Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
Leistungserbringer (Proj.-Ltr. u. stellv. Proj.-Ltr.) müssen über eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung als Architekt bzw. als Ingenieur verfügen (ein Qualifikationsnachweis ist zu erbringen). Erst bei Einladung zu den Vergabeverhandlungen sind alle für die Projektbearbeitung vorgesehenen Leistungserbringer zu benennen und der Nachweis ihrer fachlichen Qualifikation mit Referenzangaben zu erbringen. Referenzliste für maximal 2, aber mindestens 1 Referenzprojekt mit Angabe von: Projektbezeichnung, Auftraggeber, Beschreibung der Maßnahme, Entstehungszeit, Angaben zum Denkmalstatus, Angabe Lph. 2-8 vollständig erbracht, Angabe Abschluss Lph. 8, Herstellungskosten KG 300/400 brutto, BGF, Projektmitwirkende
Mindestkriterien für Referenzen:
— Entstehungszeit vor 1900
— Referenzprojekte wurden von der bewerbenden Niederlassung bearbeitet
— Gebäude steht unter Denkmalschutz
— Lph. 2-8 nach § 34 HOAI vollständig erbracht (Übergabe Nutzer fand statt)
— Abschluss / Fertigstellung (Lph. 8) innerhalb der letzten 8 Jahre (zwischen 07/2014 und 06/2022) (Übergabe Nutzer fand statt)
— Baukosten KG 300 + 400 ≥ 1,6 Mio. € brutto
— BGF ≥ 800 m²
— Referenzbescheinigung (bei öffentlichen Auftraggebern zwingend).
Die jeweiligen Referenzprojekte müssen zwingend alle Mindestkriterien erfüllen, damit die Referenz gewertet werden kann.
Für folgende Kriterien können Zusatzpunkte erreicht werden:
— Anzahl der Referenzen
— Schlossbau / Residenz / Burgen / Sakralbau / repräsentative Bürgerhäuser
— museale Nutzung / temporäre Ausstellungen
— Erfahrungswerte im Umgang mit von Feuchteschäden betroffenen Bauteilen und der Tragkonstruktion
— bauzeitliche Überformung / Ergänzungen, Umgang mit Bausubstanz aus verschiedenen Bauepochen / Bauzeiten
— Erarbeitung bzw. Umsetzung einer Nutzungsverbesserung des Gebäudebestands
— erhöhter Aufwand bei der Baustellenlogistik / -einrichtung und Koordination in Bezug auf Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs im Baustellenbereich bzw. unmittelbar angrenzender Gebäudeabschnitte
— Umsetzung statisch-konstruktiver Sanierungsziele
— Erarbeitung bzw. Umsetzung einer denkmalpflegerischen Zielstellung in Abstimmung mit dem Bauherrn und den zuständigen Behörden
— heutige Anforderungen bzw. moderne Bauteile (Erschließung, Barrierefreiheit, Brandschutz, Haustechnik) in Denkmal / historischen Bestand substanzverträglich integriert
— mit Fördermitteln EU / Bund / Land finanziert und abgerechnet
— im Referenzprojekt wurden die vereinbarten Kosten- und Terminziele eingehalten.
— Angaben zur technischen Ausstattung für die Dienstleistung (Büro- u. Kommunikationstechnik, eingesetzte Programme für CAD und Ausschreibung, ggf. GAEB-Schnittstellen, Darstellung als Nachweis bzgl. Erfahrungen und Arbeiten in der 3D-Bearbeitung)
— Nachweis von Zusatzqualifikation im Bereich vorbeugender Brandschutz (Urkunde / Zertifikat / Weiterbildung zum Brandschutzsachverständigen oder Brandschutzfachplaner).
Detaildefinitionen und die konkrete Wertungsmatrix sowie Anforderungen an die Referenzblätter und Referenzbescheinigungen sind den Bewerbungsunterlagen zu entnehmen.