Ziel des Vergabeverfahrens ist die Vergabe der restauratorischen Voruntersuchungen auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses für Räume des Stadtschlosses Wiesbaden. Die Vergabe erfolgt auf Basis des Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach VgV § 17. Die Ergebnisse der restauratorischen Voruntersuchungen werden die Grundlage für ein zu erstellendes Sanierungskonzept bilden. Die dazu erforderliche Planungsleistung Objektplanung Gebäude mit RestauratorIn wurde in einem separaten Vergabeverfahren veröffentlicht. Das ehemals herzogliche Schloss in Wiesbaden wird als Dienstgebäude des Hessischen Landtags genutzt. Das denkmalgeschützte Gebäude, erbaut im Jahr 1841, wird in einem ersten Bauabschnitt bereits von Hausschwamm saniert und brandschutzmäßig ertüchtigt. Das Dachgeschoss wurde inkl. Konstruktion überwiegend erneuert. Fortführung s. "Anlage zur Bekanntmachung II.1.4 Beschreibung der Beschaffung_220214.pdf"
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2022-03-21.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2022-02-16.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2022-02-16) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen im Bereich Denkmalschutz
Referenznummer: VG-0455-2022-0192
Kurze Beschreibung:
Ziel des Vergabeverfahrens ist die Vergabe der restauratorischen Voruntersuchungen auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses für Räume des Stadtschlosses Wiesbaden. Die Vergabe erfolgt auf Basis des Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach VgV § 17.
Die Ergebnisse der restauratorischen Voruntersuchungen werden die Grundlage für ein zu erstellendes Sanierungskonzept bilden. Die dazu erforderliche Planungsleistung Objektplanung Gebäude mit RestauratorIn wurde in einem separaten Vergabeverfahren veröffentlicht.
Das ehemals herzogliche Schloss in Wiesbaden wird als Dienstgebäude des Hessischen Landtags genutzt.
Das denkmalgeschützte Gebäude, erbaut im Jahr 1841, wird in einem ersten Bauabschnitt bereits von Hausschwamm saniert und brandschutzmäßig ertüchtigt. Das Dachgeschoss wurde inkl. Konstruktion überwiegend erneuert.
Fortführung s. "Anlage zur Bekanntmachung II.1.4 Beschreibung der Beschaffung_220214.pdf"
Ziel des Vergabeverfahrens ist die Vergabe der restauratorischen Voruntersuchungen auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses für Räume des Stadtschlosses Wiesbaden. Die Vergabe erfolgt auf Basis des Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach VgV § 17.
Die Ergebnisse der restauratorischen Voruntersuchungen werden die Grundlage für ein zu erstellendes Sanierungskonzept bilden. Die dazu erforderliche Planungsleistung Objektplanung Gebäude mit RestauratorIn wurde in einem separaten Vergabeverfahren veröffentlicht.
Das ehemals herzogliche Schloss in Wiesbaden wird als Dienstgebäude des Hessischen Landtags genutzt.
Das denkmalgeschützte Gebäude, erbaut im Jahr 1841, wird in einem ersten Bauabschnitt bereits von Hausschwamm saniert und brandschutzmäßig ertüchtigt. Das Dachgeschoss wurde inkl. Konstruktion überwiegend erneuert.
Fortführung s. "Anlage zur Bekanntmachung II.1.4 Beschreibung der Beschaffung_220214.pdf"
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen im Bereich Denkmalschutz📦
Zusätzlicher CPV-Code: Maßnahmen zur Erhaltung von historischen Gebäuden📦 Ort der Leistung
NUTS-Region: Hessen
🏙️
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Referenz Daten
Absendedatum: 2022-02-16 📅
Einreichungsfrist: 2022-03-21 📅
Veröffentlichungsdatum: 2022-02-21 📅
Datum des Beginns: 2022-05-02 📅
Datum des Endes: 2022-10-31 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2022/S 036-093254
ABl. S-Ausgabe: 36
Zusätzliche Informationen
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
Zur Abgabe der notwendigen Eigenerklärungen sind zwingend die vorgegebenen
Vordrucke zu verwenden.
Als vorläufigen Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
akzeptiert der öffentliche Auftraggeber auch die Vorlage einer Einheitlichen
Europäischen Eigenerklärung (EEE).
Die ausgefüllten Unterlagen sind wie folgt einzureichen:
1. Die Teilnahmeanträge sind frist- und formgerecht ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Hessen (http://vergabe.hessen.de) zu übermitteln. Es genügt die Textform nach § 126b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt.
2. Eingereichte Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nur auf Anforderung zurückgegeben.
3. Im Falle von Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihen durch andere Unternehmen (gem. § 47 VgV) und Unterauftragnehmern (gem. § 36 VgV) sind die Formblätter "Bewerbungsbogen" inkl. der geforderten Anlagen und Nachweise von jedem Unternehmen einzeln einzureichen (EU 734).
4. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist mit dem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung der Bewerbergemeinschaft einzureichen (EU 740).
5. Im Falle von Unternehmen nach § 47 VgV (Eignungsleihe) und/oder im Falle von Unternehmen nach § 36 VgV (Unterauftragnehmer) ist mit dem Teilnahmeantrag Art und Umfang der Teilleistungen zu benennen, für welche sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmen bedienen wird (EU 741). Weiterhin ist eine Verpflichtungserklärung der anderen Unternehmen nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen (EU 742).
6. Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als Zentrale Vergabestelle im Sinne des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung, ist bei europaweiten Ausschreibungen seit 18. April 2017 zur elektronischen Kommunikation verpflichtet.
Dies bedeutet insbesondere, dass Angebote in offenen Verfahren, nicht offenen
Verfahren oder in Verhandlungsverfahren nur elektronisch in Textform über die
Vergabeplattform des Landes Hessen eingereicht werden können.
Eine Angebotsabgabe per E-Mail entspricht diesen Anforderungen nicht!
Angebote, die nicht elektronisch in Textform über die elektronische Vergabeplattform des Landes Hessen abgegeben werden, müssen vom Verfahren ausgeschlossen und dürfen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden. Interessenten, die an Verfahren im Bereich oberhalb der EUSchwellenwerte teilnehmen wollen, registrieren sich bitte auf der Vergabeplattform Hessen. Dort können Sie sich die Vergabeunterlagen zur
Ansicht in Ihren persönlichen Bereich herunterladen. Zur Angebotsabgabe
müssen Sie die Vergabeunterlagen im Bietercockpit öffnen, dort bearbeiten
und so das erstellte Angebot über das Bietercockpit digital abgeben.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
Zur Abgabe der notwendigen Eigenerklärungen sind zwingend die vorgegebenen
Vordrucke zu verwenden.
Als vorläufigen Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
akzeptiert der öffentliche Auftraggeber auch die Vorlage einer Einheitlichen
Europäischen Eigenerklärung (EEE).
Die ausgefüllten Unterlagen sind wie folgt einzureichen:
1. Die Teilnahmeanträge sind frist- und formgerecht ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Hessen (http://vergabe.hessen.de) zu übermitteln. Es genügt die Textform nach § 126b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt.
2. Eingereichte Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nur auf Anforderung zurückgegeben.
3. Im Falle von Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihen durch andere Unternehmen (gem. § 47 VgV) und Unterauftragnehmern (gem. § 36 VgV) sind die Formblätter "Bewerbungsbogen" inkl. der geforderten Anlagen und Nachweise von jedem Unternehmen einzeln einzureichen (EU 734).
4. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist mit dem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung der Bewerbergemeinschaft einzureichen (EU 740).
5. Im Falle von Unternehmen nach § 47 VgV (Eignungsleihe) und/oder im Falle von Unternehmen nach § 36 VgV (Unterauftragnehmer) ist mit dem Teilnahmeantrag Art und Umfang der Teilleistungen zu benennen, für welche sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmen bedienen wird (EU 741). Weiterhin ist eine Verpflichtungserklärung der anderen Unternehmen nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen (EU 742).
6. Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als Zentrale Vergabestelle im Sinne des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung, ist bei europaweiten Ausschreibungen seit 18. April 2017 zur elektronischen Kommunikation verpflichtet.
Dies bedeutet insbesondere, dass Angebote in offenen Verfahren, nicht offenen
Verfahren oder in Verhandlungsverfahren nur elektronisch in Textform über die
Vergabeplattform des Landes Hessen eingereicht werden können.
Eine Angebotsabgabe per E-Mail entspricht diesen Anforderungen nicht!
Angebote, die nicht elektronisch in Textform über die elektronische Vergabeplattform des Landes Hessen abgegeben werden, müssen vom Verfahren ausgeschlossen und dürfen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden. Interessenten, die an Verfahren im Bereich oberhalb der EUSchwellenwerte teilnehmen wollen, registrieren sich bitte auf der Vergabeplattform Hessen. Dort können Sie sich die Vergabeunterlagen zur
Ansicht in Ihren persönlichen Bereich herunterladen. Zur Angebotsabgabe
müssen Sie die Vergabeunterlagen im Bietercockpit öffnen, dort bearbeiten
und so das erstellte Angebot über das Bietercockpit digital abgeben.
Objekt Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Ziel des Vergabeverfahrens ist die Vergabe der restauratorischen Voruntersuchungen auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses für Räume des Stadtschlosses Wiesbaden. Die Vergabe erfolgt auf Basis des Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach VgV § 17.
Ziel des Vergabeverfahrens ist die Vergabe der restauratorischen Voruntersuchungen auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses für Räume des Stadtschlosses Wiesbaden. Die Vergabe erfolgt auf Basis des Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach VgV § 17.
Die Ergebnisse der restauratorischen Voruntersuchungen werden die Grundlage für ein zu erstellendes Sanierungskonzept bilden. Die dazu erforderliche Planungsleistung Objektplanung Gebäude mit RestauratorIn wurde in einem separaten Vergabeverfahren veröffentlicht.
Die Ergebnisse der restauratorischen Voruntersuchungen werden die Grundlage für ein zu erstellendes Sanierungskonzept bilden. Die dazu erforderliche Planungsleistung Objektplanung Gebäude mit RestauratorIn wurde in einem separaten Vergabeverfahren veröffentlicht.
Das ehemals herzogliche Schloss in Wiesbaden wird als Dienstgebäude des Hessischen Landtags genutzt.
Das denkmalgeschützte Gebäude, erbaut im Jahr 1841, wird in einem ersten Bauabschnitt bereits von Hausschwamm saniert und brandschutzmäßig ertüchtigt. Das Dachgeschoss wurde inkl. Konstruktion überwiegend erneuert.
Fortführung s. "Anlage zur Bekanntmachung II.1.4 Beschreibung der Beschaffung_220214.pdf"
Das Stadtschloss Wiesbaden wurde in den Jahren 1837-41 nach Plänen des Architekten Georg Moller (1784-1852) durch Hofbaumeister Richard Görz (1811-1880) erbaut.
Es gliedert sich als Eckgebäude in eine bestehende Straßenfront ein und signalisiert die zur Erbauungszeit politisch opportune Bürgernähe. Die entlang der Grundstücksgrenzen in einem stumpfen Winkel zueinander angeordneten Flügel des klassizistischen Schlosses treffen in einem zylindrischen Baukörper aufeinander. In der Winkelhalbierenden schließt sich an diesen Baukörper der Diagonalbau mit Haupt- und Nebentreppenhäusern an. Dieser verbindet die "kleine Rotunde" am Schlossplatz mit der "großen Rotunde", dem Kuppelsaal im Innenbereich der Liegenschaft. Ein im Bogen verlaufender Wintergarten, errichtet auf den Arkaden über den Kutscherumfahrten des Erdgeschosses, führt die Enden der drei Flügel im 1. Obergeschoss jeweils zusammen. Flügel, Diagonalbau und Wintergärten der fast achsensymmetrischen Anlage umschließen zwei dreieckförmige Innenhöfe.
