Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern
Die Auftraggeberin wählt anhand der erteilten Auskünfte unter den Bewerber:innen, die frist- sowie formgerecht einen Teilnahmeantrag eingereicht haben und die die unter Ziff. III.1) festgelegten Mindestanforderungen erfüllen, maximal 5 Bewerber:innen aus, die sie zur Verhandlung auffordert.
Die Auswahl erfolgt anhand der eingereichten Referenzprojekte, wobei jeweils die drei am besten mit den Anforderungen übereinstimmenden Referenznachweise bewertet werden.
Bei der Maßnahme handelt es sich um eine komplexe Aufgabenstellung. Um einen ausreichenden Teilnehmerkreis ansprechen zu können, wird der in § 46 Abs. 3 VgV vorgegebene Referenzzeitraum von höchstens 3 Jahren auf 5 Jahre erweitert.
Die eingereichten Referenzprojekte müssen innerhalb der vergangenen 5 Jahre (Stichtag 01.01.2017) mit dem von dem:der Auftraggeber:in oder per Eigenerklärung bestätigten erfolgreichen Abschluss der Leistungen erbracht worden sein. Sofern ein Projekt vor dem 01.01.2017 fertiggestellt wurde, scheidet es aus der Wertung aus.
Es werden max. 3 Referenznachweise für eine Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung gewertet.
Aus den Erläuterungen zu den einzelnen Referenzen muss sich jeweils ergeben, dass der:die Bewerber:in Projekte zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung im Rahmen einer Quartiersentwicklung oder Erschließungsplanung in einer Größenordnung von mindestens 5 ha erbracht hat.
Bewertet werden die Referenzen jeweils in folgenden Kriterien:
• Größenordnung Quartiersentwicklung o. Erschließungsplanung von ab 3 ha (1 Pkt)
• Das Projekt umfasste eine Regenentwässerung mit Flächenspeicher (3 Pkt)
• Es wurden Baumrigolen umgesetzt (1 Pkt)
• Das Betriebs- und Entnahmekonzept für eine Regenwasser-Speicheranlage waren Bestandteil der Planungsleistungen (2 Pkt)
• Im Rahmen des Projekts erfolgte eine Regenwassereinleitung privater Flächen in öffentliche Flächen (2 Pkt)
• Im Rahmen des Projekts wurde eine hydraulische Nachweisprüfung (NA Modell) und Langzeitsimulation erbracht (2 Pkt)
• Die Planungsleistungen mithilfe der BIM-Methode erbracht (1 Pkt)
• Es wurden Leistungen der Disziplin Ingenieurbauwerke (§ 43 HOAI) erbracht (1 Pkt)
• Es wurden Leistungen der Disziplin Freianlagen in Zusammenarbeit mit landschaftsarchitektonischen Leistungen (§ 43 HOAI) erbracht (1 Pkt)
• Der:die Auftraggeber:in bestätigt das Projektvolumen und die Projekttermine (2 Pkt);
• Der:die Auftraggeber:in bestätigt Termineinhaltung und Budgeteinhaltung sowie die Fachkunde und Kooperationsbereitschaft des Projektteams (2 Pkt)
Insgesamt können mit den drei besten Referenzen zusammen maximal 54 Punkte erreicht werden. Näheres hierzu siehe entsprechender Auswahlbogen in den Vergabeunterlagen.
Die eingereichten Referenzprojekte werden anhand der vorgegebenen Kriterien geprüft. Die Referenznachweise müssen die dafür notwendigen Parameter der Referenzprojekte benennen. Zu jeder eingereichten Referenz soll das entsprechende Referenzformblatt (Bestandteil der Vergabeunterlagen) verwendet werden. Zusätzlich fügt der:die Bewerber:in eine selbst erstellte Projektbeschreibung als Anlage bei.
Im Falle der Bewerbung als Bietergemeinschaft bzw. mit Unterauftragnehmer:innen ist bei den einzureichenden Referenzprojekten der jeweilige Verfasser zu vermerken. Es können Referenzprojekte von jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft bzw. auch von möglichen Unterauftragnehmer:innen eingereicht werden.
Erfüllen mehrere Bewerber:innen an einem Teilnahmewettbewerb mit festgelegter Höchstzahl gemäß § 51 VgV gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl auch nach einer objektiven Auswahl entsprechend der zugrunde gelegten Eignungskriterien zu hoch, kann die Auswahl unter den verbleibenden Bewerber:innen durch Los getroffen werden.