Beschreibung der Beschaffung
Gebäude 7
Auf dem Campus der Frankfurt University Of Applied Sciences (FRA-UAS) am Nibelungenplatz in Frankfurt/Main soll ein Ersatz-Neubau an der Stelle des bestehenden Gebäude 7 errichtet werden. Dieses wird für den Neubau abgerissen. An das Bestandsgebäude schließt direkt ein Verbindungsgang zu Gebäude 8 über drei Geschosse an, dieser wird ebenfalls abgerissen. Un-ter diesem befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage von Gebäude 4, diese soll erhalten bleiben.
Der Neubau ist klar und funktional mit einem dreibündigen Grundriss gegliedert. Der Grundriss basiert auf einem durchgängigen Konstruktionsraster.
In der Mitte befinden sich die zentralen Funktionen wie Treppenräume, Technikflächen, Sanitär-anlagen und weitere Nebenräume. Entlang dieser Mittelzone können die Nutzflächen sehr flexibel gestaltet werden. Pro Geschoss sind jeweils zwei schmale und breite Raumbereiche angeordnet. In den tiefen Bereichen befinden sich die Werkstätten, Labore, Seminarräume und der Hörsaal, demgegenüber befinden sich in den schmalen Bereichen die dazugehörigen Büros und Bespre-chungsräume.
Das Gebäude wird im Erdgeschoss vom Campus aus erschlossen. Ein Foyer mit einer großzü-gigen Treppenanlage verbindet die Geschosse EG bis OG 2 miteinander und erschließt somit den Hörsaal auf dessen beiden Ebenen. Das Technikum als ein sehr wichtiger Raum des Ge-bäudes und des Fachbereiches wird im Erd- und Untergeschoss 1 an der Ecke Nibelungenallee und Kreutzerstraße repräsentativ mit einer schaufensterartigen Fassade gestaltet. Im Erdge-schoss und dem Untergeschoss 1 befinden sich außerdem die Werkstätten für Maschinenbau, Feinmechanik und Design, sowie die Labore für Verfahrenstechnik und Werkstoffkunde. Im Un-tergeschoss 2 befinden sich optische Labore, die kein Tageslicht benötigen. Außerdem sind hier Technik- und Nebenräume. Im Obergeschoss 5 befinden sich Technikflächen und somit kei-ne Aufenthaltsräume. Die Dachfläche über dem dritten Obergeschoss zwischen den Achsen F-H/6-8 ist begehbar und kann für Versuchsaufbauten genutzt werden. Auf der obersten Dachflä-che befinden sich PV-Anlagen, haustechnische Anlagen und eine Fläche mit einer extensiven Dachbegrünung.
Der Neubau hat eine BGF (R+S) von ca. 7.727 qm und eine NUF (R 1-7) von ca. 4.033 qm.
Der Neubau hat insgesamt 2 Untergeschosse, 5 Vollgeschosse und ein Technikgeschoss wel-ches kein Vollgeschoss ist. Der Neubau ist ca. 57,2 m lang und ca. 26,7 m breit, inklusive Licht-höfe im Untergeschoss 1. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Gebäude der Gebäudeklas-se 5 (h<22m). Es sind keine Aufenthaltsräume in mehr als 22 Meter Höhe vorhanden. Das 5. Obergeschoss wird rein als Technikgeschoss genutzt. Die Konstruktion und das Tragwerk als konventionelles sind als massives System aus Stahlbeton aus Ortbetonteilen geplant.
Tragende Wände und Stützen werden als Stahlbetonbauteile geplant, nichttragende Wände als Mauerwerk und / oder Systemständerwand. Die Deckenplatten werden als Flachdecken aus Stahlbeton geplant. Diese liegen auf tragenden Wänden und Stützen auf.
Die tragenden Wände und Decken des Obergeschoß 5, nur Technikräume, werden als Stahlkon-struktion geplant.
Die Fassadenflächen werden mit transparenten Elementen aus Glas und Blechkassetten in den geschlossenen Fassadenbereichen bekleidet. Durch horizontale filigrane Bänder aus Aluminium und vertikale Fugen der Blechkassetten werden die Fassadenflächen gegliedert. Die Anordnung der Fenster in der Fassade verspringt zwischen den Etagen. Oberhalb der Fensterelemente wird eine zurückversetzte Blende aus eloxierten Aluminium angeordnet. Hinter dieser Blende ist der außenliegende Sonnenschutz angeordnet.
Umnutzung Hungener Straße 6, Bauteil C
Die Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS) hat das Bauteil C der Hungener Straße 6 als Ausweichgebäude angemietet, um dieses Gebäude aus Ausweichgebäude zu Nutzen für den Zeitraum in dem zwei Bestandsgebäude der FUAS durch Neubauten ersetzt werden. In dem Ge-bäude werden in erster Linie werkstattähnliche Nutzungen mit den dazugehörenden Büroräumen untergebracht.