Es gliedert sich als Eckgebäude in eine bestehende Straßenfront ein und signalisiert die zur Erbauungszeit politisch opportune Bürgernähe. Die entlang der Grundstücksgrenzen in einem stumpfen Winkel zueinander angeordneten Flügel des klassizistischen Schlosses treffen in einem zylindrischen Baukörper aufeinander. In der Winkelhalbierenden schließt sich an diesen Baukörper der Diagonalbau mit Haupt- und Nebentreppenhäusern an. Dieser verbindet die "kleine Rotunde" am Schlossplatz mit der "großen Rotunde", dem Kuppelsaal im Innenbereich der Liegenschaft. Ein im Bogen verlaufender Wintergarten, errichtet auf den Arkaden über den Kutscherumfahrten des Erdgeschosses, führt die Enden der drei Flügel im 1. Obergeschoss jeweils zusammen. Flügel, Diagonalbau und Wintergärten der fast achsensymmetrischen Anlage umschließen zwei dreieckförmige Innenhöfe.
Das Gebäude zählt heute zu den wichtigsten Bauten des deutschen Klassizismus und stellt daher ein Kulturdenkmal von herausragender nationaler Bedeutung dar. Kaum verrät das eher schlichte äußere Erscheinungsbild die standesgemäße Prachtentfaltung im Inneren. Insbesondere die von Moller erdachten Besonderheiten technischer Einzellösungen (Eisenkonstruktionen der Wintergärten und Kuppeln, Ausmalungen auf Papier etc.) sowie die hohe Qualität der Ausstattung (Fußböden, Türen, Vorhänge, Stuckmarmor, Kronleuchter etc.) müssen in dieser Form als herausragend angesehen werden.
Das Gebäude zählt heute zu den wichtigsten Bauten des deutschen Klassizismus und stellt daher ein Kulturdenkmal von herausragender nationaler Bedeutung dar. Kaum verrät das eher schlichte äußere Erscheinungsbild die standesgemäße Prachtentfaltung im Inneren. Insbesondere die von Moller erdachten Besonderheiten technischer Einzellösungen (Eisenkonstruktionen der Wintergärten und Kuppeln, Ausmalungen auf Papier etc.) sowie die hohe Qualität der Ausstattung (Fußböden, Türen, Vorhänge, Stuckmarmor, Kronleuchter etc.) müssen in dieser Form als herausragend angesehen werden.
Der Auftraggeber des Schlossbaus Herzog Wilhelm von Nassau verstarb bevor der Bau fertiggestellt werden konnte. Sein Sohn Herzog Adolph von Nassau-Weilburg bezog 1841 als erster und einziger ständiger Schlossherr das Bauwerk.
Mit der Annexion Nassaus durch Preußen 1868 als Provinz Hessen-Nassau wurde das Schloss ein beliebter Aufenthaltsort der preußischen Königs- und später deutschen Kaiserfamilie - besonders Kaiser Wilhelm II. war von Wiesbaden angetan und residierte hier während seiner regelmäßigen Besuche.
Mit der Annexion Nassaus durch Preußen 1868 als Provinz Hessen-Nassau wurde das Schloss ein beliebter Aufenthaltsort der preußischen Königs- und später deutschen Kaiserfamilie - besonders Kaiser Wilhelm II. war von Wiesbaden angetan und residierte hier während seiner regelmäßigen Besuche.
Kriegszerstörungen im zweiten Weltkrieg trafen vor allem den platzseitigen Ostflügel. Seit Dezember 1946 ist das Schloss Sitz des Hessischen Landtags.
Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts der Sanierungsmaßnahmen im ehemaligen herzoglichen Stadtschloss Wiesbaden (Dienstgebäude des Hessischen Landtags, Wiesbaden) finden seit Herbst 2021 bauhistorische Untersuchungen statt. Parallel sollen restauratorische Voruntersuchungen die geplante Restaurierung der Innenraumschale vorbereiten.
Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts der Sanierungsmaßnahmen im ehemaligen herzoglichen Stadtschloss Wiesbaden (Dienstgebäude des Hessischen Landtags, Wiesbaden) finden seit Herbst 2021 bauhistorische Untersuchungen statt. Parallel sollen restauratorische Voruntersuchungen die geplante Restaurierung der Innenraumschale vorbereiten.
In einem 1. Bauabschnitt werden bereits das 2. Obergeschoss, das Dachgeschoss und Teile des Kellergeschosses saniert. Die Endfassung der im 1. Bauabschnitt bearbeiteten Gebäudeteile richten sich wesentlich nach einem Konzept auf Grundlage einer bauhistorischen Untersuchung sowie der restauratorischen Voruntersuchungen.
In einem 1. Bauabschnitt werden bereits das 2. Obergeschoss, das Dachgeschoss und Teile des Kellergeschosses saniert. Die Endfassung der im 1. Bauabschnitt bearbeiteten Gebäudeteile richten sich wesentlich nach einem Konzept auf Grundlage einer bauhistorischen Untersuchung sowie der restauratorischen Voruntersuchungen.
Diese bauhistorischen Erkenntnisse werden um Untersuchungen zur Entstehungs- und Veränderungsgeschichte des Keller-, Erd- und 1. Obergeschosses des ehem. herzoglichen Stadtschlosses insbesondere der wandfesten Ausstattung ergänzt werden. Darüber hinaus werden auch die Fassaden des Stadtschlosses untersucht.
Diese bauhistorischen Erkenntnisse werden um Untersuchungen zur Entstehungs- und Veränderungsgeschichte des Keller-, Erd- und 1. Obergeschosses des ehem. herzoglichen Stadtschlosses insbesondere der wandfesten Ausstattung ergänzt werden. Darüber hinaus werden auch die Fassaden des Stadtschlosses untersucht.
Die bauhistorischen Voruntersuchungen und die hier zu vergebenden restauratorischen Voruntersuchungen dienen anschließend als Grundlage für die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Die Planungsleistungen für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung der hochwertigen denkmalgeschützten Bausubstanz und Ausstattung und der geplanten Nutzungen wurden bereits in einem parallel stattfindenden Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb beschrieben.
Die bauhistorischen Voruntersuchungen und die hier zu vergebenden restauratorischen Voruntersuchungen dienen anschließend als Grundlage für die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Die Planungsleistungen für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung der hochwertigen denkmalgeschützten Bausubstanz und Ausstattung und der geplanten Nutzungen wurden bereits in einem parallel stattfindenden Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb beschrieben.
Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts sollen nun die im Wesentlichen aus einer Vorplanungsphase aus dem Jahr 2011 vorliegenden restauratorischen Voruntersuchungen des 1. OG und EG vervollständigt und aktualisiert sowie um entsprechende Untersuchungen des KG und einiger untergeordneter, bisher noch nicht untersuchter Räume ergänzt werden. Dabei sind Bestands- und Schadenskartierungen zu ergänzen bzw. zu erstellen. Aus den Erkenntnissen der restauratorischen Voruntersuchungen soll anschließend ein Katalog der nötigen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen entwickelt werden, der darüber hinaus auch eine Kostenschätzung und eine Aussage zum zeitlichen Aufwand der Arbeiten enthält.
Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts sollen nun die im Wesentlichen aus einer Vorplanungsphase aus dem Jahr 2011 vorliegenden restauratorischen Voruntersuchungen des 1. OG und EG vervollständigt und aktualisiert sowie um entsprechende Untersuchungen des KG und einiger untergeordneter, bisher noch nicht untersuchter Räume ergänzt werden. Dabei sind Bestands- und Schadenskartierungen zu ergänzen bzw. zu erstellen. Aus den Erkenntnissen der restauratorischen Voruntersuchungen soll anschließend ein Katalog der nötigen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen entwickelt werden, der darüber hinaus auch eine Kostenschätzung und eine Aussage zum zeitlichen Aufwand der Arbeiten enthält.
Die vorhandenen Räume wurden aufgrund der unterschiedlich aufwendigen bzw. technologisch unterschiedlichen Ausführung bzw. Gestaltung in fünf verschiedene Raumgruppen unterteilt. Dabei handelt es sich zum einen um hochwertige Räume, die mit Dekorationsmalereien versehenen Decken, stuckierten und gefassten Profilen, mit Wandbespannungen oder bemalten Wänden mit verschiedenen Schmuckformen wie bemalten Stuckmarmorfriesen und hölzerner Ausstattungen in Form von Schmuckfußböden und Lambrien, Fenstern und Türen, ausgeschmückt sind. Zum anderen ist ein Großteil der Räume stark überformt und verändert worden und ist nur noch in einer reduzierten Gestaltungsform erhalten. Bei den nun geplanten Untersuchungen soll der vorhandene Bestand aufgenommen werden, hierbei steht die Identifizierung von noch erhaltenem bauzeitlichem bzw. historischem Bestand im Vordergrund. Alle späteren Veränderungen und Gestaltungen sollen allerdings ebenfalls untersucht und dokumentiert werden. Darüber hinaus soll der historische Bestand in seinem Erhaltungszustand dokumentiert und bewertet werden. Aus diesen Erkenntnissen soll ein auf den einzelnen Raum und das gesamte Schloss abgestimmtes restauratorisches Konzept zur Instandsetzung erarbeitet werden. Auf Grundlage der ausgeschriebenen Leistungen und der sich ergebenden Befundlage soll zusätzlich die Machbarkeit der vorgeschlagenen Rekonstruktionen aus dem vorliegenden "Masterplan zur Instandsetzung, Wiedereinrichtung und Nutzung der historischen Innenräume" unter Beachtung der Bedeutung des Stadtschlosses sowie unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln überprüft werden.
Die vorhandenen Räume wurden aufgrund der unterschiedlich aufwendigen bzw. technologisch unterschiedlichen Ausführung bzw. Gestaltung in fünf verschiedene Raumgruppen unterteilt. Dabei handelt es sich zum einen um hochwertige Räume, die mit Dekorationsmalereien versehenen Decken, stuckierten und gefassten Profilen, mit Wandbespannungen oder bemalten Wänden mit verschiedenen Schmuckformen wie bemalten Stuckmarmorfriesen und hölzerner Ausstattungen in Form von Schmuckfußböden und Lambrien, Fenstern und Türen, ausgeschmückt sind. Zum anderen ist ein Großteil der Räume stark überformt und verändert worden und ist nur noch in einer reduzierten Gestaltungsform erhalten. Bei den nun geplanten Untersuchungen soll der vorhandene Bestand aufgenommen werden, hierbei steht die Identifizierung von noch erhaltenem bauzeitlichem bzw. historischem Bestand im Vordergrund. Alle späteren Veränderungen und Gestaltungen sollen allerdings ebenfalls untersucht und dokumentiert werden. Darüber hinaus soll der historische Bestand in seinem Erhaltungszustand dokumentiert und bewertet werden. Aus diesen Erkenntnissen soll ein auf den einzelnen Raum und das gesamte Schloss abgestimmtes restauratorisches Konzept zur Instandsetzung erarbeitet werden. Auf Grundlage der ausgeschriebenen Leistungen und der sich ergebenden Befundlage soll zusätzlich die Machbarkeit der vorgeschlagenen Rekonstruktionen aus dem vorliegenden "Masterplan zur Instandsetzung, Wiedereinrichtung und Nutzung der historischen Innenräume" unter Beachtung der Bedeutung des Stadtschlosses sowie unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln überprüft werden.
