Beschreibung der Beschaffung
Das zentrale Ziel der Forschung von NAVISENSE ist es, ein umfassendes und multidisziplinäres Verständnis der biophysikalischen, biochemischen, neurosensorischen, verhaltensbiologischen, genetischen und ökologischen Mechanismen zu gewinnen, die es Tieren ermöglicht, mit einer Präzision über den Globus zu navigieren, die für menschliche Navigatoren ohne Hilfe unerreichbar ist.
Der Forschungsneubau NAVISENSE soll die für diese Forschung dringend benötigten hochmodernen Labore und Forschungsinfrastruktur bereitstellen und hochmoderne Geräte beherbergen, die derzeit in Oldenburg nicht verfügbar sind. Auch soll der Forschungsbau das aktuell ermittelte Flächendefizit der Fakultät V -Mathematik und Naturwissenschaften- helfen zu reduzieren.
Das Forschungsgebäude mit ca. 2.826 m² Fläche (NUF 1-6) soll als zweigeschossiges Forschungsgebäude zuzüglich eines Kuppelgebäudes konzipiert werden.
In dieser Fläche sind sechs nass-chemisch und eine theoretisch-physikalisch arbeitende fachliche Einrichtung enthalten. Folgende Speziallabore sollen vorgesehen werden: Zellkulturlabor, Biochemielabor, Dunkellabor, DNA Labor, Elektrophysiologielabor, Neuroanatomielabor, Molekularbiologielabor, Histologielabor, DAB Labor, VR Labor, Elektrophysiologielabor:
Das Herzstück von NAVISENSE ist ein Multisensorischer Virtual Reality Dome (MVR Dome). Dieser Teil des Gebäudes soll als Kuppelgebäude konzipiert werden und damit weltweit einzigartig sein. Es soll ein multifunktionales Planetarium entstehen, das alle für die Navigation relevanten Stimuli (Sonne, Sterne, Magnetsinn, Geräusche, Gerüche) simulieren kann. Es soll aus unmagnetischen Materialen bestehen und einen Durchmesser von 18 m aufweisen. In einem Radius 5 m um das Zentrum des Planetariums herum dürfen ausschließlich unmagnetische Materialien verbaut werden. Dies muss beim Bau der darunterliegenden Räumlichkeiten beachtet werden. Die Kuppel muss mit Aluminium geschirmt sein.
Die erfolgreiche Fertigstellung dieses Forschungsbaus würde die weltweit führende Rolle Niedersachsens und der Universität Oldenburg auf diesem wichtigen Gebiet in und über die aktuelle Forscher:innengeneration hinaus festigen und ausbauen.
Eine Raumbedarfsplanung liegt vor. Die Universität hat sich bei der Erstellung dieser Raumbedarfsplanung von dem Büro Schulenburg Ingenieurgesellschaft mbH unterstützen lassen.
Diese Unterlagen werden allen Bietern zur Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
In einem ersten Schritt ist eine ES-Bau zu erstellen. Diese muss dem NLBL bis 09/2023 vorliegen. In einem zweiten Schritt ist dann eine HU-Bau zu erstellen. Die Übergabe des Gebäudes ist derzeit für das Jahr 2029 geplant.
Die Kosten werden derzeit auf ca. 30 Mio. EURO brutto (KG 200-700) geschätzt.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
Leistungsstufe 1:
- Leistungsphase 2 der Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI.
Leistungsstufe 2:
- Leistungsphasen 3-4 der Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI (als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG);
Leistungsstufe 3:
- Leistungsphase 5 der Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI (als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG).
Leistungsstufe 4:
- Leistungsphase 6 der Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI (als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG);
Leistungsstufe 5:
- Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften statischen Unterlagen als Besondere Leistung für die Objektüberwachung (Bauüberwachung) und Dokumentation (LPH 8) (als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG).
Besondere Leistungen:
- Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen als optionale Beauftragung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.
Hinweis: Zum Schutz aller am Verfahren Beteiligten vor den mit der Verbreitung von COVID-19 einhergehenden Gesundheitsgefahren behält sich die Vergabestelle vor, die Verhandlung als Videokonferenz oder ohne persönlichen Verhandlungstermin durchzuführen (vgl. §17 Abs. 11 VgV).