Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen dieses Projektes mit dem Projektnamen "Digitalisierung des Datentransportnetzwerks und der
Fahrgaststromerfassung DigiDaFa" soll das vorhandene Netzwerk gegen ein IP basiertes Netzwerk abgelöst werden. Auf
Basis des neuen Netzwerkes sollen Systemkomponenten aufgebaut werden, mit denen die Sicherheit und die Servicequalität
für die Fahrgäste an den Haltepunkten erhöht werden kann und zusätzlich Verfahren zur Fahrgaststromerfassung umgesetzt
werden können. Wesentliche Bausteine dazu sind neue digitale Videokameras und neue NIS. Im Zuge dieser Maßnahme soll
der Ausbaustand der Kameras und der NIS auf nahezu allen Haltepunkten ausgeweitet werden. Da die
vorhandene Systemtechnik nicht modular ersetzt werden kann, muss der zuvor beschriebene GMA Manager ebenfalls
erneuert werden. Ein wesentliches Ziel dieser Erneuerung ist, dass die neue Technik modular aufgebaut ist und die Hard- und
Softwarekomponenten über offene Schnittstellen verfügen, sodass Abhängigkeiten zwischen Systemkomponenten einzelner
Hersteller vermieden werden.
Die Umsetzung dieses Projektes erfolgt in mehreren Baustufen und die Vergabe der jeweiligen Baustufen erfolgt in mehreren
Losen. Somit können Leistungen von mehreren Bietern angeboten werden. Gleichzeitig kann aber auch ein Bieter mehrere
Lose anbieten. In dieser Ausschreibung werden die Leistungen für die Baustufe 1 ausgeschrieben. Die
Leistungsbestandteile der Baustufe 1 sind die Basis für die weiteren Baustufen, da dazu das neue Netzwerk aufgebaut wird
und das vorhandene Backoffice-System, der GMA-Manager, gegen ein modulares Backoffice-System, bestehend aus einem
Physical Security Information-Managementsystem (PSIM), einen Videomanagementsystem (VMS) und einen Intercom-System
(ICS) ersetzt werden.
Neben der Lieferung dieser zentralen Softwaremodule müssen diese auf die Anforderungen an die Arbeitsabläufe der SWBV
angepasst werden. Dazu wurden Use-Cases spezifiziert. Darüber hinaus muss
das neue Back-Office-System mit vorhandenen IT-Systemen integriert werden, sodass ein
Datenaustausch mit diesen Systemen gewährleistet ist. Die zum Betrieb dieser Software erforderliche Hardware (Server- und
Clienthardware) muss ebenfalls aufgebaut werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass die neu aufgebaute Hardware mit der
vorhandenen KVMA-Matrix zusammenarbeiten kann. Gleichzeitzeitig wird im Rahmen der Baustufe 1 ein Großteil der
vorhandenen Videokameras und der NIS ersetzt, die aktuell vorwiegend in den unterirdischen Haltepunkten installiert sind.
Dazu wird die Anzahl der Videokameras so weit ausgebaut, dass in allen unterirdischen Haltepunkten eine nahezu
lückenlose Videoausleuchtung Beobachtung nach dem "DIN EN62676-4 Kriterium ERKENNEN" möglich
ist. An den 12 unterirdischen Haltepunkten sollen dazu 528 Kameras installiert werden. Auf 54 dieser Kameras muss eine
Software vorhanden sein, mit der unautorisierte Zutritte in SWBV Betriebsbereiche
erkannt werden. Zusätzlich sollen auf bestimmten Kameras, die im Bereich von
Treppenzugängen und vor Aufzügen installiert werden, eine Software installiert werden, mit der
Personenzählungen durchgeführt werden können.
Gegenstand der hiesigen Bekanntmachung ist die Vergabe des Loses 1 für die erste Baustufe:
Beschafft werden Lieferleistungen und Dienstleistungen für die zentrale Technik (Backoffice-System bestehend aus PSIM,
VMS und ICS), die Videotechnik, die Aufzugsnotruftechnik, die
elektrotechnischen Einbauten für die NIS inklusive der erforderlichen Verkabelungsarbeiten und Kleinteilen, wie Gehäuse,
Überspannungsschutz, LED-Scheinwerfer, Konverter, etc.
Nach Beauftragung müssen die ausgeschriebenen Leistungen innerhalb von 12 Monaten umgesetzt werden.