Dazu müssen BewerberInnen für die ausgeschriebene Restauratorenleistung Nachweise und Referenzen benennen.
Die vorgesehenen Gesamtbaukosten (KG200 - KG600) belaufen sich auf rd. 30.000.000 Euro. Die zu bearbeitende BGF beträgt insgesamt ca. 6.000 m².
Neben den repräsentativen Sälen des ersten Obergeschosses wurden die Keller- und Erdgeschossräume sehr unterschiedlich genutzt. Neben mehreren Werkstätten und Materiallagern, befinden sich auch mehrere Technikräume u. a. für die Hausanschlüsse im Kellergeschoss. Die Anforderungen an Hausanschlussräume und Technikzentrale wurden bereits im Rahmen des ersten Bauabschnitts umgesetzt. Ein ebenfalls im ersten Bauabschnitt neu eingefügter Aufzugs- und Installationsschacht verbindet vom Kellergeschoss aus alle folgenden Geschosse (EG, 1. OG, 2. OG, DG) miteinander. Unter dem Diagonalbau befindet sich zurzeit ein Archiv. Unterhalb der Arkaden der Kutscherumfahrt befindet sich ein Kellergang, der mit Techniktrassen aus unterschiedlichen Bauphasen belegt ist.
Neben den repräsentativen Sälen des ersten Obergeschosses wurden die Keller- und Erdgeschossräume sehr unterschiedlich genutzt. Neben mehreren Werkstätten und Materiallagern, befinden sich auch mehrere Technikräume u. a. für die Hausanschlüsse im Kellergeschoss. Die Anforderungen an Hausanschlussräume und Technikzentrale wurden bereits im Rahmen des ersten Bauabschnitts umgesetzt. Ein ebenfalls im ersten Bauabschnitt neu eingefügter Aufzugs- und Installationsschacht verbindet vom Kellergeschoss aus alle folgenden Geschosse (EG, 1. OG, 2. OG, DG) miteinander. Unter dem Diagonalbau befindet sich zurzeit ein Archiv. Unterhalb der Arkaden der Kutscherumfahrt befindet sich ein Kellergang, der mit Techniktrassen aus unterschiedlichen Bauphasen belegt ist.
Die Untersuchungen erfolgen in einem derzeit freigezogenen und vom laufenden Betrieb des Landtags abgetrennten Gebäude. Der erste Bauabschnitt ist noch nicht abgeschlossen. Daher ist mit Behinderungen und Einschränkungen der Untersuchungen durch den Bauablauf des 1. BA zu rechnen. Aufgrund vielfältiger Nutzungen des Schlossplatzes (Stadtfeste, Märkte) besteht darüber hinaus ein erhöhter Abstimmungsbedarf mit Veranstaltern bei ggf. erforderlicher Nutzung des unmittelbar vor dem Schloss beginnenden öffentlichen Raums.
Die Untersuchungen erfolgen in einem derzeit freigezogenen und vom laufenden Betrieb des Landtags abgetrennten Gebäude. Der erste Bauabschnitt ist noch nicht abgeschlossen. Daher ist mit Behinderungen und Einschränkungen der Untersuchungen durch den Bauablauf des 1. BA zu rechnen. Aufgrund vielfältiger Nutzungen des Schlossplatzes (Stadtfeste, Märkte) besteht darüber hinaus ein erhöhter Abstimmungsbedarf mit Veranstaltern bei ggf. erforderlicher Nutzung des unmittelbar vor dem Schloss beginnenden öffentlichen Raums.
Im Zuge der Bearbeitung sind Zwischenpräsentationen in Form von mündlichen Vorstellungen sowie eine Abschlusspräsentation und die Verschriftlichung der Gesamtdokumentation erforderlich.
Bauherr ist das Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien, Niederlassung West. Nutzer ist der Hessische Landtag. Den Untersuchungsleistungen wird das über ein Leistungsverzeichnis abgefragte Angebot zugrunde gelegt.
Beim Erstellen der digitalen Kartierungsunterlagen sind die Vorgaben des zu vervollständigenden Raumbuches fortzuführen bzw. zu übernehmen.
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Schlossplatz 1-3, 65183 Wiesbaden
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Folgende Bewerbungsunterlagen sind in der unter VI.3 genannten Form einzureichen:
1) Verbindliche Erklärung im Formular Bewerbungsbogen, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1 GWB und § 124 Abs. 1 und Abs. 2 GWB vorliegen und dass der Bewerber seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben oder Beiträgen zur Sozialversicherung nachgekommen ist;
1) Verbindliche Erklärung im Formular Bewerbungsbogen, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1 GWB und § 124 Abs. 1 und Abs. 2 GWB vorliegen und dass der Bewerber seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben oder Beiträgen zur Sozialversicherung nachgekommen ist;
2) Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Aufträgen nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) vom 12. Juli 2021, GVBl. S.338 (HE 736);
3) sofern die Gesellschaftsform dies erfordert: Angabe der Befähigung zur Berufsausübung gemäß § 44 VgV und Eintragung in ein Berufs- und Handelsregister;
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Folgende Bewerbungsunterlagen sind in der unter VI.3 genannten
2) Verbindliche Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seinen Umsatz für die entsprechenden Leistungen in den letzten 3 Jahren gem. § 45 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 4 Nr. 4 VgV;
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Mindeststandards:
zu 1) Mindestdeckung der Berufshaftpflichtversicherung bei einem in der EU zugelassenen Haftpflichtversicherer oder Kreditinstitut für Personenschäden 3.000.000,00 EUR, für sonstige Schäden 3.000.000,00 EUR jeweils im Versicherungsjahr. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erbringen.
zu 1) Mindestdeckung der Berufshaftpflichtversicherung bei einem in der EU zugelassenen Haftpflichtversicherer oder Kreditinstitut für Personenschäden 3.000.000,00 EUR, für sonstige Schäden 3.000.000,00 EUR jeweils im Versicherungsjahr. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erbringen.
zu 2) Mindestanforderung an den Umsatz für entsprechende Leistungen im Bereich der restauratorischen Voruntersuchungen): mind. 50.000,00 € (netto)/Jahr.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
1) Erklärung aus der das jährliche Mittel der vom Bewerber beschäftigten Mitarbeiter, die Anzahl der Führungskräfte sowie die Anzahl an mit der Ausschreibung entsprechenden Leistungen betrauten freien oder festangestellten Dipl.-RestauratorInnen, Bachelor- bzw. MasterabsolventInnen, in den letzten drei Geschäftsjahren ersichtlich ist gem. § 46 Abs. 3 VgV;
1) Erklärung aus der das jährliche Mittel der vom Bewerber beschäftigten Mitarbeiter, die Anzahl der Führungskräfte sowie die Anzahl an mit der Ausschreibung entsprechenden Leistungen betrauten freien oder festangestellten Dipl.-RestauratorInnen, Bachelor- bzw. MasterabsolventInnen, in den letzten drei Geschäftsjahren ersichtlich ist gem. § 46 Abs. 3 VgV;
2) Angabe und Nachweis der beruflichen Befähigung und Qualifikation der Führungskräfte, der vorgesehenen Projektleitung sowie der für die örtliche Bauüberwachung vorgesehenen Person durch die Berechtigung die Berufsbezeichnung Dipl.-Restaurator, Bachelor bzw. Master führen zu dürfen gem. § 46 Abs. 3 (8) VgV;
2) Angabe und Nachweis der beruflichen Befähigung und Qualifikation der Führungskräfte, der vorgesehenen Projektleitung sowie der für die örtliche Bauüberwachung vorgesehenen Person durch die Berechtigung die Berufsbezeichnung Dipl.-Restaurator, Bachelor bzw. Master führen zu dürfen gem. § 46 Abs. 3 (8) VgV;
3) Darstellung von drei Referenzen (1 - 3) nach § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV für in den letzten acht Jahren (Leistungserbringung nach 01.01.2014) erbrachte vergleichbare Leistungen mit Kurzbeschreibung der Referenz und folgenden Angaben:
- Art der Maßnahme (Voruntersuchung, Freilegung, Musterflächen, Dokumentation)
- Art der Nutzung (Schloss/Museum, Sonstiges)
- Benennung des Projektleiters und des Stellvertreters (aus dem Bewerberbüro)
- Art des Auftraggebers (privater AG / öffentlicher AG)
- Projektgröße, durch Angabe der Kosten des Auftragsumfangs restauratorischer Arbeiten
- Projektzeit
- Alter der Referenz
- Leistungsumfang des Bewerbers (Angabe der beauftragten restauratorischen Arbeiten, Konzept, Kostenschätzung)
- Leistungsstand der Referenz
- Benennung des Auftraggebers (Bezeichnung, Anschrift, Kontaktdaten) mit Referenzperson des Auftraggebers
- Aussage über Bauweise (im laufenden Betrieb, parallel zu anderen Baumaßnahmen)
- Aussage zu Bauzeit des bearbeiteten Objektes
Das Projektdatenblatt ist jeweils vollständig auszufüllen. Geforderte Anlagen sind beizulegen.
Jede Referenz muss in Form von aussagekräftigen Bildern und Beschreibungen belegt werden. Hierbei ist die Darstellung je Referenzprojekt auf max. sechs DIN A4 Blätter zu beschränken. Unterlagen, die unaufgefordert eingereicht werden, gehen nicht in die Wertung ein (z. B. Projektbroschüren).
Jede Referenz muss in Form von aussagekräftigen Bildern und Beschreibungen belegt werden. Hierbei ist die Darstellung je Referenzprojekt auf max. sechs DIN A4 Blätter zu beschränken. Unterlagen, die unaufgefordert eingereicht werden, gehen nicht in die Wertung ein (z. B. Projektbroschüren).
Referenzen, die als verantwortliche/r Projektleiter/in in einem früheren Arbeitsverhältnis erbracht wurden, werden gewertet, falls eine entsprechende schriftliche Bestätigung des Auftraggebers oder des ehemaligen Arbeitgebers vorliegt.
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form
anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Mindeststandards:
Zu 1) Mindestanforderung an beschäftigte Mitarbeiter:
Min. 3 freie oder festangestellte Dipl. RestauratorInnen/Bachelor-/MasterabsolventInnen, davon mind. 1 mit vergleichbaren Leistungen betraute Dipl. RestauratorIn/Bachelor-/MasterabsolventIn
Zu 3) Mindestanforderung an Referenzen:
Alle Referenzen sollen aus dem Zeitraum 2014-2021 sein (Leistungserbringung nach 01.01.2014).
Die Nichteinhaltung führt zum Ausschluss der jeweiligen Referenz.
Mindestanforderung an die Gesamtheit der Referenzen, bei Nichteinhaltung einer Mindestanforderung wird die Bewerbung nicht gewertet.
Mindestanforderung an mind. ein Referenzprojekt: Restauratorische Voruntersuchungen mit ähnlichem Schwierigkeitsgrad und vergleichbarem repräsentativem Charakter, Bescheinigung mit Angabe des Referenzgebers und Ansprechpartners
Mindestanforderung an mind. ein Referenzprojekt: Projektdurchführung für einen öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB unter Anwendung des öffentlichen Vergaberechts.
