Beschreibung der Beschaffung
In den beiden Bestandstunneln "Forst" und "Hirsau" sollen im Zuge der
Wiederinbetriebnahme des Streckenabschnitts Weil der Stadt - Calw als Hermann-
Hesse-Bahn für die dort lebenden Fledermäuse eine Schutzeinrichtung gebaut
werden. Hierfür soll in den Tunneln eine durchgehende Abtrennung eingezogen
werden, um die "Bahnkammer" von einer zukünftigen "Fledermauskammer" räumlich abzutrennen. Diese Abtrennung erfolgt durch eine Stahlkonstruktion mit vollflächiger Ausfachung durch Aluminium-Elemente, wie sie bei Lärmschutzwand-Konstruktionen üblich sind. Die Abtrennung der Bahnkammer von der Fledermauskammer soll mit praxiserprobten Konstruktionen erfolgen, die sowohl für einen Einsatz im Bahnbereich zugelassen sind, als auch preisgünstig auf die Erfordernisse der Kammerausführung angepasst werden können.
Die Innenschale des Tunnels Forst besteht aus Buntsandsteinmauerwerk mit mehr
oder weniger vorhandener Verfugung. Bereichsweise finden sich Reparaturstellen mit
Ziegelmauerwerk oder Spritzbeton. Die Blöcke verspringen an den Fugen in der Höhe,
um die Tunnellängsneigung von ca. 1% zu erreichen. Der Grabenbruchbereich ist bei
der Tunnelschale derzeit nicht auffällig, wird aber vor Einbau der Trennwand saniert
und verstärkt.
Die Innenschale des Tunnels Hirsau besteht ebenfalls aus Buntsandsteinmauerwerk
mit mehr oder weniger vorhandener Verfugung. Gegenüber dem Tunnel Forst
überwiegen allgemein Absandungen der Steine. Stellenweise finden sich
Reparaturstellen mit Ziegelmauerwerk oder Spritzbeton. Der Tunnel besitzt mit ca. 1,5
- 1,7 % eine größere Längsneigung als der Tunnel Forst, die Blockfugen sind aber
planmäßig ohne Versprünge hergestellt. Unmittelbar vor dem östlichen Tunnelportal
des Tunnels Forst ist der Querschnitt des Einschnitts durch eine ca. 29 m lange Nische
auf der bahnrechten Seite um ca. 3 m aufgeweitet. In dieser Nische befinden sich ein
Pumpenhaus der Gemeinde Althengstett, dessen Rückseite der Sicherung der
Einschnittsböschung dient, sowie ein nicht verkehrssicherer Treppenzugang von der
am Böschungskopf befindlichen Landesstraße 183.
Die Sanierung der beiden Tunnel ist bereits abgeschlossen und somit nicht
Gegenstand der hier beschriebenen Maßnahme.
Aushub ca. 2.600 m³
Fundamente herstellen ca. 860 m³
Mikropfähle ca. 320 St
Wiederauffüllung ca. 1.650 m³
Stahlbau ca. 1.350 t
Lärmschutzelemente ca. 12.000 m²
Trapezblecheindeckung ca. 2.000 m²
Übernetzung offene Einhausung ca. 4.500 m²