Die Liegenschaft umfasst 8.763 qm. Es liegt in ca. 500 Meter Entfernung nordöstlich vom Cam-pus der Frankfurt University of Applied Sciences, im Stadtteil Frankfurt Nordend. Auf dem Grundstück befinden sich drei Baukörper: Das Hochhaus, Bauteil A mit 14 Geschossen, das fünfgeschossige Bauteil B mit Tiefgarage und das Bauteil C. Das Bauteil C, ursprünglich als Lager- und Betriebshalle in den 70er Jahren genehmigt, wurde abschnittsweise im Laufe der Jah-re umgenutzt, so dass im heutigen Zustand unterschiedliche Nutzungen genehmigt sind, wie z.B. Seminarräume, Ausstellungsfläche, Kantine, Versammlungsstätte einer Kirchengemeinde, Werk-stätten, Büros und Lagerflächen.
Das Bauteil C ist ein Baukörper mit drei oberirdischen Vollgeschossen, einem Untergeschoss als Vollgeschoss und einem Staffelgeschoss mit Flachdach. Der Baukörper ist 56 Meter lang und 26 Meter breit. Ein Vollgeschoss hat eine BGF von ca. 1457m². Das von der Fassadenkante zurückspringende Staffelgeschoss hat eine BGF von ca. 237 m² BGF.
Das Gebäude besteht aus einer Stahlbeton Tragkonstruktion mit Stützen, Unterzügen und De-cken aus Stahlbeton. Die innenliegenden Wände und Fassadenbereiche sind aus Beton, Mauer-werk und Leichtbauwänden hergestellt und dienen zum Teil der Gebäudeaussteifung. Die lichte Raumhöhe in den Geschossen, inklusive Untergeschoss, beträgt in Räumen ohne Abhangdecke im Bereich der Deckenfelder ca. 3,15 Meter, unterhalb der Unterzüge ca. 2,80 Meter. Bei Räu-men mit Abhangdecken beträgt die lichte Raumhöhe ca. 2,65 Meter. Die Fassade des Gebäu-des wurde Mitte der 90er Jahre saniert. Hierbei wurde die Betonfassade mit einer wärmege-dämmten Blechfassade und Isolierglas Aluminiumfenstern ertüchtigt. Es wurde eine 10 cm star-ke, nicht brennbare mineralische Dämmung verbaut.
Um die erforderlichen Fluchtwege für die maximale Nutzerzahl von 527 Personen sicherzustellen, wird die vorhandene Außentreppenanlage an der Ostfassade um eine Etage aufgestockt, so dass aus dem 2. Obergeschoss ein zusätzlicher Ausgang an der Ostfassade geschaffen wird.
An der Westfassade werden im Erdgeschoss, 1. Obergeschoss und 2. Obergeschoss zusätzli-che Ausgänge mit einer neuen außenliegenden Treppenanlage erstellt. Im innenliegenden Be-standstreppenhaus wird ein 1 Meter breiter Bestanddurchgang auf mind. 1.20 Meter verbreitert.
Im Untergeschoss werden an der Südfassade 4 Ausgänge als Notausgänge ausgewiesen. Der Verbindungsgang im Staffelgeschoss zu Bauteil A wird nicht als Fluchtweg herangezogen.
Um die erforderlichen Brandschutzanforderungen zu erfüllen, werden zum Teil bestehende Wän-de und Türen durch Bauteile mit der geforderten Qualität ersetzt. Des Weiteren werden sicher-heitsrelevante Einrichtungen und Anforderungen, die sich aus der Klassifizierung als Versamm-lungsstätte der Gebäudeklasse 5 ergeben, wie z.B. RA im Treppenhaus, Trockensteigleitungen ergänzt oder wenn vorhanden auf den erforderlichen technischen Stand gebracht.
Im Bestand sind einige Räume mit Abhangdecken mit Einbauleuchten ausgestattet. Diese Ab-hangdecken werden -wenn möglich- erhalten. Räume, die bislang als Lagerraum genutzt waren, erhalten keine Abhangdecken. Wenn notwendig werden Akustik Deckensegel montiert, um die erforderlichen akustischen Anforderungen an die Nutzung zu erfüllen.
Der vorhandene Personenaufzug wird gemäß den im barrierefrei Konzept beschriebenen Anfor-derungen ertüchtigt.
Räume, die bislang nicht mit einer Lüftungsanlage ausgestattet waren, jedoch aufgrund der Raumtiefe und / oder der Nutzeranzahl nicht ausreichend über die öffenbaren Fenster belüftet werden können, erhalten eine mechanische Belüftung. Diese wird als dezentrale Anlage im Raum unter der Decke montiert, oder als Kompaktgerät im Raum aufgestellt.
Im Rahmen der Umnutzung werden in der bestehenden Fassade lediglich Zuluft- und Abluftöff-nungen für die dezentralen Lüftungsgeräte ergänzt. Des Weiteren wird im Untergeschoss an der Südfassade zwischen der Achse 5 und 6 eine ungedämmte metallblech Fenster- und Türanlage durch eine mit Isolierverglasung ausgestattete Fenster- und Türanlage ersetzt. In diesem Zuge wird auch die Fluchttürbreite auf ein lichtes öffnungsmaß von 1,20 Meter vergrößert. Das Sys-tem der bestehenden Fassade wird nicht verändert. In Bereichen in denen Bildschirmarbeitsplät-ze angeordnet werden, werden innenliegende Blendschutz Rollos ergänzt. Dieser Blendschutz wird über eine Kugelkette manuell betätigt.