Beschreibung der Beschaffung
Der Auftragnehmer nimmt insbesondere folgende Leistungen wahr:
1. Baustein: Information Beratung und Qualifizierung von Kultureinrichtungen, kommunalen Kulturverwaltungen und Landesverbänden
Zeitraum: ab Auftragserteilung bis April 2024
Die Beratung und Qualifizierung im Bereich transkulturelle Diversitätsentwicklung von Kultureinrichtungen, kommunalen Kulturverwaltungen und Landesverbänden aus dem Feld Kultur gehört zu den Kernaufgaben der Fachstelle.
2. Baustein: Begleitung der neuen Förderprogramme "Neue Normalität" und "Diversitätsfonds NRW"
Zeitraum: ab Auftragserteilung bis April 2024
Mit dem Programm "Neue Normalität - Diversitätsentwicklung in Kultureinrichtungen" wird die Entwicklung, Erweiterung und Erprobung von Konzepten zur diversitätssensiblen Öffnung von Kultureinrichtungen gefördert. Ziel ist es, Barrieren und Benachteiligungen für unterrepräsentierte Gruppen im Kulturbetrieb (z.B. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Menschen mit Behinderung, BIPoC (Black, Indigenous, People of Color), ältere Menschen oder LSBTIQ*) abzubauen und neue Zugänge zu schaffen. In den Einrichtungen sollen strukturelle und nachhaltige Veränderungsprozesse angestoßen werden, die gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe ermöglichen.
Leistungsbaustein 2 umfasst die Betreuung des Förderprogramms "Neue Normalität" als Programmbüro. Als solches begleitet der Auftragnehmer die verschiedenen Phasen eines Förderzyklus (Antragsstellung, Auftakt, Durchführung, Evaluation). Das Förderprogramm "Neue Normalität" wird aktuell alle zwei Jahre ausgeschrieben. Die erste Ausschreibung erfolgte im Jahr 2021 für eine Förderung in den Jahren 2022 und 2023. In der ersten Förderrunde wurden 12 Projekte von einer externen Jury zur Förderung ausgewählt.
Die Aufgaben des Programmbüros gliedern sich in zwei Leistungsbausteine, die jeweils für eine Förderrunde des Programms (2022/2023 und voraussichtlich 2024/2025) stehen. Da die erste Förderrunde (2022/2023) des Programms sich zum Zeitpunkt der Vertragsschließung bereits in der Durchführungsphase befindet, steigt der Auftragnehmer erst zu diesem Zeitpunkt in den Förderzyklus ein. In der darauffolgenden Förderrunde (voraussichtlich 2024/2025) soll der Anbieter dann zunächst die Vorbereitungs-/Antragsphase sowie die Organisation eines Auftaktworkshops übernehmen. Bei Verlängerung des Vertrages von Mai 2024 - Dezember 2025 übernimmt der Auftragnehmer auch die Aufgaben der restlichen Phasen des zweiten Förderzyklus (Durchführungsphase, Evaluationsphase) sowie die Vorbereitungs- und Antragsphase eines eventuellen dritten Förderzyklus (voraussichtlich 2026/2027), die ab Frühling 2025 anstünden. Die Wahrnehmung der Aufgaben im Rahmen eines dritten Förderzyklus sind abhängig von der Bereitstellung der benötigten Finanzmittel für das Förderprogramm im Landeshaushalt.
Neben den Aufgaben als Programmbüro des Förderprogramms "Neue Normalität" umfasst dieser Baustein auch Unterstützungsleistungen im Rahmen des Förderprogramms "Diversitätsfonds NRW".
3. Baustein: Organisation eines Fachkongresses "Diversität und Teilhabe" (voraussichtliche Termine: Ende 2022 und 2024)
Zeitraum: ab Auftragserteilung bis April 2024
Das Ziel der beiden Fachkongresse ist einerseits, Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts "Diversität und Teilhabe in Kunst und Kultur" des Landes Nordrhein-Westfalen zu identifizieren und andererseits Impulse zur Stärkung der Themen Diversität und Teilhabe an Akteurinnen/Akteure aus Kunst und Kultur weiterzugeben. Dazu soll der Kongress sowohl fachlichen Austausch und Best-Practice-Transfer ermöglichen, als auch Fachwissen von Expertinnen und Experten präsentieren.
Sofern es die pandemische Situation erlaubt, sollten die Kongresse als analoge Veranstaltung, mit digitalen Elementen stattfinden. Das zentrale Podium sollte auch digital im Internet gestreamt werden und 1-2 Workshops sollten digital stattfinden. Der Fokus der Veranstaltung liegt jedoch auf der analogen Durchführung. Die Kongresse müssen kurzfristig auch in einem digitalen Format umsetzbar sein, sofern die pandemische Situation dies nötig macht.
Die Erbringung folgender Leistungen sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung, sondern erfolgen durch Nach-/Unterauftragnehmer und sind dem Auftraggeber separat in Rechnung zu stellen (geschätztes Kostenvolumen: ca. 40.000 EUR):
- Räumlichkeiten Tagungsstätte
- Anmietung der Veranstaltungstechnik
- Bereitstellung des Caterings für Teilnehmende
- Honorare für Keynote-Speakerinnen/Keynote-Speaker Podiumsteilnehmende, Referentinnen/Referenten und Moderatorinnen/ Moderatoren
- Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit
- Technische Betreuung der digitalen Tools
Aufgabe des Auftragnehmers dieser Ausschreibung ist jedoch in vergaberechtlicher Abstimmung mit dem Auftraggeber (gem. § 10 des Vertragsentwurfs) die Auswahl und Beauftragung der Nach-/Unterauftragnehmer sowie die Überwachung von deren Leistungserbringung.
Der jeweilige Unterauftrag wird vom Auftragnehmer in seinem Namen erteilt, die Rechnungstellung erfolgt an den Auftraggeber. Der Auftragnehmer überwacht die Leistungserbringung des Nach-/Unterauftragnehmers und übermittelt nach Abschluss des Auftrags sämtliche Vergabeunterlagen im Original dem Auftraggeber.
Nähere Einzelheiten sind in der Leistungsbeschreibung dargestellt.