Kurze Beschreibung
Die Sporthalle wurde als für das Gemeinschaftsleben wichtige und unverzichtbare Infrastruktureinrichtung im Jahr 1979 in Betrieb genommen. Sie befindet sich mitten im örtlichen Schul- und Sportzentrum sowie in zentraler Stadtgebietslage von Fridingen.
Die Sporthalle stellt für Fridingen aufgrund des Standorts und der baulichen Ausführung ein städtebaulich prägnantes Gebäude dar.
Als Unterzentrum für die Raumschaft Donau-Heuberg wird die Sporthalle nicht nur von vielen lokalen Vereinen mit einer hervorragenden und vielfältigen Jugendarbeit, sondern auch von zwei Schulen (einer Grund- und einer Gemeinschaftsschule) intensiv und ganzjährig genutzt.
Nach 40 Jahren im Betrieb weist die Halle aufgrund ihres Alters und der jahrzehntelangen Abnutzung teilweise funktionale Mängel und Missstände auf (u. a. undichtes Dach, maroder Hallenboden, unzureichende energetische Gebäudehülle, etc.)
Die umfassende Sanierung mit einer zeitgemäßen energetischen Ertüchtigung und Reduzierung des derzeit hohen Energieverbrauchs, sowie die Herstellung einer voll- umfänglichen Barrierefreiheit sind daher absolut notwendig geworden.
Die Stadt Fridingen hat das Architekturbüro BJW aus Zimmern ob Rottweil im Rahmen der LP 1 und 2 gem. § 34 HOAI beauftragt eine Studie zur Umsetzbarkeit des Vorhabens zu erarbeiten.
Die Ergebnisse der Vorplanung werden/wurden herangezogen:
- zur Ermittlung des Umfangs der erforderlichen Massnahmen
- zur Erstellung einer Kostenschätzung
- zur Erstellung einer Rahmenterminplanung
- zur Vorbereitung der Erstellung von Förderanträgen
- zur Entscheidung, ob und in welchem Umfang die Vergabe von Planungsleistungen gem. VgV oder UVgO zu erfolgen hat
- als planerische Grundlage für die weitere Projektbearbeitung ab LP 3 gem. § 34 HOAI
Auf dieser Grundlage hat sich die Stadt Fridingen auch zu einer Sanierung des Gebäudes, einschliesslich der Gebäudetechnik entschieden.
Geplante Bau- und Umbaumaßnahmen im Einzelnen:
- Wärme- und Feuchteschutz nach ENEV 2020 und DIN im Sinne einer nachhaltigen Materialität und von minimiertem Energiebedarf.
- Rückbau des Flachdaches und der Dachoberlichter bis zur Tragschale und Erstellung
eines bituminösen Kompaktdaches nach GEG und Flachdachrichtlinien.
- Hochgedämmte Dachoberlichter mit Sonnenschutz außenseitig und Entrauchungsfunktion.
- Ersatz des unebenen Sportbodens:
Bodenplatte abdichten gegen Erdfeuchte, mit Wärmedämmschicht, Estrich, Sportbodenaufbau.
- hinterlüfteter Fassadenaufbau auf Betonaußenwänden: mit MF-Fassadendämmung, Lattung und Wandschalung aus heimischer Weißtanne.
- Dämmung/Abdichtung Fundamentsockel bis 30 cm über Erdreich.
- Austausch vorhandener Holzfenster, Ersatz durch wartungsfreie Holz-Alu-Fenster mit 3-fach-Verglasung.
- Erneuerung Haustechnik: Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Teilerneuerung der Wärmeversorgung ab Nahwärme.
- Barrierefreiheit nach DIN 18040-1.
- DIN- gerechte Aufzugsanlage.
- Herstellung DIN- gerechter Verkehrsflächen, Türbreiten, Handläufe, etc.
- Einbau taktiler Informationen.
- Techn. Anlagen zur optischen und akustischen Information.
- technische Ertüchtigung der Sporthalle/ Sport-und Zuschauerbetrieb.
- kraftabbauende Prallwände aus Weisstanne mit bündigen Geräteraumtoren.
- abgehängte Decken für geringe Nachhallzeit nach DIN.
- Einbau weiteren Fluchttüren.
- Ergänzung vorhandener Elektroanlagen, Brandmeldeanlage, LED-Beleuchtung