Digitale Pathologie
Ist-Zustand: Das Klinikum Kulmbach ist ein kommunales Krankenhaus der Versorgungsstufe II mit 540 Betten und 13 bettenführenden Abteilungen, Zentren für Alterstraumatologie, Endoprothetik und Wirbelsäule sowie Organzentren für Brustkrebs, Darmkrebs und Erkrankungen der Prostata. Es sind zwei medizinische Versorgungszentren angebunden. Zum Zweckverband Klinikum Kulmbach gehört auch die Fachklinik Stadtsteinach mit 87 Betten und Fachabteilungen für Geriatrische und Orthopädische Rehabilitation sowie Innere Medizin mit akutgeriatrischer Behandlungseinheit. Das Institut für Pathologie stellt hierbei die diagnostische Versorgung sicher. Hierbei bearbeitet das Eingangslabor jährlich 21500 Zusendungen gesamt aus Histologie und Zytologie. Pro Tag fallen dabei ca. 350 zu schneidende Gewebe Blöcke an Das Labor führt täglich ca. 800 He Färbungen und zusätzlich mehr als 150 Spezialfärbungen durch, namentlich PAS, FE, Giemsa, Grocott, ZN, Ladewig, Gomori und MPO und Papanicoulau Färbungen. Zusätzlich werden pro Tag an die 80 immunhistochemische Schnittpräparate untersucht. Insgesamt fallen pro Tag somit ca. 1000 zu begutachtende Schnitte an. Die Probenerfassung- und Verfolgung wird aktuell händisch und handschriftlich umgesetzt. Vorhaben: Zukünftig sollen durch Digitalisierung des Workflows von der Probenannahme über die Verarbeitung bis hin zur Befundung, Dokumentation und Vernetzung mit anderen Systemen die Effizienz und Qualität gesteigert werden. Hierzu sollen angeschafft werden: Barcode-Drucker für Kassetten und Objektträger für Eingang und Zuschnitt, eine Färbestraße für Routine- und Spezialfärbungen, Scanner zur Digitalisierung der Objektträger sowie die notwendige Hardware zur Verarbeitung, Speicherung und Befundung der digitalisierten Fälle. Das Klinikum Kulmbach legt Wert auf eine innovative und effizienzorientierte Labororganisation und -ausstattung. Die Anbieter sind daher ausdrücklich aufgefordert, hier das eigene Know-how hinsichtlich eines Gesamtkonzepts mit moderner innovativer Gerätetechnik in das Angebot einzubringen. Dieses Projekt wird im Zuge des Krankenhauszukunftsgesetzes KHZG, Fördertatbestand 9 realisiert. Die MUSS-Kriterien des Fördertatbestand 9 (informationstechnische, kommunikationstechnische und robotikbasierte Anlagen, Systeme oder Verfahren und telemedizinische Netzwerke § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 KHSFV) werden als bekannt vorausgesetzt. Nur Anbieter, die alle geforderten MUSS-Kriterien erfüllen können, werden bei der Vergabe berücksichtigt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2024-01-09.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2023-11-30.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung