Kurze Beschreibung
Die Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern (KKMV), bestehend aus 17 öffentlich rechtlichen Mitgliedern, hat sich für eine Klärschlammentsorgungsstrategie entschieden, die einen Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Verwertung und der externen Mitverbrennung und eine Umstellung auf eine 100 % thermische Verwertung vorsieht.
Zu diesem Zweck soll eine Klärschlammverwertungsanlage (KVA) in unmittelbarer Anbindung zum Klärwerk Rostock Bramow (Zentralkläranlage, ZKA) errichtet werden, in der ein Teil der Klärschlämme der Kooperation verbrannt werden.
Ursprünglich war die Errichtung einer Klärschlammverwertungsanlage für einen jährlichen Durchsatz von 100.000 Mg OS/a bei 8.000 Betriebsstunden/a (bei durchschnittlich 22,7 % TS bei 63,9 % Glühverlust) geplant. Für diese Anlagengröße liegt eine vollständige Entwurfsplanung vor. Die dazu erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung auf Errichtung wurde bereits beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg beantragt und wird im Entwurf im Januar 2023 beschieden. Durch die Entwicklungen im Bausektor und die gestiegenen Preise hat sich die KKMV zwischenzeitlich dazu entschieden, die geplante Anlagenkapazität auf 50.000 Mg OS/a bei 8.000 Betriebsstunden/a (bei durchschnittlich 22,3 % TS bei 66,3 % Glühverlust) zu reduzieren.
Die KVA soll weitgehend automatisiert betrieben werden können und eine Verfügbarkeit von 8.000 h/a aufweisen.
Die KVA wird als Energieerzeuger und -verbraucher in das zukünftige Energiekonzept für den Gesamtstandort des Klärwerkes Rostock Bramow integriert. Im Besonderen soll dieses Ziel mittels einer Wärmeauskopplung aus dem Prozess in das städtische Fernwärmenetz realisiert werden.