Beschreibung der Beschaffung
Das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen, beabsichtigt zum bestehenden Landtagsgebäude einen Erweiterungsneubau mit baulicher Verbindung zum Bestand zu errichten. In den nächsten Jahren stehen weiterhin umfangreiche Bauherrn- und Steuerungsaufgaben zur Realisierung des Erweiterungsneubaus an. Diese kann das kleine Projektteam der Landtagsverwaltung nicht allein leisten. Daher muss die Landtagsverwaltung durch einen professionellen Tragwerksplaner/-in unterstützt werden.
Die Ausschreibung umfasst die Fachplanung Tragwerk inklusive der Objekt- und Tragwerksplanung Baugrube.
Grundsätzliche Leistungen des Auftragnehmers/der Auftrag-nehmerin, die in allen Phasen zu erbringen sind
- Sämtliche Zeichnungen müssen einen Plankopf mit Bezeichnung des Projektes, des Bauherren, des Planverfassers/der Planverfasserin, Erstelldatum, Planindex, Nordpfeil, EG Bezugshöhe = 0.00 m mit Bezugshöhe zum öffentlich festgelegten Höhenbezugssystem z. B. ü NN/ü. NHN), Maßstab und projektspezifischer Plancodierung, sowie Bezug auf den verwendeten Referenzplan der anderen beteiligten Fachplaner/-innen enthalten. Zeichnungen ohne Plankopf werden aus-schließlich als Arbeitsblätter zur schnellen Abstimmung akzeptiert und sind nicht Bestandteil des Planungsstandes.
- Integration der Ergebnisse der Leistungen anderer an der Planung fachlich Beteiligter in die Planung des Auftragnehmers/der Auftragnehmerin (im folgendem "AN") sofern diese planungs-technische Relevanz für den/die AN besitzen. Der/Die AN hat als Tragwerksplaner/-in bei der Planung und Ausführung die Optimierung der technischen Nachrüstbarkeit, der Baukosten und der Bauzeit durchzuführen sowie die wirtschaftliche und sachgemäße Verwendung von Baustoffen zu berücksichtigen.
- Vorstellung und Erläuterung der Planungsergebnisse zum Ab-schluss der beauftragten Leistungsphasen mit den Vertreterinnen und Vertretern des Auftraggebers.
- Vorlage schriftlicher Empfehlungen zur weiteren Vorgehens-weise jeweils zum Abschluss der beauftragten Leistungsphasen.
- Mitwirkung bei der Abstimmung mit den Nachbarn in statischen Belangen - insbesondere der Baugruben- und Verbau-arbeiten sowie der Gründung.
Planungsinhalte
- Anwendungsbereich gemäß §49 HOAI einschließlich ggf.
er-forderlicher Hilfskonstruktionen außer Arbeitsrüstungen, so-fern statische Nachweise erforderlich sind.
- Alle statisch relevanten Bauteile, wie z. B. Tief- und Flach-gründungen, Decken, Stütze, tragende Wände, Unterkonstruk-tionen/Fundamente der Lüftungszentralen, Wendeltreppen, Geländer, Glasdächer, etc..
- WU-Beton, Arbeitsfugen, Massenbetonbauteile.
- Bauvorbereitende Maßnahmen im Zuge der Umfeldanalyse insbesondere Erkundungen.
- Berücksichtigung von Leitungsumverlegungsarbeiten, sofern für Tragwerk, Baugrube und Gründung relevant und nicht bereits im Zuge der vorgezogenen Baufeldfreimachung erfolgt.
- Wasserhaltungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Baugrube und Rohbau bis zur Auftriebssicherheit.
- Baugruben- und Verbauarbeiten mit Berücksichtigung Dekon-tamination sofern für Tragwerk, Baugrube und Gründung relevant.
- Anforderungen an ggf. erforderliche Wasserhaltung und Auftriebs-sicherung im Bau- und Endzustand mit Berücksichtigung Grund-wasserreinigung sofern für Tragwerk, Baugrube und Gründung relevant (ohne Geotechnik).
Voraussetzung für die Eignung des gesuchten Unternehmens ist u.a.:
- Das Unternehmen kann in den letzten 3 Jahren einen Umsatz von
mindestens 2.700.000 EUR/brutto pro Geschäftsjahr im für die
ausgeschriebene Leistung vorgesehenen Geschäftsbereich nachweisen.
- Das Unternehmen kann pro Jahr mindestens 15 festangestellte
Mitarbeitende mit der Qualifikation bzw. dem Ausbildungsabschluss
"Ingenieur, Architekt oder Master of Science" nachweisen (s. hierzu die Eignungsdokumente sowie die Checkliste S1).
- Das Unternehmen ist mit den geforderten Mindestdeckungssummen
versichert und kann dies nachweisen oder gibt eine schriftliche
Verpflichtungserklärung ab.