Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern
Aus den Bewerbern im Teilnahmewettbewerb werden drei bis fünf nicht auszuschließende und geeignete Bewerber ausgewählt aufgefordert. Die Festlegung der Anzahl der Bewerber, die innerhalb der genannten Spanne zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, liegt im freien Ermessen der Vergabestelle. Ist eine Auswahl erforderlich, findet diese anhand von Auswahlkriterien statt (§ 51 VgV). Maximal sind 1.500 Punkte erreichbar. Bewertet werden folgende Kriterien mit je bis zu 5 Wertungspunkten und der jeweils angegebenen Gewichtung:
1.1 Anzahl der in den letzten zehn Jahren erbrachten Referenzprojekte über die Projektsteuerung städtebaulicher Leistungen mit einer gegenständlichen Fläche des Plangebiets größer 5,0 Hektar, die zum Herbeiführen eines rechtskräftigen Bebauungsplans geführt hat. Die Projektsteuerungsleistungen müssen mindestens in Honorarzone III (durchschnittliche Projektsteuerungsanforde-rungen), z.B. nach § 6 Abs. 2 AHO-Heft Nr. 9 (oder vergleichbar), einzuordnen gewesen sein.
Erforderlich ist jeweils die Angabe der Projektbezeichnung und des Ortes des Auftrags, der Auftragsart, der Art der Maßnahme mit ausführlicher Beschreibung des Leistungsanteils des eigenen Unternehmens (beauftragte und erbrachte Leistungen), der Benennung des Auftraggebers und der Position einer Ansprechperson (zum Beispiel Fachbereichsleiter) mit Kontaktdaten, des Bearbeitungszeitraumes (jeweils von-bis und Monat/Jahr) und des eigenen Rechnungswertes. Zeitlich entscheidend ist der in der Auftragsbekanntmachung genannte Abgabetermin des Teilnahmeantrages.
- Gewichtung 50.
1.2 Anzahl von Referenzenprojekten, die Ziffer 1.1 entsprechen und zusätzlich eines der folgenden Merkmale erfüllen:
1. Umnutzung von Flächen des Bahnverkehrs oder
2. Leistungen betrafen auch Flächen für den Gemeinbedarf (§ 9 BauGB) oder
3. Leistungen wurden für einen öffentlichen Auftraggeber im Sinne des Vergaberechts erbracht.
- Gewichtung 20.
1.3 Anzahl von Referenzenprojekten, die Ziffer 1.1 entsprechen und bei denen die Projektsteuerung mindestens auch eine Beauftragung von Leistungen nach § 21 HOAI (oder vergleichbarer Leistungen) umfasste.
- Gewichtung 20.
1.4 Anzahl der in den letzten 5 Jahren erbrachten Referenzprojekte über Projektsteuerungsleistungen für den Neubau eines Gebäudes, jeweils mit einer Mindestbausumme von zusammen EUR 10,0 Mio. netto in Kostengruppen 200 bis 600 nach DIN 276 (bzw. DIN 276 vergleichbar, z. B. bei ausländischen Projekten). Mindestens die Projektstufen 2 bis 5 nach § 2 AHO-Heft Nr. 9 (oder diesen vergleichbare Leistungen) müssen jeweils beauftragt worden und die Übergabe des Gebäudes an den Nutzer muss erfolgt sein. Die Projektsteuerungsleistungen müssen mindestens in Honorarzone III (durchschnittliche Projektsteuerungsanforderungen) nach § 6 Abs. 2 AHO-Heft Nr. 9 (oder vergleichbar) einzuordnen gewesen sein.
Erforderlich ist jeweils die Angabe der Projektbezeichnung und des Ortes des Auftrags, des Gebäudetyps, der Auftragsart (insbesondere, ob es sich um einen öffentlichen oder privaten Auftraggeber handelte), der Art der Maßnahme mit ausführlicher Beschreibung des Leistungsanteils des eigenen Unternehmens (beauftragte und erbrachte Projektstufen und wesentliche erbrachte Leistungen), der Benennung des Auftraggebers und der Position einer Ansprechperson (zum Beispiel Fachbereichsleiter) mit Kontaktdaten, des Bearbeitungszeitraumes (jeweils von-bis und Monat/Jahr), der Bausumme KG 200 bis 600 (oder vergleichbar) und des eigenen Rechnungswertes. Zeitlich entscheidend ist der in der Auftragsbekanntmachung genannte Abgabetermin des Teilnahmeantrages.
- Gewichtung 30.
1.5 Anzahl der Referenzprojekte über Projektsteuerungsleistungen, die Ziffer 1.4 entsprechen und die den Neubau eines öffentlichen Gebäudes (z.B. Bildung und Betreuung, medizinische Einrichtungen, Verwaltung, Museum, Bibliothek, Hallenbäder, Feuer- und Rettungswachen) betrafen.
Ein Referenzprojekt wird bei Ziffern 1.4 und auch 1.5 berücksichtigt, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
- Gewichtung 60.
1.6 Anzahl von Referenzenprojekten, die Ziffern 1.4 und 1.5 entsprechen und bei denen die Projektsteuerung eine Feuer- und Rettungswache betraf. Ein Referenzprojekt wird bei Ziffern 1.4, 1.5 und auch 1.6 berücksichtigt, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
- Gewichtung 20.
2. Durchschnittlicher Umsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags (Projektsteuerungs- oder Projektmanagementleistungen) in den letzten 3 Geschäftsjahren, netto.
- Gewichtung 50.
3.1 Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten einschließlich Führungskräfte der letzten drei Jahre.
- Gewichtung 25
3.2 Anzahl der aktuell beschäftigten Architekten/Ingenieure/Beratenden Ingenieure, umgerechnet auf Vollzeitstellen.
- Gewichtung 25.
Weitere Einzelheiten der Bewertung ergeben sich aus der Bewertungsmatrix Auswahlkriterien (Anlage 6 der Vergabeunterlagen). Die erreichte Gesamtpunktzahl (Gewichtung x Wertungspunktzahl) für die Kriterien 1.1 bis 3.2 ist entscheidend. Die Bewerber mit den höchsten Gesamtpunktzahlen werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Erfüllen mehrere Bewerber gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl auch nach einer objektiven Auswahl entsprechend den zu Grunde gelegten Kriterien zu hoch, kann die Auswahl unter den verbleibenden Bewerbern durch Los getroffen werden (§ 75 Abs. 6 VgV).