Beschreibung der Beschaffung
Der 1934/1935 errichtete "Block 1" ist Bestandteil der ehemaligen Hindenburg-Kaserne und wird seit 1951 durch die (Bereitschafts-) Polizei genutzt. Das unterkellerte Gebäude wird durch ein zentrales Treppenhaus bis zum Dachgeschoss erschlossen. Von hier führt eine Stahlbetontreppe zum Spitzboden. Die massiven Außenwände sind verputzt und zum Teil mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Die Fenster wurden vermutlich in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gegen isolierverglaste Drehkipp-Fenster ausgetauscht. Das Gebäude macht einschließlich Dachdeckung einen gepflegten und sanierten Eindruck. Die Innenwände bestehen bis auf einzelne später eingebrachte Leichtbauwände ebenfalls aus massivem Mauerwerk. Die Geschossdecken sind einschließlich der Schrägen im Dachgeschoss in Stahlbeton ausgeführt. Im Kellergeschoss befinden sich Technik- und Lagerräume. Außerdem ist hier ein Aufenthaltsraum einschließlich WC und Dusche für den Hausmeister untergebracht. Die Kellerräume wirken zum Teil stark renovierungsbedürftig. Das Erdgeschoss wird komplett als Bürobereich genutzt, u.a. ist hier der Kampfmitteldienst untergebracht. Ein Waschraum neben dem Treppenhaus wurde in jüngster Zeit zu einem Behinderten-WC umgebaut. Im 1. Obergeschoss sind etwa zur je Hälfte Büro- und Umkleideräume vorhanden, im 2. Obergeschoss ausschließlich Umkleideräume. Dach Dachgeschoss wird etwa zu zwei Dritteln als Umkleiden genutzt. Der übrige Bereich steht leer. Gem. Nutzungskonzept der Polizei wurde das Dachgeschoss wegen brandschutztechnischer Mängel zum 01.04.2017 gesperrt. Eine Ausnahmegenehmigung für die Teilnutzung der Umkleideräume während Umbauarbeiten am Block 6 war demnach befristet bis zum 31.12.2017. Der begehbare Spitzboden wird zur Zeit nicht genutzt. Bodenbeläge und abgehängte Decken wurden vom Erd- bis zum 2. Obergeschoss in vereinzelten Räumen in den letzten Jahren erneuert. Ansonsten handelt es sich zum Großteil um verschlissene Linoleum- und Parkettböden und
Holzfaser-Deckenplatten. Die Sanitärräume wurden teilweise renoviert und mit offenen Duschbereichen ausgestattet. Die übrigen WC- und Waschräume stammen vermutlich noch aus den 1950er-Jahren.
Das Erd- und 1. Obergeschoss wurden ca. 1975 über Treppenstufen mit dem Höhenversetzen Nachbargebäude "Block 6" verbunden. Im Erdgeschoss befindet sich hier eine Art Rohrbahnanlage für einen barrierefreien Zugang des Gebäudes für Rollstuhlfahrer. Im Dachgeschoss mit offenen Dachschrägen und Erkerfenstern bestehen die Fußbodenoberflächen hauptsächlich aus Betonestrich mit Anstrich. In einzelnen
kleineren Räumen ist verschlissenen Linoleum sowie sanierungsbedürftige Akustikdecken eingebaut. In den übrigen Bereichen sind die Sichtbetonoberflächen von Dachschrägen, Unterzügen und Decken weiß gestrichen, ebenso wie die massiv gemauerten Trennwände. Der Betonestrich auf dem Spitzboden ist unbehandelt. Die Mineralfaserdämmung der Schrägen des hölzernen Dachstuhls ist mit Folien abgeklebt.
Derzeit wird noch die Notwendigkeit der Erstellung einer Aufzugsanlage geprüft. Zum jetzigen Zeitpunkt soll diese mitgeplant werden.
Im Jahr 2019 wurde durch das Büro Ingenieurbüro Scholz Gebäudetechnik eine Bestandsaufnahme und eine Marchbarkeitsstudie für die KG 400 erstellt. Die Unterlagen werden mit der Angebotsaufforderung im Verhandlungsverfahren zur Verfügung gestellt. Das vorbefasste Büro ist vom Verfahren nicht ausgeschlossen. Die Bestandsaufnahme und Machbarkeitsstudie soll plausibilisiert werden, sodass die Leistungsphasen 1 und 2 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI ALG 1-6, 8 voraussichtlich nur anteilig vergeben werden.
Das Gebäude umfasst eine BGF von 4.310 m². Die Kosten der KG 400 umfassen ca.1,47 Mio. Euro (brutto).
Der Planungsbeginn ist für Anfang 2023 vorgesehen.
Start der Ausführung ist für Herbst 2023 vorgesehen.
Die Fertigstellung der Sanierung ist für 2024 vorgesehen.
Die Sanierung der KG 300 umfasst:
- Einbau Außentreppe zur Sicherstellung des 2. Rettungsweges
- Anschluss nördliche Dachgeschosshälfte an Außentreppe
- Austausch und Ergänzung Brandschutztüren
- Einbau Außentreppe Kellergeschoss als Rettungsweg
- Erneuerung Außenfenster und -türen
- Einbau neuer Akustikdecken
- Erneuerung Bodenbeläge
- Erneuerung Türblätter
- Überholungsanstrich Wände
Die Sanierung der KG 400 umfasst:
- Erneuerung Beleuchtung
- Erneuerung Elektroinstallation und Datenverkabelung
- Austausch Heizkörper und Rohrleitungen
Das Leistungsbild der Technischen Ausrüstung umfasst:
- Teile der Leistungsphasen 1-2 sowie Leistungsphase 3 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-6, 8
- Leistungsphasen 4-9 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-6, 8 als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen);
- Vertiefte Preisprüfung nach VOB und dem Bremer Tariftreue- und Vergabegesetz als optionale Besondere Leistung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen);
- Aufstellen einer vertieften Kostenermittlung in Lph. 2/3 als optionale Besondere Leistung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen);
- Besondere Leistungen in allen LPH der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-6, 8 als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen).
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.