Beschreibung der Beschaffung
Die vorhandenen Typenbauten aus den 1960er Jahren werden (voraussichtlich in 2 Bauabschnitten) abgerissen und durch einen Neubau mit ca. 3.515 qm NRF, sowie Gründach und Photovoltaik ersetzt. Der Ersatzbau soll neben Lernflächen für 15 Klassen, auch Verwaltungs- und Gemeinschaftsflächen, eine Mensa mit Ganztagsküche, sowie einen 200 qm großen Bewegungsraum beinhalten.
Es wird angestrebt, die Auslagerung auf ein möglich geringes Maß zu reduzieren und nur Teilflächen vor Baubeginn abzureißen.
Im Anschluss an den adressbildenden Ersatzbau wird die vorhandene Seitzsporthalle (NRF rd. 630 qm) saniert und die Außenanlage (rd. 20.000 qm) neugestaltet. Dabei ist eine Erweiterungsmöglichkeit für einen weiteren Zug anzudenken. Voraussichtlich ist zusätzlich ein Teil des Grundstücks (rd. 1.000 qm) für eine Kita freizuhalten.
Die Fertigstellung der Maßnahmen ist nach derzeitigem Kenntnisstand für 2028/29 geplant.
Neben der Schule nutzen derzeit zwei weitere Institutionen das Grundstück: In Gebäude 04 und 06 ist die Beratungsabteilung des ReBBZ Wandsbek-Nord untergebracht, welche mittelfristig das Gelände verlässt. Das Gebäude 09 wird hälftig von einem Kitaträger genutzt.
Für die Baufeldfreimachung ist es nach jetzigem Kenntnisstand notwendig, das Verwaltungsgebäude 01, in dem die technische Versorgung des Standortes geregelt wird, abzubrechen. Eine Interimslösung für die Weiternutzung des Standorts während der Baumaßnahme ist zu schaffen.
Auf dem Grundstück befindet sich ein gewachsener Baumbestand, der zum Großteil erhalten bleiben soll.
Das Projektbudget (KG 200-700) inkl. PS beträgt ca. 10,8 Mio. netto inkl. Außenanlagen.
Für die Umsetzung der Gesamtbaumaßnahme ist ein Baukostenbudget (KG 200-600) von rund 7,9 Mio. netto vorgesehen.
Das Büro tun-architektur, Hamburg, wurde im Jahr 2021 mit der Phase Null beauftragt. Das Büro wird von diesem Verfahren nicht ausgeschlossen. Die Ergebnisse der Phase Null werden (mindestens auszugsweise) den Bietern mit der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
Durch die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Büros sollen in der Verhandlungsphase Lösungsvorschläge gem. § 76 (2) VgV erarbeitet werden. Das voraussichtliche Leistungsbild des geforderten Lösungsvorschlags in Form einer Machbarkeitsstudie beinhaltet die folgenden Leistungen:
- Lageplan mit Dachaufsichten zur Darstellung des gesamten Standortes (mit Positionierung der Gebäude, Aussagen zur Zonierung und Nutzung der Außenanlagen sowie zum Umgang mit dem Baumbestand und Aussagen zum Erschließungskonzept sowie zur Ver- und Entsorgung);
- Schematische Grundrissdarstellungen aller Geschosse sowie schematische Schnitte und Ansichten der Schule mit Aussagen zur Materialität (Gestaltungsbeispiele) und zur Einhaltung des vorgegebenen Flächennachweises mit Darstellung der direkt umgebenden Bestandsbebauung (z.B. als Silhouette);
- Beschreibung des Bauablaufs unter Berücksichtigung möglicher Bauabschnitte und ggf. erforderlichen Interimsmaßnahmen sowie zur Baustellenlogistik (Piktogramme).
Die Leistungen werden mit einem pauschalen Bearbeitungshonorar von 3.500 Euro (netto) durch den Auftraggeber vergütet.
Die zu vergebenden Leistungen für das Los Objektplanung bestehen aus:
Ersatzbau der Schule:
- Leistungsphase 1 bis 2 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI;
- Leistungsphasen 3 bis 9 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
- Umzugsmanagement in Abstimmung mit der AG und den Nutzern als Besondere Leistung, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
- Stufenweiser Kostenanschlag als besondere Leistung der Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen);
- Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen der Objektplanung gem. §§ 33 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
Sanierung der Einfeldsporthalle (sog. Seitzhalle):
- Leistungsphasen 1 bis 9 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
- Energetische Planung als Besondere Leistung, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen)
- Umzugsmanagement in Abstimmung mit der AG und den Nutzern als Besondere Leistung, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
- Bestandsaufnahme als Besondere Leistung, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem AG festzulegenden Stufen).
- Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen der Objektplanung gem. §§ 33 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
Abbruchleistungen:
- Leistungsbild AHO Planungsbereich „Baufeldfreimachung“ Nr. 18 aus d. Schriftenreihe des AHO für die Abbruchmaßnahmen der Gebäude Nr. 01-04, 06-11, Leistungsstufen 1-4 als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG, ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen.
Vertreter der Schule sowie weitere Vertreter aus behördlichem Kontext (BSB und BSW/Büro OD) werden neben dem Auswahlgremium des Auftraggebers ggf. in beratender Funktion an den Vergabeverhandlungen teilnehmen.
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das Büro D&K drost consult GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.
Hinweis: Zum Schutz aller am Verfahren Beteiligten vor den mit der Verbreitung von COVID-19 einhergehenden Gesundheitsgefahren behält sich der AG vor, die Verhandlung ohne Verhandlungstermin durchzuführen (vgl. §17 Abs. 11 VgV).