Beschreibung der Beschaffung
Im Einsatz sind in der HZD ausschließlich Geräte des Herstellers EMC vom Typ Dell EMC ECS 400. Diese werden derzeit in der Version 3.5.1 (Stand: 08.11.2021) betrieben.
Aktuell werden 5-Node-ECS an den Standorten Wiesbaden, Mainz und Hünfeld betrieben.
Es sind 3 Dell EMC ECS 400 für den Betrieb des Landes Hessen an den 3 Standorten Wiesbaden, Mainz und Hünfeld im Einsatz. Diese replizieren untereinander in verschiedenen Replikationsketten. Das muss auch zukünftig möglich sein.
Weiterhin sind 2 Dell EMC ECS 400 für den Betrieb der Polizei Hessen an den beiden Standorten Wiesbaden und Mainz im Einsatz. Diese replizieren untereinander.
Die betriebenen Geräte replizieren für verschiedene Kunden in unterschiedlichen Replikationsketten.
Die auf die ECS-Systeme zugreifenden Verfahren nutzen unterschiedliche Schnitt-stellen um auf die CAS Systeme zuzugreifen.
Die technischen Spezifikationen der einzelnen Verfahren sind wie folgt:
a. SAP: Archivlink Versionen 0045 und 0046 bei
• SAP_BASIS, 750, 0016, SAPK-75016INSAPBASIS
• SAP_BASIS, 750, 0017, SAPK-75017INSAPBASIS
b. DOMEA: LEA 9.7.1 / DOMEA 4.5 / IXOSLink oder neuer
c. DMS 4.0: OpenText Archive Center 16.2
d. EB/FI/OM/PS: Beta Systems: Beta UX Archive System v4.4.1
e. GDA: JNI v3.4.757
f. GDA TH: GDA v5.4.0.1
g. HYBRID: e-das e-VIS v10.2
h. EGB: SolumSTAR 2.23
i. Polizei: EBV/Webservice
Kapazitäten und erwartete Kapazitätsentwicklung
Land
Die Nutzbare Gesamtkapazität (Land) von ca. 1200 TB (brutto) teilen sich wie folgt auf:
Hünfeld: 400 TB
Wiesbaden: 400 TB
Mainz: 400 TB
In diesen Mengen sind Kapazitätsgewinne durch Überbuchung oder Deduplizierung nicht berücksichtigt.
Die ECS-Systeme sind Stand 29.10.2021 zu maximal 21% belegt. Für die bestehenden Verfahren wird in der Regel ein moderates Wachstum von höchstens 20% im Jahr erwartet.
Auf Grund neuer Verfahren und Anfragen nach S3-Speicher kann es allerdings in Zukunft zu einem Sprungwachstum bis hin in den zweistelligen TB-Bereich pro Jahr kommen.
Polizei
Die Nutzbare Gesamtkapazität (Polizei) von ca. 800 TB (brutto) teilt sich wie folgt auf:
Wiesbaden: 400 TB
Mainz: 400 TB
In diesen Mengen sind Kapazitätsgewinne durch Überbuchung oder Deduplizierung nicht berücksichtigt.
Die ECS-Systeme sind Stand 29.10.2021 zu maximal 47% belegt. Für die bestehenden Verfahren wird in der Regel ein moderates Wachstum von höchstens 20% im Jahr erwartet.
Benötigte Geräte
Angeboten werden müssen zentrale Archivspeichergeräte, die mindestens 200 TB pro Gerät nutzbare Kapazität bereitstellen und auf mindestens 400 TB oder höher skalierbar sind. Über den Rahmenvertrag müssen nicht nur die derzeit aktuellen Geräte erwerbbar sein, sondern auch Nachfolgeprodukte der nächsten Jahre. Des Weiteren müssen über den Rahmenvertrag Erweiterungen der bestehenden Systeme erwerbbar sein.
Software
Im Regelfall wird Software nicht einzeln erworben werden, sondern bei der Beschaffung von Archivspeichersubsystemen. Sollte Software außerhalb der Beschaffung von Hardware benötigt werden z.B. zu Migrationszwecken, so muss diese ebenfalls über den späteren Rahmenvertrag beschafft werden können.
Verschlüsselung
Die Hardwaresysteme müssen eine BSI konforme, transparente Verschlüsselung der Daten "at Rest" anbieten.
Es sollen BSI-konforme Verschlüsselungs-Lösungen der Kommunikation auf IP- oder FC-Protokoll-Ebene angeboten werden.
Media Retention
Die angebotenen Archiv-Systeme müssen über eine BSI-konforme Verschlüsselung der Daten auf den Festplatten verfügen. Defekte Festplatten müssen in der HZD bzw. am Standort verbleiben.
Instandhaltung der Hardware, Pflege der Software und Support
Wartung und Support müssen sich auf Hardware und Software erstrecken. Gegenstand der Wartung sind darüber hinaus auch logische Fehler, die nicht eindeutig einem einzelnen Gerät zuzuordnen sind.
Der Support für alle angebotenen Systeme muss leicht erreichbar und gut verfügbar sein. Daher muss der Auftragnehmer zwingend ein webbasiertes Ticketsystem zur Verfügung stellen, auf das den entsprechenden Mitarbeitern der HZD Zugriff ermöglicht werden muss.
Die Eskalations-Prozeduren für die Leistung Support müssen detailliert in einem zusätzlichen Dokument dargestellt und dem Angebot beigelegt werden.
Die Supportmitarbeiter müssen zu den Geschäftszeiten (Montag bis Donnerstag 8:00 bis 16:30 Uhr, Freitag 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr) der HZD in deutscher Sprache mit dem Auftraggeber kommunizieren können.
