Beschreibung der Beschaffung
Die Ruhrbahn GmbH plant die Anschaffung und den Einbau von 3 Krananlagen mit 3 Kratzbahnen, á jeweils 750 kg Traglast, für den Neubau der Straßenbahnwerkstatt an der Beuststraße 45 in Essen.
Die Arbeitsstände Spur 2,3 und 4 erhalten, parallel zum Gleis, je eine Einschienenkranbahnanlage -
Laufkatzanlage.
Die Kranbahnträger verlaufen für die Spur 2 + 3 von Achse 1 bis 14 über rund 80 m und für die Spur 4 von Achse 1 bis 8 über rund 40 m parallel zur Fahrleitung, die in den Plänen erfasst und dargestellt ist.
Für die Spur 2 + 3 ist die Verfahrbarkeit der Laufkatzen über 2 Arbeitsplatzbereiche (Achse 1 bis 7/8 und Achse 7/8 bis 14) vorgegeben. Dabei muss gewährleistet werden, dass die jeweilige Lauflatze aus der Parkposition nur in dem Arbeitsbereich verfahrbaren werden kann, in dem die Fahrleitung spannungsfrei geschaltet ist. Ein Überfahren mit der Laufkatze vom spannungsfreien Arbeitsbereich in den Bereich mit zugeschalteter Fahrleitung ist zwischen Achse 7 - 8 durch entsprechende Schaltkontakte sowie deren Zustandsmeldung an den Schaltschrank der Krananlagen mit Weiterleitung/-gabe an die Fahrleitungsüberwachungsanlage zu berücksichtigen.
Entsprechende eigensichere Schaltanlagen und potentialfreie Kontakte sind vorzusehen.
Die besonderen Anforderungen für die Isolierung und Absicherung der Laufkatzen sind steuertechnisch so auszulegen, dass die Laufkatzanlagen in der Parkposition verriegelt sind, wenn die Fahrleitung unter Spannung steht! Alle Laufkatzanlagen sind in das Erdungskonzept der Werkstatt einzubinden, die Erdungskabel sind entsprechend zu montieren und aufzulegen.
Die Montage der Anlagen erfolgt als Unterbau-Tragkonstruktion, zu montieren über Schraubverbindungen an den Dachträgern der Dachkonstruktion. Eine Detailzeichnung ist dem Leistungsverzeichnis beigefügt. Die Spannweite von Dachträger zu Dachträger beträgt jeweils 6.000 mm, die Anflanschung an die Trägerkonstruktion sowie die Schraubverbindungen der Stöße sind mit Gegenstand der Leistung, ist aus den Plänen sowie den Statikunterlagen zu entnehmen.
Eine Besonderheit der Laufkatzenanlage ist, dass an den Enden (Achse 1 + 14) jeweils eine Verschwenkung der Schiene um 90° für die Parkposition der Laufkatze aus dem Fahrbereich der Straßenbahnen erforderlich ist, um diesen freizugeben. Hierfür sind entsprechende Unterkonstruktionen gemäß Statikunterlagen zu berücksichtigen. Dies gilt für die Spur 2 und 3.
Für die Spur 4 ist die Parkposition der Laufkatzanlage in Achse 1 für die Ausführung einzuplanen. Ferner muss die Steuerung der Laufkatze so ausgelegt werden, dass in dem Bereich Achse 7-8 die Laufkatze nur eingefahren werden kann, wenn dieser nicht schon durch die Teleskopkrananlage befahren worden ist. Es muss also schaltungstechnisch durch Verriegelungskontakte sichergestellt werden, dass eine Kollision der beiden Krananlagen zwischen Achse 7 + 8 sicher vermieden wird.