Mindestanforderung an mind. ein Referenzprojekt:
Erstellung einer Bestands- und Schadenskartierung
Erarbeitung einer Maßnahmenbeschreibung und -konzepterstellung
Kostenschätzung von geplanten restauratorischen Maßnahmen
Untersuchung oder Musterfläche Dekorationsmalerei, Stuckmarmor, Holz (z. B. Lambris, Parkett), textile Oberfläche (z. B. Wandbespannung)
Informationen über einen bestimmten Beruf: Services
Verweis auf einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschriften:
Der Zulassungsbereich umfasst sämtliche EWR Mitgliedstaaten sowie Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen GPA. Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die die geforderten fachlichen Anforderungen erfüllen. Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn sie gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung die Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen. Ist in dem Heimatstaat des Bewerbers die Berufszeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Ingenieur, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG - Berufsanerkennungsrichtlinie - gewährleistet ist und den Vorgaben des Rates vom 07. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikation (ABI. EU Nr. L 255 S.22) entspricht.
Verweis auf einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschriften
Der Zulassungsbereich umfasst sämtliche EWR Mitgliedstaaten sowie Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen GPA. Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die die geforderten fachlichen Anforderungen erfüllen. Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn sie gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung die Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen. Ist in dem Heimatstaat des Bewerbers die Berufszeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Ingenieur, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG - Berufsanerkennungsrichtlinie - gewährleistet ist und den Vorgaben des Rates vom 07. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikation (ABI. EU Nr. L 255 S.22) entspricht.
Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Planungsaufgabe entsprechen und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an die
Verweis auf einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschriften
Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Planungsaufgabe entsprechen und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an die
natürliche Person gestellt werden.
Auftragsausführung
Bedingungen für die Vertragserfüllung:
Bewerbergemeinschaften (z.B. Arbeitsgemeinschaften) natürlicher und juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist. Mit der Bewerbung ist eine
Erklärung über die Rechtsform, den bevollmächtigten Vertreter sowie über die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder vorzulegen. Bietergemeinschaften müssen sämtliche geforderten Nachweise für alle Mitglieder der Bietergemeinschaft vorlegen. Die Leistungsabgrenzung innerhalb der Bietergemeinschaft ist darzustellen.
Erklärung über die Rechtsform, den bevollmächtigten Vertreter sowie über die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder vorzulegen. Bietergemeinschaften müssen sämtliche geforderten Nachweise für alle Mitglieder der Bietergemeinschaft vorlegen. Die Leistungsabgrenzung innerhalb der Bietergemeinschaft ist darzustellen.
Für die Ausführung des Auftrags ist eine Sicherheits- bzw. Zuverlässigkeitsüberprüfung der verantwortlichen Personen des Auftragnehmers erforderlich. Die schriftliche Einwilligungserklärung zur Überprüfung (ZÜP-LBIH-Einverständniserklärung) ist vorzulegen.
Für die Ausführung des Auftrags ist eine Sicherheits- bzw. Zuverlässigkeitsüberprüfung der verantwortlichen Personen des Auftragnehmers erforderlich. Die schriftliche Einwilligungserklärung zur Überprüfung (ZÜP-LBIH-Einverständniserklärung) ist vorzulegen.
Verfahren
Rechtsgrundlage: 32014L0024
Mindestzahl der Bewerber: 3
Höchstzahl der Bewerber: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern:
1. Ausschluss von zu spät eingegangenen Bewerbungen.
2. Ausschluss formal unzureichender Bewerbungen.
3. Prüfung der Einhaltung von Mindestanforderungen und Ausschlusskriterien.
Die Auswahl der Bewerber erfolgt anhand wirtschaftlicher und finanzieller Leistungsfähigkeit und der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit:
siehe Punkt III.1.1), III.1.2), III.1.3), sowie ergänzend in den anzufordernden Bewerbungsunterlagen.
Gewichtung gem. Wertungsmatrix Stufe 1:
Gemittelter Gesamtumsatz der letzten drei Jahre: 6,25 %
Gemittelter Umsatz für entsprechende Leistungen der letzten drei Jahre: 6,25 %
Gemittelte Anzahl der frei- oder festangestellten Dipl.-Restauratoren, Master- oder BachelorabsolventInnen für entsprechende Leistungen der letzten drei Jahren: 12,5 %;
Referenzen: gemäß den unter III.1.3) benannten Auswahlkriterien (Referenzen 1, 2 und 3 mit jeweils 25 %): 75 %;
Ggfs. Losentscheid bei gleichermaßen geeigneten Bewerbern.
Zeitpunkt des Eingangs der Angebote: 13:00
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Gültigkeitsdauer des Angebots: 2 Monate Vergabekriterien
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Qualität, Kompetenzen und Erfahrung des Projektteams
Qualitätskriterium (Gewichtung): 20,00
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Projektorganisation allgemein
Qualitätssicherung beim konkreten Projekt
Qualitätskriterium (Gewichtung): 30,00
Kostenkriterium (Name): Honorar inkl. Nebenkosten
Kostenkriterium (Gewichtung): 25,00
Kostenkriterium (Name): Stundensätze
Kostenkriterium (Gewichtung): 5,00
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
Zur Abgabe der notwendigen Eigenerklärungen sind zwingend die vorgegebenen
Vordrucke zu verwenden.
Als vorläufigen Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
akzeptiert der öffentliche Auftraggeber auch die Vorlage einer Einheitlichen
Europäischen Eigenerklärung (EEE).
Die ausgefüllten Unterlagen sind wie folgt einzureichen:
1. Die Teilnahmeanträge sind frist- und formgerecht ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Hessen (http://vergabe.hessen.de) zu übermitteln. Es genügt die Textform nach § 126b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt.
1. Die Teilnahmeanträge sind frist- und formgerecht ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Hessen (http://vergabe.hessen.de) zu übermitteln. Es genügt die Textform nach § 126b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt.
2. Eingereichte Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nur auf Anforderung zurückgegeben.
3. Im Falle von Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihen durch andere Unternehmen (gem. § 47 VgV) und Unterauftragnehmern (gem. § 36 VgV) sind die Formblätter "Bewerbungsbogen" inkl. der geforderten Anlagen und Nachweise von jedem Unternehmen einzeln einzureichen (EU 734).
3. Im Falle von Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihen durch andere Unternehmen (gem. § 47 VgV) und Unterauftragnehmern (gem. § 36 VgV) sind die Formblätter "Bewerbungsbogen" inkl. der geforderten Anlagen und Nachweise von jedem Unternehmen einzeln einzureichen (EU 734).
4. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist mit dem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung der Bewerbergemeinschaft einzureichen (EU 740).
5. Im Falle von Unternehmen nach § 47 VgV (Eignungsleihe) und/oder im Falle von Unternehmen nach § 36 VgV (Unterauftragnehmer) ist mit dem Teilnahmeantrag Art und Umfang der Teilleistungen zu benennen, für welche sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmen bedienen wird (EU 741). Weiterhin ist eine Verpflichtungserklärung der anderen Unternehmen nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen (EU 742).
5. Im Falle von Unternehmen nach § 47 VgV (Eignungsleihe) und/oder im Falle von Unternehmen nach § 36 VgV (Unterauftragnehmer) ist mit dem Teilnahmeantrag Art und Umfang der Teilleistungen zu benennen, für welche sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmen bedienen wird (EU 741). Weiterhin ist eine Verpflichtungserklärung der anderen Unternehmen nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen (EU 742).
6. Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als Zentrale Vergabestelle im Sinne des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung, ist bei europaweiten Ausschreibungen seit 18. April 2017 zur elektronischen Kommunikation verpflichtet.
Dies bedeutet insbesondere, dass Angebote in offenen Verfahren, nicht offenen
Verfahren oder in Verhandlungsverfahren nur elektronisch in Textform über die
Vergabeplattform des Landes Hessen eingereicht werden können.
Eine Angebotsabgabe per E-Mail entspricht diesen Anforderungen nicht!
Angebote, die nicht elektronisch in Textform über die elektronische Vergabeplattform des Landes Hessen abgegeben werden, müssen vom Verfahren ausgeschlossen und dürfen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden. Interessenten, die an Verfahren im Bereich oberhalb der EUSchwellenwerte teilnehmen wollen, registrieren sich bitte auf der Vergabeplattform Hessen. Dort können Sie sich die Vergabeunterlagen zur
Angebote, die nicht elektronisch in Textform über die elektronische Vergabeplattform des Landes Hessen abgegeben werden, müssen vom Verfahren ausgeschlossen und dürfen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden. Interessenten, die an Verfahren im Bereich oberhalb der EUSchwellenwerte teilnehmen wollen, registrieren sich bitte auf der Vergabeplattform Hessen. Dort können Sie sich die Vergabeunterlagen zur
Ansicht in Ihren persönlichen Bereich herunterladen. Zur Angebotsabgabe
müssen Sie die Vergabeunterlagen im Bietercockpit öffnen, dort bearbeiten
und so das erstellte Angebot über das Bietercockpit digital abgeben.
Ergänzende Informationen Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Landes Hessen bei dem Regierungspräsidium Darmstadt
Postanschrift: Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Postort: Darmstadt
Postleitzahl: 64283
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 6151-12-0📞
Fax: +49 6151-12-6347 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Auf die Rügepflichten gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 1 bis 4 GWB wird ausdrücklich hingewiesen, insbesondere auf die Frist des § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB: Danach ist ein Antrag auf Nachprüfung unzulässig, soweit nach Eingang der Mitteilung der Vergabestelle, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, mehr als 15 Kalendertage vergangen sind.
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren
Auf die Rügepflichten gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 1 bis 4 GWB wird ausdrücklich hingewiesen, insbesondere auf die Frist des § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB: Danach ist ein Antrag auf Nachprüfung unzulässig, soweit nach Eingang der Mitteilung der Vergabestelle, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, mehr als 15 Kalendertage vergangen sind.