Wartung und Support müssen sich auf Hardware und Software erstrecken. Gegenstand der Wartung sind darüber hinaus auch logische Fehler, die nicht eindeutig einem einzelnen Gerät zuzuordnen sind.
Im Falle eines Lieferantenwechsels befinden sich die Archivsysteme über mehrere Jahre noch unter Wartung des Originallieferanten. Der Auftragnehmer muss Geräte, die aus der Originalwartung laufen, unter Wartung und Support nehmen.
Darüber hinaus muss der Auftragnehmer ab Zuschlagserteilung die Gesamtverantwortung für den Support bei Fehlern übernehmen, die sich über mehrere Alt- und/oder Neu-Systeme erstrecken und damit nicht zweifelsfrei auf ein einzelnes System zu begrenzen sind. Falls der Auftragnehmer für diesen Support eine Gebühr pauschal erhebt, so ist diese im Preisblatt auszuweisen.
Die Kommunikation bei automatisierten Calls und bei Remote-Supportzugriffen muss den Datenschutzrichtlinien des Landes Hessen und den BSI-Grundschutzregeln entsprechen. Im Supportfall muss nachvollzogen oder gesteuert werden können, wer sich auf supportleistender Seite eingeloggt hat (z.B. durch automatisches Logging).
Migration
Der Auftragnehmer muss Unterstützung bei der Migration auf die neuen Archivsysteme anbieten. Die Verantwortung bezüglich der Konsistenz, Beständigkeit und Vollständigkeit der Datenbestände obliegt dem Auftragnehmer. Er hat dies sicherzustellen.
Dienstleistungen
Darüberhinausgehende Dienstleistungen wurden teilweise vom bisherigen Supportleister im Rahmen des Supports gestellt (Vor-Ort-Unterstützung bei Migrationen auf neuere Systeme oder die Durchführung von FW-Upgrades, Second und Third Level Support, Support bei übergreifenden Fehlern, Hinweis bzw. Information über neue Firmware-Stände der angeschlossenen Archivsysteme, Unterstützung bei der Architektur-Planung).
Der Auftragnehmer muss kenntlich machen, welche Dienstleistungen von ihm im Rahmen des Supports geleistet werden und somit schon eingepreist sind. Dies sollte insbesondere folgende Themen umfassen:
• Second und Third Level Support,
• Support bei übergreifenden Fehlern in der Replikationskette,
• Unterstützung bei der Installation von Firmware Ständen auf den Archivsystemen
Für Dienstleistungen, die nicht im allgemeinen Support enthalten sind, muss es möglich sein, Unterstützung stunden- oder tageweise einzukaufen. Dies umfasst insbesondere Unterstützung bei schwierigen technischen Aus- und Umbauarbeiten, Firmware Upgrades (soweit nicht bereits abgedeckt, vgl. oben), Beratung bei Architekturfragen, Unterstützung bei Änderungen der Konfiguration, Bereitschaftsdienste und ähnliche Aufgabenstellungen.
Hierfür sind Stundensätze für Dienstleistungen anzubieten nach folgendem Muster:
• Administrator (technischer Betrieb im Storage Umfeld (First- und Second-Level-Support) Schwerpunkt Archivsysteme
Geforderte Erfahrungen:
- ITIL-zertifiziert
- mind. 1 Jahr Berufserfahrung als Administrator
• Consultant (technische Einsätze remote und vor Ort, Auskunft zu Konfigurationskompatibilitäten usw., Einweisung in Systeme)
Geforderte Erfahrungen:
- ITIL-zertifiziert
- mind. 3 Jahre Berufserfahrung als Consultant
- regelmäßige Teilnahme an Schulungen im Bereich Archivsysteme
- Zertifizierung durch den Hersteller
• Senior Consultant (Beratung und Unterstützung zu Design- und Architekturfragen, Unterstützung mit Expertenwissen bei komplexen Konfigurationsän-derungen und Ähnlichem, Beratung zu IP- und SVC-Kommunikation über mehrere Rechenzentrumsstandorte, Durchführung von vor-Ort Schulungen vorwiegend in der HZD, vereinzelt auch in anderen Dienststellen des Landes Hessen).
Geforderte Erfahrungen:
- ITIL-zertifiziert
- mind. 5 Jahre Berufserfahrung als (Senior) Consultant
- regelmäßige Teilnahme an Schulungen im Bereich Archivsysteme
- Zertifizierung durch den Hersteller
• Servicetechniker (Durchführung von Firmware-Upgrades, Aus- und Umbauten)
Geforderte Erfahrungen:
- mind. 1 Jahr Berufserfahrung als Servicetechniker
- regelmäßige Teilnahme an Produktschulungen des Herstellers
• Migrationsunterstützung (Projektleitung) (Beratung und Unterstützung zu Design- und Architekturfragen, Unterstützung mit Expertenwissen bei komplexen Konfigurationsänderungen und Ähnlichem, Beratung Archivsytem-Kommunikation über mehrere Rechenzentrumsstandorte, Durchführung von vor-Ort Schulungen vorwiegend in der HZD, vereinzelt auch in anderen Dienststellen des Landes Hessen und technische Projektleitung bei großen Migrationen)
Geforderte Erfahrungen:
- ITIL-zertifiziert
- mind. 5 Jahre Berufserfahrung als Senior Consultant
- mind. 2 Jahre Berufserfahrung als Projektleiter
- regelmäßige Teilnahme an Schulungen im Bereich Archivsysteme
- Zertifizierung durch den Hersteller
• Schulungskontingente zur Administration, Architektur etc. der angebotenen Systemlandschaften sowie zur Zertifizierung von HZD-Personal auf die angebotenen Systeme in einem Schulungszentrum/Schulungsräumen (nicht beim Auftraggeber).
Die Anforderungen im Detail sind der Leistungsbeschreibung - Los 3 zu entnehmen.