Beschreibung der Beschaffung
Die Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital gemeinnützige GmbH mit ihren Einrichtungen Bür-gerhospital und Clementine Kinderhospital, sowie dem Senkenbergzentrum für Humangenetik, der Substitutionsambulanz (e.V.) und einer Dienstleistungsgesellschaft plant die Erweiterung ihres Kran-kenhausinformationssystems (ff. KIS) um KHZG-konforme Softwaremodule im Sinne des § 19 Abs. 1 S. 1 Nrn. 3,4,5 und 6 KHSFV
Die beiden Einrichtungen arbeiten räumlich getrennt, sind jedoch in einem gemeinsamen KIS-Mandanten organisiert und rechnen unter einer IK-Nummer ab.
Als KIS ist das Produkt ORBIS der Fa. Dedalus im Einsatz. Eine Übersicht über die im Einsatz be-findlichen ORBIS-Softwaremodule befindet sich im Reiter 1a. ORBIS wird durch die EDV-Abteilung des Bürgerhospitals gehostet und administriert.
Ziel dieser Ausschreibung und somit Ausschreibungsgegenstand ist die Beschaffung KHZG-konformer Softwaremodule der o.g. Fördertatbestände, welche je nach Möglichkeiten des Anbieters durch Schnittstellen oder durch eine direkte Integration an die vorhandenen ORBIS-Module andocken und somit ein ganzheitlich KHZG-konformes KIS bilden.
Ausdrücklich nicht Gegenstand der Ausschreibung ist die Ablösung einzelner oder aller ORBIS-Softwaremodule.
Die technische Installation der Softwaremodule sowie deren technische und systemtechnische Administration erfolgt im Rechenzentrum der Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital gemeinnützige GmbH (ff. Bürgerhospital)
Das Angebot muss alle Leistungen beinhalten, die für eine betriebsbereite Installation der KHZG-Softwaremodule erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, die Lizenzen, konfigurierte Import- / Export-Schnittstellen (soweit erforderlich), Dienstleistungen für Projektmanagement, die Organisationsgespräche und deren Dokumentation, die Konfiguration der Software, die Schulung der Anwender und Administratoren, die Begleitung des Echtbetriebs über einen Zeitraum von 5 Dienstleistungstagen sowie die Unterstützung des Auftraggeber im Abnahmeverfahren. Diese Dienstleistungen müssen in einem Umsetzungskonzept beschrieben werden.
Das Angebot muss Folgendes ergänzend beinhalten:
Ein Umsetzungskonzept inkl. einem Schulungskonzept mit Art und Umfang der Schulung für Anwender und Administratoren sowie ein Implementierungskonzept aus dem der zeitliche und inhaltliche Aufwand differenziert nach internem (Auftraggeber) und externem (Auftragnehmer(n)) hervorgeht. Alle Schulungen finden im Bürgerhospital statt. Pro Schulung werden bis zu 10 Personen geschult. Sollten aufgrund der gesundheitlichen Rahmenbedingungen Online-Schulungen erforderlich werden, können daran auch mehr als 10 Personen teilnehmen.
Der Bieter erstellt Schulungsunterlagen, welche sich auf die angebotene Lösung und die tatsächliche Konfiguration beziehen.
Eine Übersicht über die vom Anbieter gewählte Projektorganisation, mit Angabe sowohl der Teilprojekte / Aufgaben auf Seiten des Anbieters, als auch die Mitwirkungen ggf. in Form von Teilprojekten auf Seiten des Bürgerhospitals muss den Angebotsunterlagen ebenfalls beigefügt werden.
Anforderungen an die Beratungskompetenz der Mitarbeiter des Anbieters:
Für die gesamte Implementierungsphase muss der Anbieter nachweisen, dass er Mitarbeiter einsetzt, deren fachliches Knowhow sich nicht nur auf die Kenntnis der Software fokussiert, sondern auch fundierte Kenntnisse der betroffenen Prozesse im Krankenhaus vorhanden sind. Da die Beratungskompetenz der Mitarbeiter aus dem Projektteam des Anbieters entscheidend für den Projekterfolg ist, wird der Anbieter gebeten, dem Angebot Mitarbeiterprofile des Projektleiters und der Berater mit namentlicher Benennung beizufügen, die für diese Umsetzung in diesem Projekt vorgesehen sind. Die Mitarbeiterprofile sollen dabei die Kompetenzen der Projektleitung als auch die der Fachberater an Hand vergleichbarer Projekte darstellen.
Es ist ein zentrales Projektmanagement gefordert, welches als Ansprechpartner vom Anbieter für das Bürgerhospital für den gesamten Projektzeitraum bis 4 Wochen nach Abnahme agiert. Dem Angebot muss ein Projektplan beigefügt sein.
Der Projektleiter des Anbieters hat die Aufgabe, die Einführung in Abstimmung mit dem Auftraggeber zu planen und zu überwachen. Gleichzeitig ist der Projektleiter zentraler / primärer Ansprechpartner für das Projektteam der Einrichtung im Rahmen der Einführungsphase. Die Kosten für die Projektleitung sind pauschal mit anzubieten.
Detaillierte Systemspezifikationen z.B. über erforderliche Speicherkapazitäten, Anforderungen an die technische Ausstattung von Servern und Clients oder Betriebssystemen, müssen dem Angebot beigefügt sein.
Die Einzelheiten sind der Anlage 1 zu denVergabeunterlagen zu entnehmen.