstaltungen:
Der Ticketshop wird als neuer POS dazukommen für Tickets (Zeitfenster und Tagestickets), öffentliche Führungen und Veranstaltungen (Auswahl über Ausstellung und über Kalender).
Sämtliche Eintrittskarten für Wechselausstellungen und die künftige Ständige Ausstellung sollen im Ticketshop erworben werden können. Es wird sich um Tagestickets und auch Zeitfenstertickets handeln, vermutlich abhängig von der Ausstellung oder mit einer Gültigkeit für das gesamte Haus.
Zu den öffentlichen Führungen, Workshops und Veranstaltungen soll man sich ebenso anmelden können - es wird sich um kostenlose und kostenpflichtige Buchungen handeln.
Onlineshop Publikationen:
Derzeit extern vergeben. Zurzeit werden sämtliche Stammdaten der Artikel und Aktualisierungen händisch übertragen. Es wäre wünschenswert, dass sich hier ein weniger aufwändiger Workflow ergibt und der AN ist aufgefordert, im Angebot Überlegungen zu formulieren.
Für den Projektstart sieht die AG vor, dass der Publikationsshop zwar bei dem derzeitigen Vertragspartner bleibt, aber Abläufe vereinfacht und automatisiert werden sollen. Besonders die Prozesse der Rechnungslegung direkt im Warenwirtschaftssystem und der Lagerhaltung sollen vereinfacht werden.
Hier bittet die AG um Vorschläge, wie ggfs. Schnittstellen geschaffen oder Im- und Exportmöglichkeiten diese Abläufe vereinfachen können.
POS-Warenwirtschaft:
Grundsätzlich soll das Zusammenwirken der Komponenten smarter werden und mit weniger händischen Überträgen auskommen. In der Warenwirtschaft des Kassensystems sollen sämtliche Verkaufsvorgänge der Kassen, des Ticketshops und die Lagerhaltung der Publikationen abgebildet werden. Buchungen, die mit Geld verbunden sind, sollen von hier aus über eine Schnittstelle zu MACH übergeben werden um dort weiterbearbeitet zu werden.
Schnittstelle zu MACH:
Die Stiftung Deutsches Historisches Museum nutzt für die Buchhaltung das ERP-System MACH Web 2.0. Dieses wird regelmäßig aktualisiert und die neuen Updates werden mindestens jährlich eingespielt. Eine Schnittstelle zwischen diesem ERP-System und dem Kassensystem ist erforderlich und sollte folgende Anforderungen erfüllen:
Aus der Warenwirtschaft sollen abrechnungsrelevante Vorgänge an MACH automatisiert übergeben werden.
Kassen:
Drei Touchscreen-Kassen, zwei davon fest verbaut im Tresen des Wechselausstellungsgebäudes (Pei-Bau) und eine, die nach Bedarf an anderen Stellen aufgebaut wird.
Scanner:
Die AG veranstaltet in der Regel 3 Ausstellungen und plant Ein- und Ausgänge zu scannen. Es werden also 6 Scanner benötigt.
Hosting:
Die Software soll nicht bei der AG gehostet werden. Voraussetzung ist, dass der Anbieter oder Dienstleister entsprechend nach ISO 27001 zertifiziert ist und seinen Sitz in Deutschland hat. Die garantierte Verfügbarkeit, SLA 4h bei 24/7 sowie ein Ansprechpartner für Support sind hierbei zwingend.
IT-Umgebung:
Die Kassen und Scanner (und ggfs. die EC-Geräte) werden ins interne Netz des DHM integriert und der AN ist aufgefordert, eine Systembeschreibung der Anwendung zu liefern sowie die benötigten Dienste und Ports zu benennen. Für Firewall Freigaben muss zwingend die jeweilige Quell- und Ziel-Adresse im internen sowie externen Netzwerk festgelegt werden, auch welche Dienste direkten Zugriff auf das Internet benötigen und durch eine DMZ geleitet werden müssen. Eine direkte Portfreigabe auf interne Bereiche ist nicht möglich.
Support, Updates und Wartung:
Die Kassen müssen über einen Remotezugriff gewartet werden können, soweit die AG dies gestattet. Das vom AN dafür eingesetzte Tool ist zu benennen, damit die IT die entsprechenden Firewall-Regeln implementieren kann.