Quelle: OJS 2022/S 036-093254 (2022-02-16)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2022-07-29) Objekt Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 491 975 EUR 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Verfahren
Angebotsart: Entfällt
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Art des öffentlichen Auftraggebers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Name des öffentlichen Auftraggebers: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen Niederlassung Mitte Zentrale Vergabe
Das Stadtschloss Wiesbaden wurde in den Jahren 1837-41 nach Plänen des Architekten Georg Moller (1784-1852) durch Hofbaumeister Richard Görz (1811-1880) erbaut. Es gliedert sich als Eckgebäude in eine bestehende Straßenfront ein und signalisiert die zur Erbauungszeit politisch opportune Bürgernähe. Die entlang der Grundstücksgrenzen in einem stumpfen Winkel zueinander angeordneten Flügel des klassizistischen Schlosses treffen in einem zylindrischen Baukörper aufeinander. In der Winkelhalbierenden schließt sich an diesen Baukörper der Diagonalbau mit Haupt- und Nebentreppenhäusern an. Dieser verbindet die "kleine Rotunde" am Schlossplatz mit der "großen Rotunde", dem Kuppelsaal im Innenbereich der Liegenschaft. Ein im Bogen verlaufender Wintergarten, errichtet auf den Arkaden über den Kutscherumfahrten des Erdgeschosses, führt die Enden der drei Flügel im 1. Obergeschoss jeweils zusammen. Flügel, Diagonalbau und Wintergärten der fast achsensymmetrischen Anlage umschließen zwei dreieckförmige Innenhöfe. Das Gebäude zählt heute zu den wichtigsten Bauten des deutschen Klassizismus und stellt daher ein Kulturdenkmal von herausragender nationaler Bedeutung dar. Kaum verrät das eher schlichte äußere Erscheinungsbild die standesgemäße Prachtentfaltung im Inneren. Insbesondere die von Moller erdachten Besonderheiten technischer Einzellösungen (Eisenkonstruktionen der Wintergärten und Kuppeln, Ausmalungen auf Papier etc.) sowie die hohe Qualität der Ausstattung (Fußböden, Türen, Vorhänge, Stuckmarmor, Kronleuchter etc.) müssen in dieser Form als herausragend angesehen werden. Der Auftraggeber des Schlossbaus Herzog Wilhelm von Nassau verstarb bevor der Bau fertiggestellt werden konnte. Sein Sohn Herzog Adolph von Nassau-Weilburg bezog 1841 als erster und einziger ständiger Schlossherr das Bauwerk. Mit der Annexion Nassaus durch Preußen 1868 als Provinz Hessen-Nassau wurde das Schloss ein beliebter Aufenthaltsort der preußischen Königs- und später deutschen Kaiserfamilie - besonders Kaiser Wilhelm II. war von Wiesbaden angetan und residierte hier während seiner regelmäßigen Besuche. Kriegszerstörungen im zweiten Weltkrieg trafen vor allem den platzseitigen Ostflügel. Seit Dezember 1946 ist das Schloss Sitz des Hessischen Landtags. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts der Sanierungsmaßnahmen im ehemaligen herzoglichen Stadtschloss Wiesbaden (Dienstgebäude des Hessischen Landtags, Wiesbaden) finden seit Herbst 2021 bauhistorische Untersuchungen statt. Parallel sollen restauratorische Voruntersuchungen die geplante Restaurierung der Innenraumschale vorbereiten. In einem 1. Bauabschnitt werden bereits das 2. Obergeschoss, das Dachgeschoss und Teile des Kellergeschosses saniert. Die Endfassung der im 1. Bauabschnitt bearbeiteten Gebäudeteile richten sich wesentlich nach einem Konzept auf Grundlage einer bauhistorischen Untersuchung sowie der restauratorischen Voruntersuchungen. Diese bauhistorischen Erkenntnisse werden um Untersuchungen zur Entstehungs- und Veränderungsgeschichte des Keller-, Erd- und 1. Obergeschosses des ehem. herzoglichen Stadtschlosses insbesondere der wandfesten Ausstattung ergänzt werden. Darüber hinaus werden auch die Fassaden des Stadtschlosses untersucht. Die bauhistorischen Voruntersuchungen und die hier zu vergebenden restauratorischen Voruntersuchungen dienen anschließend als Grundlage für die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Die Planungsleistungen für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung der hochwertigen denkmalgeschützten Bausubstanz und Ausstattung und der geplanten Nutzungen wurden bereits in einem parallel stattfindenden Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb beschrieben. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts sollen nun die im Wesentlichen aus einer Vorplanungsphase aus dem Jahr 2011 vorliegenden restauratorischen Voruntersuchungen des 1. OG und EG vervollständigt und aktualisiert sowie um entsprechende Untersuchungen des KG und einiger untergeordneter, bisher noch nicht untersuchter Räume ergänzt werden. Dabei sind Bestands- und Schadenskartierungen zu ergänzen bzw. zu erstellen. Aus den Erkenntnissen der restauratorischen Voruntersuchungen soll anschließend ein Katalog der nötigen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen entwickelt werden, der darüber hinaus auch eine Kostenschätzung und eine Aussage zum zeitlichen Aufwand der Arbeiten enthält. Die vorhandenen Räume wurden aufgrund der unterschiedlich aufwendigen bzw. technologisch unterschiedlichen Ausführung bzw. Gestaltung in fünf verschiedene Raumgruppen unterteilt. Dabei handelt es sich zum einen um hochwertige Räume, die mit Dekorationsmalereien versehenen Decken, stuckierten und gefassten Profilen, mit Wandbespannungen oder bemalten Wänden mit verschiedenen Schmuckformen wie bemalten Stuckmarmorfriesen und hölzerner Ausstattungen in Form von Schmuckfußböden und Lambrien, Fenstern und Türen, ausgeschmückt sind. Zum anderen ist ein Großteil der Räume stark überformt und verändert worden und ist nur noch in einer reduzierten Gestaltungsform erhalten. Bei den nun geplanten Untersuchungen soll der vorhandene Bestand aufgenommen werden, hierbei steht die Identifizierung von noch erhaltenem bauzeitlichem bzw. historischem Bestand im Vordergrund. Alle späteren Veränderungen und Gestaltungen sollen allerdings ebenfalls untersucht und dokumentiert werden. Darüber hinaus soll der historische Bestand in seinem Erhaltungszustand dokumentiert und bewertet werden. Aus diesen Erkenntnissen soll ein auf den einzelnen Raum und das gesamte Schloss abgestimmtes restauratorisches Konzept zur Instandsetzung erarbeitet werden. Auf Grundlage der ausgeschriebenen Leistungen und der sich ergebenden Befundlage soll zusätzlich die Machbarkeit der vorgeschlagenen Rekonstruktionen aus dem vorliegenden "Masterplan zur Instandsetzung, Wiedereinrichtung und Nutzung der historischen Innenräume" unter Beachtung der Bedeutung des Stadtschlosses sowie unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln überprüft werden. Dazu müssen BewerberInnen für die ausgeschriebene Restauratorenleistung Nachweise und Referenzen benennen. Die vorgesehenen Gesamtbaukosten (KG200 - KG600) belaufen sich auf rd. 30.000.000 Euro. Die zu bearbeitende BGF beträgt insgesamt ca. 6.000 m². Neben den repräsentativen Sälen des ersten Obergeschosses wurden die Keller- und Erdgeschossräume sehr unterschiedlich genutzt. Neben mehreren Werkstätten und Materiallagern, befinden sich auch mehrere Technikräume u. a. für die Hausanschlüsse im Kellergeschoss. Die Anforderungen an Hausanschlussräume und Technikzentrale wurden bereits im Rahmen des ersten Bauabschnitts umgesetzt. Ein ebenfalls im ersten Bauabschnitt neu eingefügter Aufzugs- und Installationsschacht verbindet vom Kellergeschoss aus alle folgenden Geschosse (EG, 1. OG, 2. OG, DG) miteinander. Unter dem Diagonalbau befindet sich zurzeit ein Archiv. Unterhalb der Arkaden der Kutscherumfahrt befindet sich ein Kellergang, der mit Techniktrassen aus unterschiedlichen Bauphasen belegt ist. Die Untersuchungen erfolgen in einem derzeit freigezogenen und vom laufenden Betrieb des Landtags abgetrennten Gebäude. Der erste Bauabschnitt ist noch nicht abgeschlossen. Daher ist mit Behinderungen und Einschränkungen der Untersuchungen durch den Bauablauf des 1. BA zu rechnen. Aufgrund vielfältiger Nutzungen des Schlossplatzes (Stadtfeste, Märkte) besteht darüber hinaus ein erhöhter Abstimmungsbedarf mit Veranstaltern bei ggf. erforderlicher Nutzung des unmittelbar vor dem Schloss beginnenden öffentlichen Raums. Im Zuge der Bearbeitung sind Zwischenpräsentationen in Form von mündlichen Vorstellungen sowie eine Abschlusspräsentation und die Verschriftlichung der Gesamtdokumentation erforderlich. Bauherr ist das Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien, Niederlassung West. Nutzer ist der Hessische Landtag. Den Untersuchungsleistungen wird das über ein Leistungsverzeichnis abgefragte Angebot zugrunde gelegt. Beim Erstellen der digitalen Kartierungsunterlagen sind die Vorgaben des zu vervollständigenden Raumbuches fortzuführen bzw. zu übernehmen.
