Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
1. Unternehmensbezogene Referenzen
Als Beleg der erforderlichen technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit des Bieters sind Referenzprojekte aus den letzten fünf Jahren (2018 ff.) nachzuweisen (§ 46 (3) Nr. 1 VgV). Die Referenzprojekte können bei einer Bietergemeinschaft auch von einem einzelnen Mitglied nachgewiesen werden. Es sind mindestens eins, maximal drei ausgewählte vergleichbare Referenzprojekte anzugeben.
Mindestanforderung an die Referenzprojekte der Bieter sind folgende Leistungsbestandteile:
- Objektplanung Ingenieurbauwerke Brücken/ Stützwände/ Lärmschutzwände gemäß HOAI § 43, Lph. 1-4, 6 i.V.m. Anlage 12 für Neubau Brücken/ Stützwände/ Lärmschutzwände mit einem Bauvolumen ≥ 1,0 Mio. Euro netto
- Fachplanung Tragwerksplanung Ingenieurbauwerke Brücken/ Stützwände/ Lärmschutzwände gemäß HOAI § 51 Lph 2 bis 3, 6 i.V.m. Anlage 14 Neubau Brücken/ Stützwände/Lärmschutzwände mit einem Bauvolumen ≥ 1,0 Mio. Euro netto
Die vorgenannten Mindestanford. können in unterschiedlichen Referenzen (1 bis 3) nachgewiesen werden.
Weitere Mindestanforderung:
Die geforderten Referenzprojekte müssen mind. folgenden Inhalt haben:
- kurze Beschreibung des Projektes
- kurze Beschreibung der erbrachten Leistungen mit Angabe der Leistungsphasen gemäß HOAI
- Auftragsvolumen der Referenzleistung
- Ansprechpartner des Auftraggebers
- Leistungszeitraum
2. Techn. Ausstattung und Qualitätssicherung, § 46 (3) Nr. 9 VgV
Mindestanforderungen an die Geräte und techn. Ausstattung:
- CARD/1 oder gleichwertige CAD-Software der Verkehrsanlagenplanung
- Berechnungsprogramme zur Finite-Element-Methode
- Möglichkeit der Einrichtung der Übertragung großer Datenmengen über einen externen Server
Mindestanford. an die Qualitätssicherung:
Der Bieter bzw. der bevollmächtigte Vertreter der Bietergemeinschaft erklärt, dass er über ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 oder ein
vergleichbares QM-System verfügt. Sofern ein Zertifikat vorgelegt wird, muss bei einer Verbundzertifizierung aus dem beigefügten Nachweis ersichtlich sein, dass die Zertifizierung die sich bewerbende Niederlassung/den sich bewerbenden Standort einschließt.
Mindestanforderungen:
Die Eignung und die Einhaltung der Maßnahmen des Bieters zur Gewährleistung der Qualitätssicherung sind nachzuweisen. Als Nachweis ist eine Dokumentation analog Abschnitt 4.2 der DIN EN ISO 9001 vorzulegen (Deckblatt und Inhaltsverzeichnis sowie Dokumentation in digitaler Form). Die Vorlage eines Zertifikats (z. B. nach DIN EN ISO 9001) eines externen Gutachters über die Eignung und die Einhaltung der Maßnahmen des Bieters/eines Mitglieds der Bietergemeinschaft zur Gewährleistung der Qualitätssicherung ist dem geforderten Nachweis gleichwertig.
3. Personal
Beschäftigungszahlen,( § 46 (3) Nr. 8 VgV):
Als Beleg der erforderlichen technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit des Bieters sind durchschnittliche Beschäftigtenzahlen des Unternehmens sowie die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten drei Jahren anzugeben (§ 46 (3) Nr. 8 VgV).
Mindestanforderungen zum Personalbestand in den letzten drei Jahren:
- Objektplanung Ingenieurbauwerke (FB 1): Anzahl 2
- Fachplanung Tragwerksplanung (FB 2): Anzahl 2
Hinweise:
- Es ist nur das eigene Fachpersonal anzugeben.
- Bei Bietergemeinschaften ist der Personalbestand zu kumulieren.
Leistungsfähigkeit der Führungskräfte und technischen Fachkräfte (§ 46 (3) Nr 2 und 6 VgV):
Als Beleg der erforderlichen technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit des Bieters werden hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Führungskräfte und technischen Fachkräfte bestimmte Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Referenzen verlangt (§ 46 (3) Nr. 6 VgV):
Für die einzelnen Fachber. sind das vorgesehene Personal zu benennen und die jeweils geford. Mindestanforderungen hinsichtlich Berufsabschluss, Berufserfahrung, fachspezifischer Qualifikation und fachspezifischer Referenzprojekte zu erfüllen.
Werden die Mindestanforderungen nicht erfüllt, erfolgt ein Ausschluss des Angebots von der Wertung wegen fehlender Eignung.
Mindestanforderungen Fachbereich 1: Objektplanung Ingenieurbauwerke (LPh 1 bis 4, 6)
- Berufsabschl. und Berufserf.: Abgeschl. Fachausbildung an einer TU oder FH (Diplom/Master) mit Vertiefungsrichtung/Studienschwerpunkt, die erweiterte Kenntnisse im Konstruktiven Ingenieurbau erwarten lässt; Alternativ: andere abgeschl. Fachausbildung an einer TU oder FH (Diplom/Master) mit mind. 5 Jahren Berufserf., die erweiterte Kenntnisse im Konstruktiven Ingenieurbau erwarten lassen
- Fachspez. Qualifikation: Erfahrungen der vorgesehenen Bearbeiter mit Konstruktiven Ingenieurbau, im speziellen mit Tiefgründungen
- Fachspez. Referenzprojekt: Objektpl. Ingenieurbauwerke LPh 1 bis 4, 6 für Neubau oder/und Ersatzneubau von Ingenieurbauwerken mit Tiefgründ. und einem Bauvolumen ≥ 1,0 Mio. € netto
Mindestanforderungen Fachbereich 2: Tragwerksplanung IBW (Lph 2-3, 6)
- Berufsabschluss und Berufserfahrung: Abgeschlossene Fachausbildung an einer TU oder FH (Diplom/Master) mit Vertiefungsrichtung/Studienschwerpunkt, die er-weiterte Kenntnisse im Konstruktiven Ingenieurbau erwarten lässt; Alternativ:
andere abgeschlossene Fachausbildung an einer TU oder FH (Diplom/Master) mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung, die erweiterte Kenntnisse im Konstruktiven Ingenieurbau erwarten lassen
- Fachspezifische Qualifikation: Tragwerksplanung Ingenieurbauwerke Lph 2-3, 6 für Neubau
oder/und Ersatzneubau von Ingenieurbauwerken mit Tiefgründun-gen und einem Bauvolumen ≥ 1,0 Mio. € netto
Zusätzlich sind ein Gesamtkoordinator und ein stellvertretender Gesamtkoordinator für die Maßnahme zu benennen, an welche keine Mindestanforderungen gestellt werden.
- Näheres siehe Unterlage Eignungs- und Zuschlagskriterien