Beschreibung der Beschaffung
Gegenstand der Vergabe sind die Planungsleistungen Architekten für den Neu- und Erweiterungsbau am Bundesstützpunkt (BSP) Hockey Mülheim. Mit ca. 30 Bundeskaderathletinnen und -athleten im Bereich Olympiakader, Perspektivkader, Nachwuchskader 1 (OK/PK/NK1) stellt der Bundesstützpunkt Hockey in Mühlheim von 6 Bundesstützpunkten einen der stärksten Bundesstützpunkte Hockey dar.
Um den Anforderungen an eine moderne Hockeytrainingsstätte an einem Bundesstützpunkt gerecht zu werden, beabsichtigt der HTC Uhlenhorst Mühlheim e.V. am Bundesstützpunkt Hockey Mülheim den Neubau einer Zweifeld-Hockeyhalle sowie den Erweiterungsbau eines Athletikzentrums. Die Maßnahme umfasst den Neubau der Zweifeldhockeyhalle, die Erweiterung des Fitnessbereichs mit Umkleiden und Sanitärbereichen sowie die Erweiterung der Büro- und Seminarbereiche in der bestehenden Halle. Aktuell besteht eine Halle, welche sowohl für Hockey als auch für Tennis genutzt wird und bereits 50 Jahre alt und sanierungsbedürftig ist. Entstehen soll eine Zweifeld-Hockeyhalle und Athletikflächen mit entsprechenden Räumen und Freiflächen für Fitness. Die Baumaßnahme umfasst einen Sanitätsraum und einen Kraftraum, welcher aufgrund der benötigten Fitness- und Kraftgeräte sowie der Anzahl der Kaderathletinnen und -athleten eine Größe von ca. 180 m2 haben soll. Auch soll ein Büro- und Seminarbereich mit Videoanalysebereich entstehen, der vom Bundesstützpunkt für Mannschaftsbesprechungen gewünscht wird.
Zur Veranschaulichung des Planungsvorhabens wird auf die den Vergabeunterlagen beigefügte Bedarfsanalyse des Deutschen Hockey-Bundes zu den Planungen eines Athletikbereichs, von Büro- und Besprechungsräumen sowie einer Hockeyhalle am Bundesstützpunkt Mülheim a. d. Ruhr vom 28.08.2020 verwiesen.
Ferner wird auf die beigefügte bildliche Kurzdarstellung des beabsichtigten Bauvorhabens verwiesen.
In der bestehenden Halle, welche zukünftig als Dreifeld-Tennishalle genutzt werden soll (Gebäudeteil A, Sanierung und Erweiterung der Tennishalle ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung), befindet sich ein teilunterkellerter Bereich mit Technikräumen, Umkleiden und Sanitärräumen, sowie ein Mannschaftsraum im oberen Geschoss. Der durch den ehemals größeren Hockeyteil freibleibende Platz soll zusammen mit dem vorhandenen Mannschaftsraum als Büro- und Seminarbereich ausgebaut werden (Gebäudeteil C).
Die Technikräume beinhalten auch die Hausanschlüsse der Medien Gas, Wasser, Abwasser und Strom, die für die Erweiterungen mit genutzt werden sollen.
Auf der clubeigenen Fläche der Außentennisplätze 11 und 12 soll der Fitnessbereich mit Umkleiden und Sanitärbereich entstehen (Gebäudeteil B).
Auf einer zusätzlich arrondierten Fläche des benachbarten Reitvereins soll eine Zweifeldhockeyhalle entstehen.
Auf die Barrierefreiheit ist neben dem Behinderten-WC zumindest im Bereich der Fitness-, Seminar- und Büroräume zu achten.
Die Netto-Grundfläche ohne den Bereich der bestehenden Halle, welcher zukünftig als Tennishalle genutzt werden soll, beläuft sich auf rd. 3.900 m2. Diese setzt sich wie folgt zusammen:
- Fitnessbereich inklusive Umkleiden und Sanitärräume: ca. 850 m2
- Seminar-/Büroräume: ca. 320 m
- Hockeyhalle: ca. 2.700 m
Kostenrahmen des ausgeschriebenen Bauvorhabens (Kostengruppe 300, 400, 500, 700): rd. 4.4 Mio. EUR netto
- Neubau einer 2-Feld-Hockeyhalle: ca. 2.600.000,- EUR (KG 300+ 400: ca. 2,0 Mio EUR netto)
- Erweiterungsbau für Fitnessbereich, Umkleiden und Sanitärräume ca. 1.600.000,- EUR (KG 300 +400: ca. 1,3 Mio EUR netto)
- Sanierung und Einbau von Seminar-/Büroräume im Bereich der alten Tennishalle: ca. 200.000,- EUR (KG 300 + 400: ca. 190.000 EUR netto)
Die Architekturplanung hat die Planung der Außenanlagen mitzuumfassen.
Es ist beabsichtigt, für die Maßnahme eine Förderung durch das Land, den Bund und weiteren Fördermittelgebern zu erzielen. Die Durchführung der Leistungsphasen 1-3 dient der Vorbereitung des Förderantrages. Die Erteilung der Fördermittelzusagen kann erst nach Abschluss der Leistungsphasen 1-3 erfolgen. Die Vergabe erfolgt daher in einem abgestuften Verfahren, bei welchem die Stufe 1 die planerischen Leistungen der Leistungsphasen 1 - 3, § 34 HOAI und die Stufe 2 die Leistungsphasen 4 - 8, § 34 HOAI beinhaltet. Mit Zuschlagserteilung werden die Leistungsphasen 1-3, § 34 HOAI beauftragt. Die Beauftragung der Leistungsphasen 4-8, § 34 HOAI steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung durch die Fördergeber und entfaltet im Falle einer Versagung der Zustimmung keine Rechtskraft.
Die Erstellung förderantragsfähiger Unterlagen (LPH 1-3, § 34 HOAI) hat unmittelbar nach Auftragserteilung zu erfolgen.
Ausweislich der Angaben des Fördermittelgebers ist die Maßnahme in der Bewilligungsplanung 2022 berücksichtigt, so dass eine Bewilligung von Bundes- wie Landesmittel daher in 2022 erfolgen sollte. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist das baufachliche Prüfungsergebnis, welches auf den durchgeführten Leistungsphasen 1-3 basiert.
Vor diesem Hintergrund sollten die LPH 1-3 bis Ende September / Anfang Oktober 2022 abgeschlossen sein. Eine Verlängerung der derzeitigen mit dem Fördermittelgeber abgesprochenen Vorlagefrist September/Oktober 2022 beim Fördergeber ist im Gespräch.
Geplanter Baubeginn: März / April 2023
Die Bauzeit wird mit 12 Monaten angenommen.
Die Maßnahme wird nach den Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsbaumaßnahmen (RZBau) durchgeführt.
Die Beauftragung der Planungsleistungen erfolgt gemäß HOAI.
Die Vergabe der Bauleistungen wird in Einzelvergaben nach den entsprechend anzuwendenden vergaberechtlichen Grundlagen ausgeschrieben.
Die örtliche Präsenz in Mülheim an der Ruhr ist in engen Intervallen gemäß Planungserfordernissen sicherzustellen.
Der Auftraggeber schreibt die Leistung europaweit im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens aus.
Weiterführende Details sind den Teilnahmebedingungen zu entnehmen.