Das Stadtschloss Wiesbaden wurde in den Jahren 1837-41 nach Plänen des Architekten Georg Moller (1784-1852) durch Hofbaumeister Richard Görz (1811-1880) erbaut. Es gliedert sich als Eckgebäude in eine bestehende Straßenfront ein und signalisiert die zur Erbauungszeit politisch opportune Bürgernähe. Die entlang der Grundstücksgrenzen in einem stumpfen Winkel zueinander angeordneten Flügel des klassizistischen Schlosses treffen in einem zylindrischen Baukörper aufeinander. In der Winkelhalbierenden schließt sich an diesen Baukörper der Diagonalbau mit Haupt- und Nebentreppenhäusern an. Dieser verbindet die "kleine Rotunde" am Schlossplatz mit der "großen Rotunde", dem Kuppelsaal im Innenbereich der Liegenschaft. Ein im Bogen verlaufender Wintergarten, errichtet auf den Arkaden über den Kutscherumfahrten des Erdgeschosses, führt die Enden der drei Flügel im 1. Obergeschoss jeweils zusammen. Flügel, Diagonalbau und Wintergärten der fast achsensymmetrischen Anlage umschließen zwei dreieckförmige Innenhöfe. Das Gebäude zählt heute zu den wichtigsten Bauten des deutschen Klassizismus und stellt daher ein Kulturdenkmal von herausragender nationaler Bedeutung dar. Kaum verrät das eher schlichte äußere Erscheinungsbild die standesgemäße Prachtentfaltung im Inneren. Insbesondere die von Moller erdachten Besonderheiten technischer Einzellösungen (Eisenkonstruktionen der Wintergärten und Kuppeln, Ausmalungen auf Papier etc.) sowie die hohe Qualität der Ausstattung (Fußböden, Türen, Vorhänge, Stuckmarmor, Kronleuchter etc.) müssen in dieser Form als herausragend angesehen werden. Der Auftraggeber des Schlossbaus Herzog Wilhelm von Nassau verstarb bevor der Bau fertiggestellt werden konnte. Sein Sohn Herzog Adolph von Nassau-Weilburg bezog 1841 als erster und einziger ständiger Schlossherr das Bauwerk. Mit der Annexion Nassaus durch Preußen 1868 als Provinz Hessen-Nassau wurde das Schloss ein beliebter Aufenthaltsort der preußischen Königs- und später deutschen Kaiserfamilie - besonders Kaiser Wilhelm II. war von Wiesbaden angetan und residierte hier während seiner regelmäßigen Besuche. Kriegszerstörungen im zweiten Weltkrieg trafen vor allem den platzseitigen Ostflügel. Seit Dezember 1946 ist das Schloss Sitz des Hessischen Landtags. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts der Sanierungsmaßnahmen im ehemaligen herzoglichen Stadtschloss Wiesbaden (Dienstgebäude des Hessischen Landtags, Wiesbaden) finden seit Herbst 2021 bauhistorische Untersuchungen statt. Parallel sollen restauratorische Voruntersuchungen die geplante Restaurierung der Innenraumschale vorbereiten. In einem 1. Bauabschnitt werden bereits das 2. Obergeschoss, das Dachgeschoss und Teile des Kellergeschosses saniert. Die Endfassung der im 1. Bauabschnitt bearbeiteten Gebäudeteile richten sich wesentlich nach einem Konzept auf Grundlage einer bauhistorischen Untersuchung sowie der restauratorischen Voruntersuchungen. Diese bauhistorischen Erkenntnisse werden um Untersuchungen zur Entstehungs- und Veränderungsgeschichte des Keller-, Erd- und 1. Obergeschosses des ehem. herzoglichen Stadtschlosses insbesondere der wandfesten Ausstattung ergänzt werden. Darüber hinaus werden auch die Fassaden des Stadtschlosses untersucht. Die bauhistorischen Voruntersuchungen und die hier zu vergebenden restauratorischen Voruntersuchungen dienen anschließend als Grundlage für die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Die Planungsleistungen für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung der hochwertigen denkmalgeschützten Bausubstanz und Ausstattung und der geplanten Nutzungen wurden bereits in einem parallel stattfindenden Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb beschrieben. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts sollen nun die im Wesentlichen aus einer Vorplanungsphase aus dem Jahr 2011 vorliegenden restauratorischen Voruntersuchungen des 1. OG und EG vervollständigt und aktualisiert sowie um entsprechende Untersuchungen des KG und einiger untergeordneter, bisher noch nicht untersuchter Räume ergänzt werden. Dabei sind Bestands- und Schadenskartierungen zu ergänzen bzw. zu erstellen. Aus den Erkenntnissen der restauratorischen Voruntersuchungen soll anschließend ein Katalog der nötigen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen entwickelt werden, der darüber hinaus auch eine Kostenschätzung und eine Aussage zum zeitlichen Aufwand der Arbeiten enthält. Die vorhandenen Räume wurden aufgrund der unterschiedlich aufwendigen bzw. technologisch unterschiedlichen Ausführung bzw. Gestaltung in fünf verschiedene Raumgruppen unterteilt. Dabei handelt es sich zum einen um hochwertige Räume, die mit Dekorationsmalereien versehenen Decken, stuckierten und gefassten Profilen, mit Wandbespannungen oder bemalten Wänden mit verschiedenen Schmuckformen wie bemalten Stuckmarmorfriesen und hölzerner Ausstattungen in Form von Schmuckfußböden und Lambrien, Fenstern und Türen, ausgeschmückt sind. Zum anderen ist ein Großteil der Räume stark überformt und verändert worden und ist nur noch in einer reduzierten Gestaltungsform erhalten. Bei den nun geplanten Untersuchungen soll der vorhandene Bestand aufgenommen werden, hierbei steht die Identifizierung von noch erhaltenem bauzeitlichem bzw. historischem Bestand im Vordergrund. Alle späteren Veränderungen und Gestaltungen sollen allerdings ebenfalls untersucht und dokumentiert werden. Darüber hinaus soll der historische Bestand in seinem Erhaltungszustand dokumentiert und bewertet werden. Aus diesen Erkenntnissen soll ein auf den einzelnen Raum und das gesamte Schloss abgestimmtes restauratorisches Konzept zur Instandsetzung erarbeitet werden. Auf Grundlage der ausgeschriebenen Leistungen und der sich ergebenden Befundlage soll zusätzlich die Machbarkeit der vorgeschlagenen Rekonstruktionen aus dem vorliegenden "Masterplan zur Instandsetzung, Wiedereinrichtung und Nutzung der historischen Innenräume" unter Beachtung der Bedeutung des Stadtschlosses sowie unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln überprüft werden. Dazu müssen BewerberInnen für die ausgeschriebene Restauratorenleistung Nachweise und Referenzen benennen. Die vorgesehenen Gesamtbaukosten (KG200 - KG600) belaufen sich auf rd. 30.000.000 Euro. Die zu bearbeitende BGF beträgt insgesamt ca. 6.000 m². Neben den repräsentativen Sälen des ersten Obergeschosses wurden die Keller- und Erdgeschossräume sehr unterschiedlich genutzt. Neben mehreren Werkstätten und Materiallagern, befinden sich auch mehrere Technikräume u. a. für die Hausanschlüsse im Kellergeschoss. Die Anforderungen an Hausanschlussräume und Technikzentrale wurden bereits im Rahmen des ersten Bauabschnitts umgesetzt. Ein ebenfalls im ersten Bauabschnitt neu eingefügter Aufzugs- und Installationsschacht verbindet vom Kellergeschoss aus alle folgenden Geschosse (EG, 1. OG, 2. OG, DG) miteinander. Unter dem Diagonalbau befindet sich zurzeit ein Archiv. Unterhalb der Arkaden der Kutscherumfahrt befindet sich ein Kellergang, der mit Techniktrassen aus unterschiedlichen Bauphasen belegt ist. Die Untersuchungen erfolgen in einem derzeit freigezogenen und vom laufenden Betrieb des Landtags abgetrennten Gebäude. Der erste Bauabschnitt ist noch nicht abgeschlossen. Daher ist mit Behinderungen und Einschränkungen der Untersuchungen durch den Bauablauf des 1. BA zu rechnen. Aufgrund vielfältiger Nutzungen des Schlossplatzes (Stadtfeste, Märkte) besteht darüber hinaus ein erhöhter Abstimmungsbedarf mit Veranstaltern bei ggf. erforderlicher Nutzung des unmittelbar vor dem Schloss beginnenden öffentlichen Raums. Im Zuge der Bearbeitung sind Zwischenpräsentationen in Form von mündlichen Vorstellungen sowie eine Abschlusspräsentation und die Verschriftlichung der Gesamtdokumentation erforderlich. Bauherr ist das Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien, Niederlassung West. Nutzer ist der Hessische Landtag. Den Untersuchungsleistungen wird das über ein Leistungsverzeichnis abgefragte Angebot zugrunde gelegt. Beim Erstellen der digitalen Kartierungsunterlagen sind die Vorgaben des zu vervollständigenden Raumbuches fortzuführen bzw. zu übernehmen.
Auftragsvergabe
Datum des Vertragsabschlusses: 2022-07-25 📅
Name: Dipl. Restaurator Matthias Steyer
Postanschrift: Bezirksstr. 1
Postort: Eppstein
Postleitzahl: 65817
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 6127920555📞
E-Mail: matthias.steyer@t-online.de📧
Land: Main-Taunus-Kreis
🏙️
Internetadresse: www.matthiassteyer.de🌏
Gesamtwert des Auftrags: 491 975 EUR 💰
Informationen über Ausschreibungen
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3
Quelle: OJS 2022/S 148-424448 (2022-07-29)
Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit (2023-08-31) Objekt Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 491 975 EUR 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Änderung einer Konzession/eines Auftrags während ihrer/seiner Laufzeit
Verfahren Vergabekriterien
Entfällt
Referenz Daten
Absendedatum: 2023-08-31 📅
Veröffentlichungsdatum: 2023-09-05 📅
Datum des Beginns: 2022-05-18 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2023/S 170-535688
Verweist auf Bekanntmachung: 2022/S 148-424448
ABl. S-Ausgabe: 170
Quelle: OJS 2023/S 170-535688 (2023-08-31)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2024-05-21) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Hessischer Landtag, Sanierung Stadtschloss 2. BA, Restauratorische Voruntersuchungen, VgV
Referenznummer: VG-0455-2022-0192
Kurze Beschreibung: Restauratorische Voruntersuchungen;
Art des Vertrags: Dienstleistungen
Produkte/Dienstleistungen: Dienstleistungen im Bereich Denkmalschutz📦 Beschreibung
Interne Kennung: LOT-0000
Beschreibung der Beschaffung:
Hestellen von Bodenöffnungen für die Bewertung der Konstruktion durch die Tragwerksplaner.
Postanschrift: Schlossplatz 1-3
Postleitzahl: 65183
Stadt: Wiesbaden
Land: Deutschland 🇩🇪
Ort der Leistung: Wiesbaden, Kreisfreie Stadt
🏙️ Dauer
Datum des Beginns: 2022-05-18 📅
Datum des Endes: 2023-10-31 📅
Titel
Los-Identifikationsnummer: LOT-0000
Verfahren Art des Verfahrens
Rechtsgrundlage: Richtlinie 2014/24/EU
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Der Vertrag enthält Bedingungen zur Vertragsausführung ✅
Auftragsvergabe
Los-Identifikationsnummer: LOT-0000
Datum des Vertragsabschlusses: 2022-07-25 📅
Angaben zum Wert des Auftrags/der Partie (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 491 975 EUR 💰
Kennung des Angebots: TEN-0001
Leiter der anbietenden Partei ✅
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0000 Name und Anschrift des Auftragnehmers
Name: Dipl. Restaurator Matthias Steyer
Nationale Registrierungsnummer: DE 11 13 47 608
Postanschrift: Bezirksstr. 1
Postleitzahl: 65817
Postort: Eppstein
Region: Main-Taunus-Kreis
🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: matthias.steyer@t-online.de📧
Telefon: +49 6127920555📞
Fax: +49 6127920556 📠
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Bedingungen für den Vertrag
Bedingungen für die Vertragserfüllung:
Bewerbergemeinschaften (z.B. Arbeitsgemeinschaften) natürlicher und juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist. Mit der Bewerbung ist eine
Erklärung über die Rechtsform, den bevollmächtigten Vertreter sowie über die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder vorzulegen. Bietergemeinschaften müssen sämtliche geforderten Nachweise für alle Mitglieder der Bietergemeinschaft vorlegen. Die Leistungsabgrenzung innerhalb der Bietergemeinschaft ist darzustellen.
Für die Ausführung des Auftrags ist eine Sicherheits- bzw. Zuverlässigkeitsüberprüfung der verantwortlichen Personen des Auftragnehmers erforderlich. Die schriftliche Einwilligungserklärung zur Überprüfung (ZÜP-LBIH-Einverständniserklärung) ist vorzulegen.
Bewerbergemeinschaften (z.B. Arbeitsgemeinschaften) natürlicher und juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist. Mit der Bewerbung ist eine
Erklärung über die Rechtsform, den bevollmächtigten Vertreter sowie über die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder vorzulegen. Bietergemeinschaften müssen sämtliche geforderten Nachweise für alle Mitglieder der Bietergemeinschaft vorlegen. Die Leistungsabgrenzung innerhalb der Bietergemeinschaft ist darzustellen.
Für die Ausführung des Auftrags ist eine Sicherheits- bzw. Zuverlässigkeitsüberprüfung der verantwortlichen Personen des Auftragnehmers erforderlich. Die schriftliche Einwilligungserklärung zur Überprüfung (ZÜP-LBIH-Einverständniserklärung) ist vorzulegen.
Öffentlicher Auftraggeber Name und Adressen
Name: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Niederlassung Mitte Zentrale Vergabe
Nationale Registrierungsnummer: 06-25930435-74
Postanschrift: Dieselstraße 1-7
Postleitzahl: 61231
Postort: Bad Nauheim
Region: Wetteraukreis
🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: info.fbt@lbih.hessen.de📧
Telefon: 0000📞
Fax: +49 6032-8862-111 📠
URL: https://vergabe.hessen.de🌏
Federführendes Mitglied ✅ Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
Der Auftrag wird von einer zentralen Beschaffungsstelle vergeben ✅
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
Zur Abgabe der notwendigen Eigenerklärungen sind zwingend die vorgegebenen
Vordrucke zu verwenden.
Als vorläufigen Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
akzeptiert der öffentliche Auftraggeber auch die Vorlage einer Einheitlichen
Europäischen Eigenerklärung (EEE).
