Beschreibung der Beschaffung
Der Neubau der Grundschule wird über einen großzügigen und transparenten Eingang über die Straße An der Overbergschule erschlossen. Der Haupterschließungskern besteht aus einer Treppe und einer Aufzugsanlage, die transparent und barrierefrei gestaltet sind. Der Schulneubau mit Mensa und Sporthalle erstreckt sich über insgesamt ca. 2.540 m² (BGF). Der Baukörper ist 2-Geschoßig ausgebildet mit einer Teilunterkellerung. Auf der Dachfläche der Sporthalle soll eine Multifunktionsfläche entstehen, die zusätzlich zum Schulhof von den Schülern genutzt werden kann. Entlang der Bogenstraße im Erdgeschoss erstreckt sich der Verwaltungsbereich mit WC-Anlagen und Mensa. Unmittelbar danach schließt die Sporthalle mit Technikräumen und Lagerflächen für Sportgeräte an. Der zweigeschossige Lern-Cubus mit 11 Klassenräumen schließt das Gebäude im ruhiger gelegenen, hellen Süden des Grundstücks ab und ist zugleich durch die Anordnung in der Grundrissgeometrie in mehreren Varianten unabhängig erweiterbar.
Beim Tragwerk werden Holz und Beton entsprechend ihrer jeweiligen Vorteile und Stärken in einer Hybridbauweise effizient kombiniert. Eine hochgedämmte Außenwandkonstruktion in Holz-Massivbauweise mit hinterlüfteter Fassade bildet die Außenhaut. Zur Gewährleistung eines optimalen Brand- und Schallschutzes wird dies mit Decken aus Recyclingbeton kombiniert. Die Dachfläche soll neben der Multifunktionsfläche zur Gewinnung von hauseigenem Solarstrom genutzt werden.
Die sanitären Anlagen sind entsprechend der geltenden Normung und nach den anerkannten Regeln der Technik zu planen und zu bauen. Im Planungsprozess ist zu prüfen, ob die Trinkwassererwärmung zentral oder dezentral erfolgen soll. Die Anzahl und Beschaffenheit der Trinkwasser- und Abwasseranschlüsse in der Küche erfolgt durch den Küchenfachplaner. Ein Fettabscheider ist vorzusehen. Die Dachfläche wird extensiv begrünt. Das anfallende Regenwasser wird über außenliegende Fallrohre abgeleitet. Im Planungsverlauf ist die Regenwasserbewirtschaftung in Form von Rückhaltung mit verzögerter Einleitung und/oder Versickerung zu prüfen und zusammen mit dem Außenanlagenplaner, dem Eigenbetrieb Stadtentwässerung und dem Umweltamt und ggfs. weiteren Behörden abzustimmen. Die Wärmeversorgung ist entsprechend der geltenden Normung und nach den anerkannten Regeln der Technik zu planen und zu bauen. Die Stadt Koblenz strebt für die städtischen Liegenschaften eine CO2 neutrale Wärmeerzeugung an. Das Gebäude soll einen Anschluss an ein noch zu bauendes Nahwärmenetz erhalten. Über diesen Anschluss soll im Sommer Pumpenwarmwasser und im Sommer Pumpenkaltwasser bezogen werden.
Im Sommer wird das Pumpenkaltwasser zur Wärmeabfuhr aus dem Gebäude genutzt. Die Art der Wärmeübertragung in den Raum (Heizkörper, Fußbodenheizung, etc.) ist zu prüfen und zu vergleichen. Die Einstellung der Raumtemperaturen soll über die zentrale GLT erfolgen.
Die Lüftungsanlagen sind entsprechend der geltenden Normung und nach den anerkannten Regeln der Technik mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung zu planen und zu bauen. Um den hygienisch erforderlichen Mindestluftwechsel zu gewährleisten sind die Räume der Schule maschinell zu be- und entlüften.
Die Lüftungsanlage soll mit einem Kühlregister ausgestattet sein. Die Küchenlüftung ist nach VDI 2052 zu planen.
Zur Gebäudeautomatisation und zur Regelung der Haustechnischen Anlagen wie Heizung, Lüftung, Jalousien, etc. wird eine Hardware-/Software-Lösung von Wago eingesetzt. Es handelt sich um das von der Stadt Koblenz festgesetzte Leitfabrikat, welches in den städtischen Liegenschaften genutzt wird.
Die Bedienung und Beobachtung der Anlagen erfolgt über Web-HMI, via PC, Touchpad oder Smartphone.
Die Elektroanlage ist entsprechend der geltenden Normung und nach den anerkannten Regeln der Technik zu planen und zu bauen. Die Stadt Koblenz strebt für die städtischen Liegenschalten eine CO2 sparendes System an. Das System sollte so einfach wie möglich strukturiert und langlebig sein. Bei der Planung ist der AKS der Stadt Koblenz zu Berücksichtigen und nach Bauherren Vorgabe zu verwenden.
Bei der Zugangskontrolle kommt Stadtweit ein System von Bosch/Miditec zum Einsatz welches entsprechend einzuplanen ist. Es besteht in der Stadt eine Zentrale Telefonanlage Hipath4000 welche eingebunden wird. Falls Steuerungssysteme in der Elektroanlage eingesetzt werden ist diese durch das System von SBC zu realisieren. Das Gebäude wird als Ausstattung eine Verschattungsanlage erhalten. Der Kabelzug MSR erfolgt bei Raumübergreifenden Verkabelungen über das Gewerk Elektro. Die Planung von Leerrohren wird durch den Planer Elektro durchgeführt, Verlegung dieser erfolgt dann durch den Rohbauer.
Gegenstand sind die hierzu notwendigen Ingenieurleistungen:
- Ingenieurleistungen HLS: Leistungsphase 2-8
- Ingenieurleistungen Elektro: Leistungsphase 1-8 inkl. Leerrohrplanung