Beschreibung der Beschaffung
In dem durch den RBm - SKzl Wissenschaft und Forschung 2018 beauftragten Gutachten über den Instandsetzungsbedarf aller Berliner Universitäten ist festgehalten, dass für das Hauptgebäude der HU Berlin ein sehr hoher Instandhaltungsstau und Sanierungsbedarf besteht. Mit einem ersten Bedarfsprogramm im Jahr 2010 war ursprünglich die vollständige Grundinstandsetzung des Gebäudes, deren Umsetzung langfristig in Teilbaumaßnahmen erfolgen sollte.
Ein erster Bauabschnitt (1. BA) befindet sich seit 2017 als Landesbaumaßnahme unter der Bauherrenschaft der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Ausführung und umfasst für den östlichen Seitenflügel die Sanierung der Fassade, Dach und Fenster, die brandschutz-technische Ertüchtigung, die Trockenlegung des Kellergeschosses und die Erneuerung der TGA. Zusätzlich werden in Ergänzung die Sanierung der beiden Hörsäle (Audimax und Kinosaal) sowie die durch die HU finanzierte Baumaßnahme „Ausbau Menzeldach“ im Rahmen des 1. BA realisiert. Die Grundinstandsetzung 1. BA wird voraussichtlich 2024 abgeschlossen. Geplanter Baubeginn für den 2. BA ist 2025.
In seiner Sitzung am 04.12.2019 hat der Hauptausschuss einer Übertragung der Bauherrenschaft für die Grundinstandsetzung Hauptgebäude 2. BA auf die HU Berlin zugestimmt. Die Inhalte des 2. BA stellen die konsequente Fortsetzung aller bisherigen Sanierungsmaßnahmen dar und wurden in unmittelbarem räumlichem Anschluss an den 1. BA entwickelt. Ursprünglich umfasste der 2. BA alle notwendigen Maßnahmen, die nicht im Rahmen des 1. BA realisiert werden konnten, einschließlich der Schaffung neuer Flächen mit dem Ziel der Unterbringung des Instituts für Geschichte. Zur Kostensenkung wurden von der SKzl in Abstimmung mit der HU Festlegungen getroffen, die den Umfang des 2. BA und somit die Kosten reduzieren.
In Anerkennung der energetischen Ziele des Landes Berlin soll auf dem Dach des Mitteltrakts eine PV-Anlage zur Deckung des zukünftigen energetischen Gebäudebedarfs errichtet werden. Die Abstimmung mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde steht hierzu noch aus.
Im 2. Bauabschnitt sind zusammenfassend die folgenden Maßnahmen vorgesehen:
1. Kopfbau Ost – bauliche, brandschutztechnische und technische Sanierung einschließlich Aus- und Umbauarbeiten zur Gewinnung zusätzlicher Nutzflächen
2. Fassaden-, Dach- und Fenstersanierung, die nicht Bestandteil des 1. BA waren
3. Restaurierung der Attikafiguren
4. PV-Anlage auf dem Dach des Mitteltrakts
Die Restmaßnahmen der vollständigen Grundsanierung des Hauptgebäudes wie die brandschutztechnische Ertüchtigung und die Erneuerung der TGA im Mitteltrakt inkl. die Sanierung Hörsaal 3038 und Senatssaal, die Sanierung Kopfbau-West (KG) und Nordkopf-West sowie die denkmalgerechte Sanierung der Außenanlagen sind nicht Gegenstand der zu vergebenden Leistungen der Objektplanung. Diese Maßnahmen sollen in einem letzten dritten Bauabschnitt (3. BA) zusammengefasst und zeitnah im Anschluss an den 2. BA realisiert werden.
Für den Umbau im Kopfbau Ost liegt ein anerkanntes Raum-, Funktions- und Ausstattungsprogramm vor.
Für das Vorhaben wurde der voraussichtliche Kostenrahmen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen unter Berücksichtigung der genannten Unterlagen in Höhe von 30,25 Mio. EUR brutto (incl. Unvorhergesehenes, Kostenstand IV. Quartal 2020) festgelegt.
Mit dem Formular „Spezifische Leistungspflichten der Technischen Ausrüstung“ werden alle Leistungen aufgeführt, deren Übertragung an den AN vorgesehen ist.
Gemäß Vertragsmuster für die Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung erfolgt eine stufenweise Beauftragung, beginnend mit der Erbringung der Leistungsstufe 1 der Planung der Anlagengruppen 1, 2, 3, und 8.
Im Rahmen dieser Anlagengruppen sind im 2. Bauabschnitt zusammengefasst die folgenden Maßnahmen vorgesehen: Hörsaallüftung einschl. geregelter Kühlung, Bürolüftung, statische und konstante Heizung, Sanitärausstattung WCs, und Regenentwässerung.