Beschreibung der Beschaffung
Die Stromnetz Hamburg GmbH plant unter beengten Platzverhältnissen auf der
Nordostseite des Grundstücks Foorthkamp 30, 22419 Hamburg in dem Stadtteil
Langenhorn ein neues Umspannwerk. Das vorhandene Umspannwerk kann erst nach
Errichtung und Inbetriebnahme des Neubaus zurückgebaut werden.
Das 2- geschossige Umspannwerk ist unterkellert und in Massivbauweise mit einer
Flachgründung vorgesehen. Die Außenabmessungen betragen ca. L x B x H = 3 4,1 m x
13,5 m x 11,3 m. In dem geplanten Umspannwerk befinden sich zwei Trafokammern,
sowie die erforderlichen Betriebsräume für die 10- kV- Anlagen und Sekundärtechnik.
Außerdem befinden sich in dem Gebäude Nebenräume für die Durchführung von
Wartungs- und Servicearbeiten sowie ein Sozialraum für die Mitarbeiter.
Das Kellergeschoss wird als Weiße Wanne aus wasserundurchlässigem Beton
ausgeführt. Die Kellerinnenwände werden ebenfalls aus Stahlbeton hergestellt. Sämtliche
Decken sowie die Dachdecke werden in Stahlbeton hergestellt. Der Hochbau erfolgt aus
tragenden Mauerwerkswänden und Stahlbetonstützen. Die Außenwände bestehen dabei
aus KS- Mauerwerk mit einer Wärmedämmung und einem Verblendmauerwerk. Die
Innenwände werden ebenfalls aus KS- Mauerwerk ausgeführt.
Die Baugrube wird durch eine Trägerbohlwand gesichert. Die Baugrubensohle liegt bei
NN + 16,40 m bzw. 4,50 m i. M. unter GOK. Die Vorgaben der Baugenehmigung zum
Schutz der Bäume sind bei der Bauausführung unbedingt einzuhalten. Sämtliche
Baumpflegemaßnahmen werden durch die bereits beauftragte Baumpflegefachfirma
ausführt und durch die Fachbauleitung Baumschutz begleitet.
Für die Bauausführung kommt ein Turmdrehkran zum Einsatz, der auf der Sohlplatte im
Kellergeschoss montiert wird. Die Sohlplatte wird im Aufstellbereich als Kranfundament
ausgebildet. I n dem Fundament werden zusätzliche Fundamentanker aus Stahl
vorgesehen. Der Turmdrehkran wird erst nach Fertigstellung des Rohbaus aus dem
Gebäude gehoben. Die Decken müssen mit provisorischen Aussparungen für den Kran
hergestellt werden. Während der Kran im Gebäude steht, müssen die Decken bis zur
Sohle durchgesteift werden. Die Aussparungen werden mit Rückbiegeanschlüssen
hergestellt, damit die Decken nach Herausheben des Krans kraftschlüssig verbunden
werden können.
In dem Umspannwerk sind Stahlbühnen (Doppelböden) geplant, die zu einem späteren
Zeitpunkt durch den AG eingebaut werden. I n den Mauerwerkswänden sind vom AN
Auflagertaschen für die Stahlträger vorzusehen. Im Kellergeschoss werden die
Stahlträgeranschlüsse durch Konsolen an den Stahlbetonwänden oder mittels Dübel
hergestellt.
Genauere Erläuterungen der einzelnen LV - Positionen sind den angegebenen Abschnitten
des Leistungsverzeichnis zu entnehmen.