Die ausgefüllten Unterlagen sind wie folgt einzureichen:
1. Die Teilnahmeanträge sind frist- und formgerecht ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Hessen (http://vergabe.hessen.de) zu übermitteln. Es genügt die Textform nach § 126b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt.
2. Eingereichte Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nur auf Anforderung zurückgegeben.
3. Im Falle von Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihen durch andere Unternehmen (gem. § 47 VgV) und Unterauftragnehmern (gem. § 36 VgV) sind die Formblätter "Bewerbungsbogen" inkl. der geforderten Anlagen und Nachweise von jedem Unternehmen einzeln einzureichen (EU 734).
4. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist mit dem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung der Bewerbergemeinschaft einzureichen (EU 740).
5. Im Falle von Unternehmen nach § 47 VgV (Eignungsleihe) und/oder im Falle von Unternehmen nach § 36 VgV (Unterauftragnehmer) ist mit dem Teilnahmeantrag Art und Umfang der Teilleistungen zu benennen, für welche sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmen bedienen wird (EU 741). Weiterhin ist eine Verpflichtungserklärung der anderen Unternehmen nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen (EU 742).
6. Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als Zentrale Vergabestelle im Sinne des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung, ist bei europaweiten Ausschreibungen seit 18. April 2017 zur elektronischen Kommunikation verpflichtet.
Dies bedeutet insbesondere, dass Angebote in offenen Verfahren, nicht offenen
Verfahren oder in Verhandlungsverfahren nur elektronisch in Textform über die
Vergabeplattform des Landes Hessen eingereicht werden können.
Eine Angebotsabgabe per E-Mail entspricht diesen Anforderungen nicht!
Angebote, die nicht elektronisch in Textform über die elektronische Vergabeplattform des Landes Hessen abgegeben werden, müssen vom Verfahren ausgeschlossen und dürfen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden. Interessenten, die an Verfahren im Bereich oberhalb der EUSchwellenwerte teilnehmen wollen, registrieren sich bitte auf der Vergabeplattform Hessen. Dort können Sie sich die Vergabeunterlagen zur
Ansicht in Ihren persönlichen Bereich herunterladen. Zur Angebotsabgabe
müssen Sie die Vergabeunterlagen im Bietercockpit öffnen, dort bearbeiten
und so das erstellte Angebot über das Bietercockpit digital abgeben.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
Zur Abgabe der notwendigen Eigenerklärungen sind zwingend die vorgegebenen
Vordrucke zu verwenden.
Als vorläufigen Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen
akzeptiert der öffentliche Auftraggeber auch die Vorlage einer Einheitlichen
Europäischen Eigenerklärung (EEE).
Die ausgefüllten Unterlagen sind wie folgt einzureichen:
1. Die Teilnahmeanträge sind frist- und formgerecht ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Hessen (http://vergabe.hessen.de) zu übermitteln. Es genügt die Textform nach § 126b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt.
2. Eingereichte Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nur auf Anforderung zurückgegeben.
3. Im Falle von Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihen durch andere Unternehmen (gem. § 47 VgV) und Unterauftragnehmern (gem. § 36 VgV) sind die Formblätter "Bewerbungsbogen" inkl. der geforderten Anlagen und Nachweise von jedem Unternehmen einzeln einzureichen (EU 734).
4. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist mit dem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung der Bewerbergemeinschaft einzureichen (EU 740).
5. Im Falle von Unternehmen nach § 47 VgV (Eignungsleihe) und/oder im Falle von Unternehmen nach § 36 VgV (Unterauftragnehmer) ist mit dem Teilnahmeantrag Art und Umfang der Teilleistungen zu benennen, für welche sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmen bedienen wird (EU 741). Weiterhin ist eine Verpflichtungserklärung der anderen Unternehmen nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen (EU 742).
6. Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als Zentrale Vergabestelle im Sinne des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung, ist bei europaweiten Ausschreibungen seit 18. April 2017 zur elektronischen Kommunikation verpflichtet.
Dies bedeutet insbesondere, dass Angebote in offenen Verfahren, nicht offenen
Verfahren oder in Verhandlungsverfahren nur elektronisch in Textform über die
Vergabeplattform des Landes Hessen eingereicht werden können.
Eine Angebotsabgabe per E-Mail entspricht diesen Anforderungen nicht!
Angebote, die nicht elektronisch in Textform über die elektronische Vergabeplattform des Landes Hessen abgegeben werden, müssen vom Verfahren ausgeschlossen und dürfen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden. Interessenten, die an Verfahren im Bereich oberhalb der EUSchwellenwerte teilnehmen wollen, registrieren sich bitte auf der Vergabeplattform Hessen. Dort können Sie sich die Vergabeunterlagen zur
Ansicht in Ihren persönlichen Bereich herunterladen. Zur Angebotsabgabe
müssen Sie die Vergabeunterlagen im Bietercockpit öffnen, dort bearbeiten
und so das erstellte Angebot über das Bietercockpit digital abgeben.
Körper überprüfen
Nationale Registrierungsnummer: Leitweg-ID: 06-25930435-74
Region: Darmstadt, Kreisfreie Stadt
🏙️
E-Mail: vergabekammer@rpda.hessen.de📧 Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Bekanntmachungsangaben
Bevorzugtes Datum der Veröffentlichung: 2024-05-21+02:00 📅
Änderungen Andere zusätzliche Informationen
Die z. T. bauzeitlichen Bodenbeläge sind für die Untersuchung der Konstruktion durch die Tragwerksplaner zu öffnen. Aufgrund des historischen Bestandes sind diese Arbeiten durch Restauratoren vorzunehmen. Da außerdem auch für die restauratorischen Voruntersuchungen Erkenntnisse aus den Öffnungen des Bodenbelags zu erwarten sind, soll die Herstellung dieser Öffnungen im Rahmen eines Zusatzvertrag von der bereits mit den restauratorischen Voruntersuchungen beauftragten Restaurierungswerkstatt Steyer durchgeführt werden.
Die z. T. bauzeitlichen Bodenbeläge sind für die Untersuchung der Konstruktion durch die Tragwerksplaner zu öffnen. Aufgrund des historischen Bestandes sind diese Arbeiten durch Restauratoren vorzunehmen. Da außerdem auch für die restauratorischen Voruntersuchungen Erkenntnisse aus den Öffnungen des Bodenbelags zu erwarten sind, soll die Herstellung dieser Öffnungen im Rahmen eines Zusatzvertrag von der bereits mit den restauratorischen Voruntersuchungen beauftragten Restaurierungswerkstatt Steyer durchgeführt werden.
Hauptgrund für die Änderung: Bedarf an zusätzlichen Bauleistungen, Dienstleistungen oder Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer.
Zu berichtigender Text in der ursprünglichen Bekanntmachung
Nummer des Abschnitts: CON-0001
Neuer Wert
Text:
Herstellen von Bodenöffnungen zur Untersuchung der Konstruktion durch die Tragwerksplaner.
Quelle: OJS 2024/S 098-299440 (2024-05-21)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2024-10-09) Objekt Beschreibung
Beschreibung der Beschaffung:
Das Stadtschloss Wiesbaden wurde in den Jahren 1837-41 nach Plänen des Architekten Georg Moller (1784-1852) durch Hofbaumeister Richard Görz (1811-1880) erbaut. Es gliedert sich als Eckgebäude in eine bestehende Straßenfront ein und signalisiert die zur Erbauungszeit politisch opportune Bürgernähe. Die entlang der Grundstücksgrenzen in einem stumpfen Winkel zueinander angeordneten Flügel des klassizistischen Schlosses treffen in einem zylindrischen Baukörper aufeinander. In der Winkelhalbierenden schließt sich an diesen Baukörper der Diagonalbau mit Haupt- und Nebentreppenhäusern an. Dieser verbindet die "kleine Rotunde" am Schlossplatz mit der "großen Rotunde", dem Kuppelsaal im Innenbereich der Liegenschaft. Ein im Bogen verlaufender Wintergarten, errichtet auf den Arkaden über den Kutscherumfahrten des Erdgeschosses, führt die Enden der drei Flügel im 1. Obergeschoss jeweils zusammen. Flügel, Diagonalbau und Wintergärten der fast achsensymmetrischen Anlage umschließen zwei dreieckförmige Innenhöfe. Das Gebäude zählt heute zu den wichtigsten Bauten des deutschen Klassizismus und stellt daher ein Kulturdenkmal von herausragender nationaler Bedeutung dar. Kaum verrät das eher schlichte äußere Erscheinungsbild die standesgemäße Prachtentfaltung im Inneren. Insbesondere die von Moller erdachten Besonderheiten technischer Einzellösungen (Eisenkonstruktionen der Wintergärten und Kuppeln, Ausmalungen auf Papier etc.) sowie die hohe Qualität der Ausstattung (Fußböden, Türen, Vorhänge, Stuckmarmor, Kronleuchter etc.) müssen in dieser Form als herausragend angesehen werden. Der Auftraggeber des Schlossbaus Herzog Wilhelm von Nassau verstarb bevor der Bau fertiggestellt werden konnte. Sein Sohn Herzog Adolph von Nassau-Weilburg bezog 1841 als erster und einziger ständiger Schlossherr das Bauwerk. Mit der Annexion Nassaus durch Preußen 1868 als Provinz Hessen-Nassau wurde das Schloss ein beliebter Aufenthaltsort der preußischen Königs- und später deutschen Kaiserfamilie - besonders Kaiser Wilhelm II. war von Wiesbaden angetan und residierte hier während seiner regelmäßigen Besuche. Kriegszerstörungen im zweiten Weltkrieg trafen vor allem den platzseitigen Ostflügel. Seit Dezember 1946 ist das Schloss Sitz des Hessischen Landtags. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts der Sanierungsmaßnahmen im ehemaligen herzoglichen Stadtschloss Wiesbaden (Dienstgebäude des Hessischen Landtags, Wiesbaden) finden seit Herbst 2021 bauhistorische Untersuchungen statt. Parallel sollen restauratorische Voruntersuchungen die geplante Restaurierung der Innenraumschale vorbereiten. In einem 1. Bauabschnitt werden bereits das 2. Obergeschoss, das Dachgeschoss und Teile des Kellergeschosses saniert. Die Endfassung der im 1. Bauabschnitt bearbeiteten Gebäudeteile richten sich wesentlich nach einem Konzept auf Grundlage einer bauhistorischen Untersuchung sowie der restauratorischen Voruntersuchungen. Diese bauhistorischen Erkenntnisse werden um Untersuchungen zur Entstehungs- und Veränderungsgeschichte des Keller-, Erd- und 1. Obergeschosses des ehem. herzoglichen Stadtschlosses insbesondere der wandfesten Ausstattung ergänzt werden. Darüber hinaus werden auch die Fassaden des Stadtschlosses untersucht. Die bauhistorischen Voruntersuchungen und die hier zu vergebenden restauratorischen Voruntersuchungen dienen anschließend als Grundlage für die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Die Planungsleistungen für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung der hochwertigen denkmalgeschützten Bausubstanz und Ausstattung und der geplanten Nutzungen wurden bereits in einem parallel stattfindenden Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb beschrieben. