Beschreibung der Beschaffung
Der Auftrag umfasst die Fachplanung Technische Ausrüstung HLS gemäß Teil 4 Abschnitt 2 HOAI AG 1-3, 7-8 für den Neubau der St. Katharinengemeinde mit Kindertagesstätte, Wohnungen und Tiefgarage.
Leistungsphasen (LPH) 1-9 zu:
— Anlagengruppe 1 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen,
— Anlagengruppe 2 Wärmeversorgungsanlagen,
— Anlagengruppe 3 Lufttechnische Anlagen,
— Anlagengruppe 7 Küchentechnik,
— Anlagengruppe 8 Gebäudeautomation
Es ist eine stufenweise Beauftragung von Leistungen der LPH 1-9 vorgesehen.
An dem Standort der St. Katharinengemeinde in Frankfurt wurde in den vergangenen Jahren ein Neubauprojekt eines Gemeindehauses, einer vierzügigen Kindertagesstätte und 12 Wohnungen mit Tiefgarage als Ersatz für das bestehende Gemeindehaus mit Kita aus dem Jahr 1954 entwickelt.
Das 1.738 m² große Grundstück liegt an der Leerbachstraße in zentraler Innenstadtlage. Ein positiver Baubescheid (BVB) liegt vor.
Aktuelle Überlegungen der Ev. Kirche in Frankfurt erwägen im Zuge der Zusammenlegung mehrerer angrenzender Gemeinden zu einer gemeinsamen „Innenstadtgemeinde“ die Aufgabe dieses Standortes als Gemeindehaus. Dies hätte eine Anpassung der inneren Gebäudestruktur und des Nutzungsmixes gegenüber des BVB zur Folge.
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Allgemeine Beschreibung der Neuplanung:
Der Neubau orientiert sich in seiner Breite entlang der Leerbachstraße an den vorhandenen Bestandskörpern. Die teil-öffentlichen Nutzungen Kita im EG und 1. OG bilden einen Sockel, auf den der Wohnungsbau mit einer kleineren Grundfläche folgt. Die Flächen der ursprünglich geplanten Gemeindehausnutzung werden aller Voraussicht nach der Kita für eine weitere Betreuungsgruppe zugeschlagen.
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Der geplante Gebäudekomplex hat fünf Vollgeschosse zuzüglich eines Staffelgeschosses. Die zweigeschossige Sockelzone hat eine größere Gebäudetiefe als der aufgehende Wohnungstrakt.
Gebäudeklasse und Sonderbau
Das Gebäude hat eine Höhe von ca. 17 m (Höhe gem. HBO § 2.3 Satz 3).
Die Kita erstreckt sich über zwei Geschosse (EG und 1. OG, Gebäudeklasse 5 – Sonderbau)
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Nutzungsbeschreibung:
Das ursprünglich geplante Gemeindezentrum entfällt voraussichtlich.
Die angegliederte Kita soll zukünftig aus 4-5 Ü3-Gruppen bestehen, in denen jeweils ca. 20 Kinder/Gruppe betreut werden. Daneben gibt es einen gemeinsam nutzbaren Bewegungsraum, Neben- und Personalräume, ein Büro sowie eine Küche.
Die im 2.-5. Obergeschossen liegenden Wohneinheiten besitzen einen Wohnungsmix aus 2- bis 4-Zimmerwohnungen von insgesamt rund 815 m² Wohnfläche.
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Baukonstruktion:
Die tragenden Außenwände sollen in Massivbauweise, das Untergeschoss als wasserundurchlässiges Bauwerk aus Beton ausgeführt werden. Tragende Innenwände sind aus Stahlbeton und Mauerwerk vorgesehen. Die nichttragende Trennwände sind in Mauerwerk bzw. als Leichtbauwand / Trockenbauwand geplant. Deckenplatten werden in Stahlbeton nach statischen Erfordernissen ausgeführt. Alle Gebäudeteile sind mit Flachdach geplant und sollen (bis auf die den Wohnungen zugeordneten Dachterrassen) extensiv begrünt werden.
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Projektziele:
A. Projektziele Wasser, Abwasser, Beheizung, Lüftung
Es werden einfache, leicht zu betreibende und wartende Systeme angestrebt.
Das Gesamtkonzept für die Gebäude sollte hinsichtlich energetischer, betriebstechnischer und wirtschaftlicher Optimierungspotentiale bewertet werden. Grundsätzlich sind Investitionskosten für die Haustechnik in eine angemessene Relation zu ihrem Einsparpotenzial zu setzen.
Die erforderliche Regelungstechnik sollte möglichst gering gehalten und wartungsarm sein.
Der Neubau soll als Hybridgebäude geplant werden. Die Gebäudehülle wird in Holztafelbauweise vorgefertigt. Die TA muss in die vorgefertigten Elemente integriert werden.
Beheizung
Angestrebt wird eine hohe thermische Behaglichkeit. Für Heizung und Lüftung sind Low-Tec-Varianten mit einem angemessenen Anteil erneuerbarer Energien anzustreben. Besonders für die temporär genutzten Gebäudeteile der Kita ist außerhalb der Nutzungszeit ist eine zentrale Temperaturabsenkung am Wärmeerzeuger gewünscht.
Weitere Angaben Projektziele s. VI.3
Rahmentermine
Der Planungsbeginn soll unmittelbar nach Beauftragung im dritten Quartal 2022 erfolgen.
Planungsbeginn unmittelbar nach Beauftragung
Konzeption/Vorplanung 1.Quartal 2023
Bauantragsplanung 2. Quartal 2023
Baubeginn: 07/2024
Fertigstellung 04/2025
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Baukosten nach derzeitigem Kenntnisstand:
KG 200 ca. 360.000,00 EUR (brutto)
KG 300 ca. 5.162.106,00 EUR (brutto)
KG 400 ca. 1.810.346,40 EUR (brutto)
KG 400 nach Anlagegruppen:
KG 410 ca. 405.000,- EUR (brutto)
KG 420 ca. 335.000,- EUR (brutto)
KG 430 ca. 250.000,- EUR (brutto)
KG 470 ca. 51.000,- EUR (brutto)
KG 480 ca. 53.000,- EUR (brutto)
Fläche und Volumen:
Brutto-Grundfläche (BGF) gesamt: ca. 3.700 m²
Brutto-Rauminhalt (BRI) gesamt: ca. 12.900 m³