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts sollen nun die im Wesentlichen aus einer Vorplanungsphase aus dem Jahr 2011 vorliegenden restauratorischen Voruntersuchungen des 1. OG und EG vervollständigt und aktualisiert sowie um entsprechende Untersuchungen des KG und einiger untergeordneter, bisher noch nicht untersuchter Räume ergänzt werden. Dabei sind Bestands- und Schadenskartierungen zu ergänzen bzw. zu erstellen. Aus den Erkenntnissen der restauratorischen Voruntersuchungen soll anschließend ein Katalog der nötigen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen entwickelt werden, der darüber hinaus auch eine Kostenschätzung und eine Aussage zum zeitlichen Aufwand der Arbeiten enthält. Die vorhandenen Räume wurden aufgrund der unterschiedlich aufwendigen bzw. technologisch unterschiedlichen Ausführung bzw. Gestaltung in fünf verschiedene Raumgruppen unterteilt. Dabei handelt es sich zum einen um hochwertige Räume, die mit Dekorationsmalereien versehenen Decken, stuckierten und gefassten Profilen, mit Wandbespannungen oder bemalten Wänden mit verschiedenen Schmuckformen wie bemalten Stuckmarmorfriesen und hölzerner Ausstattungen in Form von Schmuckfußböden und Lambrien, Fenstern und Türen, ausgeschmückt sind. Zum anderen ist ein Großteil der Räume stark überformt und verändert worden und ist nur noch in einer reduzierten Gestaltungsform erhalten. Bei den nun geplanten Untersuchungen soll der vorhandene Bestand aufgenommen werden, hierbei steht die Identifizierung von noch erhaltenem bauzeitlichem bzw. historischem Bestand im Vordergrund. Alle späteren Veränderungen und Gestaltungen sollen allerdings ebenfalls untersucht und dokumentiert werden. Darüber hinaus soll der historische Bestand in seinem Erhaltungszustand dokumentiert und bewertet werden. Aus diesen Erkenntnissen soll ein auf den einzelnen Raum und das gesamte Schloss abgestimmtes restauratorisches Konzept zur Instandsetzung erarbeitet werden. Auf Grundlage der ausgeschriebenen Leistungen und der sich ergebenden Befundlage soll zusätzlich die Machbarkeit der vorgeschlagenen Rekonstruktionen aus dem vorliegenden "Masterplan zur Instandsetzung, Wiedereinrichtung und Nutzung der historischen Innenräume" unter Beachtung der Bedeutung des Stadtschlosses sowie unter Berücks
Das Stadtschloss Wiesbaden wurde in den Jahren 1837-41 nach Plänen des Architekten Georg Moller (1784-1852) durch Hofbaumeister Richard Görz (1811-1880) erbaut. Es gliedert sich als Eckgebäude in eine bestehende Straßenfront ein und signalisiert die zur Erbauungszeit politisch opportune Bürgernähe. Die entlang der Grundstücksgrenzen in einem stumpfen Winkel zueinander angeordneten Flügel des klassizistischen Schlosses treffen in einem zylindrischen Baukörper aufeinander. In der Winkelhalbierenden schließt sich an diesen Baukörper der Diagonalbau mit Haupt- und Nebentreppenhäusern an. Dieser verbindet die "kleine Rotunde" am Schlossplatz mit der "großen Rotunde", dem Kuppelsaal im Innenbereich der Liegenschaft. Ein im Bogen verlaufender Wintergarten, errichtet auf den Arkaden über den Kutscherumfahrten des Erdgeschosses, führt die Enden der drei Flügel im 1. Obergeschoss jeweils zusammen. Flügel, Diagonalbau und Wintergärten der fast achsensymmetrischen Anlage umschließen zwei dreieckförmige Innenhöfe. Das Gebäude zählt heute zu den wichtigsten Bauten des deutschen Klassizismus und stellt daher ein Kulturdenkmal von herausragender nationaler Bedeutung dar. Kaum verrät das eher schlichte äußere Erscheinungsbild die standesgemäße Prachtentfaltung im Inneren. Insbesondere die von Moller erdachten Besonderheiten technischer Einzellösungen (Eisenkonstruktionen der Wintergärten und Kuppeln, Ausmalungen auf Papier etc.) sowie die hohe Qualität der Ausstattung (Fußböden, Türen, Vorhänge, Stuckmarmor, Kronleuchter etc.) müssen in dieser Form als herausragend angesehen werden. Der Auftraggeber des Schlossbaus Herzog Wilhelm von Nassau verstarb bevor der Bau fertiggestellt werden konnte. Sein Sohn Herzog Adolph von Nassau-Weilburg bezog 1841 als erster und einziger ständiger Schlossherr das Bauwerk. Mit der Annexion Nassaus durch Preußen 1868 als Provinz Hessen-Nassau wurde das Schloss ein beliebter Aufenthaltsort der preußischen Königs- und später deutschen Kaiserfamilie - besonders Kaiser Wilhelm II. war von Wiesbaden angetan und residierte hier während seiner regelmäßigen Besuche. Kriegszerstörungen im zweiten Weltkrieg trafen vor allem den platzseitigen Ostflügel. Seit Dezember 1946 ist das Schloss Sitz des Hessischen Landtags. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts der Sanierungsmaßnahmen im ehemaligen herzoglichen Stadtschloss Wiesbaden (Dienstgebäude des Hessischen Landtags, Wiesbaden) finden seit Herbst 2021 bauhistorische Untersuchungen statt. Parallel sollen restauratorische Voruntersuchungen die geplante Restaurierung der Innenraumschale vorbereiten. In einem 1. Bauabschnitt werden bereits das 2. Obergeschoss, das Dachgeschoss und Teile des Kellergeschosses saniert. Die Endfassung der im 1. Bauabschnitt bearbeiteten Gebäudeteile richten sich wesentlich nach einem Konzept auf Grundlage einer bauhistorischen Untersuchung sowie der restauratorischen Voruntersuchungen. Diese bauhistorischen Erkenntnisse werden um Untersuchungen zur Entstehungs- und Veränderungsgeschichte des Keller-, Erd- und 1. Obergeschosses des ehem. herzoglichen Stadtschlosses insbesondere der wandfesten Ausstattung ergänzt werden. Darüber hinaus werden auch die Fassaden des Stadtschlosses untersucht. Die bauhistorischen Voruntersuchungen und die hier zu vergebenden restauratorischen Voruntersuchungen dienen anschließend als Grundlage für die Erstellung eines Sanierungskonzepts. Die Planungsleistungen für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes unter Berücksichtigung der hochwertigen denkmalgeschützten Bausubstanz und Ausstattung und der geplanten Nutzungen wurden bereits in einem parallel stattfindenden Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb beschrieben. Zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts sollen nun die im Wesentlichen aus einer Vorplanungsphase aus dem Jahr 2011 vorliegenden restauratorischen Voruntersuchungen des 1. OG und EG vervollständigt und aktualisiert sowie um entsprechende Untersuchungen des KG und einiger untergeordneter, bisher noch nicht untersuchter Räume ergänzt werden. Dabei sind Bestands- und Schadenskartierungen zu ergänzen bzw. zu erstellen. Aus den Erkenntnissen der restauratorischen Voruntersuchungen soll anschließend ein Katalog der nötigen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen entwickelt werden, der darüber hinaus auch eine Kostenschätzung und eine Aussage zum zeitlichen Aufwand der Arbeiten enthält. Die vorhandenen Räume wurden aufgrund der unterschiedlich aufwendigen bzw. technologisch unterschiedlichen Ausführung bzw. Gestaltung in fünf verschiedene Raumgruppen unterteilt. Dabei handelt es sich zum einen um hochwertige Räume, die mit Dekorationsmalereien versehenen Decken, stuckierten und gefassten Profilen, mit Wandbespannungen oder bemalten Wänden mit verschiedenen Schmuckformen wie bemalten Stuckmarmorfriesen und hölzerner Ausstattungen in Form von Schmuckfußböden und Lambrien, Fenstern und Türen, ausgeschmückt sind. Zum anderen ist ein Großteil der Räume stark überformt und verändert worden und ist nur noch in einer reduzierten Gestaltungsform erhalten. Bei den nun geplanten Untersuchungen soll der vorhandene Bestand aufgenommen werden, hierbei steht die Identifizierung von noch erhaltenem bauzeitlichem bzw. historischem Bestand im Vordergrund. Alle späteren Veränderungen und Gestaltungen sollen allerdings ebenfalls untersucht und dokumentiert werden. Darüber hinaus soll der historische Bestand in seinem Erhaltungszustand dokumentiert und bewertet werden. Aus diesen Erkenntnissen soll ein auf den einzelnen Raum und das gesamte Schloss abgestimmtes restauratorisches Konzept zur Instandsetzung erarbeitet werden. Auf Grundlage der ausgeschriebenen Leistungen und der sich ergebenden Befundlage soll zusätzlich die Machbarkeit der vorgeschlagenen Rekonstruktionen aus dem vorliegenden "Masterplan zur Instandsetzung, Wiedereinrichtung und Nutzung der historischen Innenräume" unter Beachtung der Bedeutung des Stadtschlosses sowie unter Berücks
Dauer
Datum des Endes: 2024-12-29 📅
Verfahren Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Elektronische Rechnungsstellung: Zulässig
Auftragsvergabe
Vertragsnummer: CON-0001 Angaben zum Wert des Auftrags/der Partie (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 491 975 EUR 💰
Name und Anschrift des Auftragnehmers
E-Mail: matthias.steyer@steyer-restaurierung.de📧
Telefon: 000📞
Ergänzende Informationen Bekanntmachungsangaben
Bevorzugtes Datum der Veröffentlichung: 2024-10-09+02:00 📅
Änderungen Andere zusätzliche Informationen
Bestandteil der restauratorischen Voruntersuchungen zur ES-Bau-Erstellung ist die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes in enger Abstimmung mit dem LfDH. Im Rahmen dieser Abstimmung sind basierend auf den Untersuchungsergebnissen tiefergehende Untersuchungen als im Auftrags-LV beschrieben erforderlich. Diese zusätzlichen und geänderten Untersuchungen sind dringend erforderlich, um das mit dem Auftrag verfolgte Ziel zu erreichen. Zusätzliche Vorversuche zu Löslichkeit, Abnahmetechniken, Abbeizen, Malschichtfestigungen, Klebungen, Ergänzungen, Retuschen, Firnis und Rekonstruktionen sind erforderlich, da der vorgefundene Zustand der Malereien sich nicht über die gängigen Verfahren untersuchen und bearbeiten ließ.
Bestandteil der restauratorischen Voruntersuchungen zur ES-Bau-Erstellung ist die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes in enger Abstimmung mit dem LfDH. Im Rahmen dieser Abstimmung sind basierend auf den Untersuchungsergebnissen tiefergehende Untersuchungen als im Auftrags-LV beschrieben erforderlich. Diese zusätzlichen und geänderten Untersuchungen sind dringend erforderlich, um das mit dem Auftrag verfolgte Ziel zu erreichen. Zusätzliche Vorversuche zu Löslichkeit, Abnahmetechniken, Abbeizen, Malschichtfestigungen, Klebungen, Ergänzungen, Retuschen, Firnis und Rekonstruktionen sind erforderlich, da der vorgefundene Zustand der Malereien sich nicht über die gängigen Verfahren untersuchen und bearbeiten ließ.
Hauptgrund für die Änderung: Bedarf an zusätzlichen Bauleistungen, Dienstleistungen oder Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer.
Zu berichtigender Text in der ursprünglichen Bekanntmachung
Nummer des Abschnitts: CON-0001
Neuer Wert
Text: Mehrmengen Vorversuche
Quelle: OJS 2024/S 198-610385 (2024-10-09)