Beschreibung der Beschaffung
Die zu vergebenden Planungsleistungen betreffen im Einzelnen:
1. Haus A Bestand - Hauptgebäude:, BGF 2.679 qm, errichtet 1883, 4-geschossig [inkl. ausgebautes Dachgeschoß]; Nutzung: Sekundarbereich.
Planung: Fortsetzung der Sanierung (bauliche und anlagentechnische /brandschutztechnische Ertüchtigungsmaßnahmen/Herstellung Barrierefreiheit).
Seit 2001 sind bereits eine Reihe von Sanierungsmaßnahmen umgesetzt worden, insb. im nördlichen Teilbereich sind aber noch weitere Maßnahmen erforderlich [u.a. Instandsetzung/Modernisierung Flure, Treppenhaus II und einzelne Räume])
2. Haus B Bestand: BGF 337 qm (EG/OG), errichtet 1877, 3-geschossig; Nutzung: Sekundarbereich.
Planung: Fortsetzung der Sanierung (bauliche Ertüchtigungsmaßnahmen hinsichtlich Inklusion / Barrierefreiheit sowie ggf. anlagentechnische Ertüchtigungsmaßnahmen).
Es wurden bereits folgende Maßnahmen umgesetzt. In der Zukunft geht es insbesondere um eine Angleichung der Bodenniveaus im EG und OG (Barrierefreiheit) sowie ggf. Modernisierungsmaßnahmen im Bereich Technische Ausrüstung/ggf. Einbau Solaranlage.
3. Haus C Bestand: BGF 429 qm, 1- bzw. 2-geschossig; Nutzung: Aula und Schülercafé (Sekundarbereich).
Planung: Modernisierung hinsichtlich Energieeffizienz.
Es wurden bereits folgende Maßnahmen umgesetzt. In der Zukunft geht es insbesondere um den Rückbau oder die Sanierung des DG als untergeordnete Räume [Archiv/Lager] sowie eine Fassadendämmung.
4. Haus E - Neubau (Flurstück 1276): Nutzung: Klassen-/Gruppenräume (Anzahl: 6 / 3) sowie Räumlichkeiten für den Bereich Arbeitslehre.
Planung: Neubau eines voraussichtlich 3-geschossigen Solitärs mit rd. 1.150 qm BGF. Aufgrund der hydrologischen/geologischen Verhältnisse ist eine Unterkellerung ausgeschlossen.
5. Schulfreiflächen neu: Gestaltung der Freiflächen auf dem Flurstück 1276, insbesondere Schaffung Bewegungsangebote (als Ergänzung des vorhandenen Schulhofs) sowie Stellplätze.
Das gesamte Schulzentrum Ringstr. 8 (inkl. des kürzlich eröffneten Grundschulneubaus) soll hinsichtlich
Energieeffizienz/Wirtschaftlichkeit untersucht und ggf. optimiert werden.
Die Planungen und energetischen Nachweise sollen mind. nach den derzeit geltenden Regeln des GebäudeEnergieGesetzes (GEG 2020) erfolgen.
Die geplanten Baumaßnahmen zeichnet sich zusammenfassend wie folgt aus: 1. Gebäudetyp: Schule; 2. Art der Baumaßnahmen: Neubau und Bauen im Bestand; 3. BGF: Neubau rd. 1.150 qm / Bestand (Haus A, B C) insg. rd. 3.445 qm; 3. geschätzte Gesamtbaukosten (Kostengruppen 200 bis 700 nach DIN 276) brutto: Neubau ca. 4,35 Mio. EUR (davon KGr 300: rd. 2,37 Mio. EUR/ KGr 400: rd. 0,67 Mio. EUR / KGr 500: rd. 0,47 Mio. EUR) / Bestand rd. 1,2 Mio. EUR (davon KGr 300: rd. 0,81 Mio. EUR / KGr 400: rd. 0,12 Mio. EUR).
Die beabsichtigte Beauftragung umfasst folgende Leistungsbilder:
A. Generalplanung / Projektkoordination: Leistungen, die sich aus der Funktion als Generalplaner ergeben.
B. Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. HOAI §34: Grundleistungen Leistungsphasen 1-8.
C. Tragwerksplanung gem. HOAI §51: Grundleistungen Leistungsphasen 1-6.
D. Technische Ausrüstung gem. HOAI §55, Anlagengruppen 1 bis 6 und 8 nach HOAI §53: Grundleistungen Leistungsphasen LPh 1-8.
E. Objektplanung für Freianlagen gem. HOAI §39: Grundleistungen Leistungsphase 2-8.
F. Bauphysik (Wärmeschutz und Energiebilanz, Bauakustik, Raumakustik) gem. HOAI Anlage 1.2: Grundleistungen Leistungsphasen 1-7.
G. Brandschutz gem. AHO-Schriftenreihe Nr. 17: Grundleistungen Leistungsphasen 1-8.
Neben Grundleistungen sollen ausgewählte Besondere Leistungen beauftragt werden, soweit und sofern erforderlich.
Im Rahmen des Bewerberverfahrens sind Eignungsnachweise für die Leistungsbilder B, C und D zu erbringen. Die Fachplaner für die Leistungsbilder E bis G sind erst in der 2. Stufe des Vergabeverfahrens zu benennen. Bestandteil der Honorarabfrage in der 2. Stufe sind die Leistungsbilder A bis G.
Plant der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft den Einsatz von Unterauftragnehmern, sind diese in der Stufe 2 des Verfahrens zu benennen. Die Angabe einer geplanten Unterauftragsvergabe im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs (Stufe 1) erfolgt freiwillig, sofern sich der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft nicht bereits zum Nachweis seiner/ihrer Leistungsfähigkeit (Nachweis Umsatzerlöse/Mitarbeiter/Referenzen) auf Unterauftragnehmer bezieht.
Gesucht wird ein Generalplaner oder eine Arbeitsgemeinschaft von Fachplanern, welche die erforderlichen Planungsleistungen erbringt. Eine losweise Vergabe ist nicht beabsichtigt. Die Vergabe erfolgt stufenweise (s. Ziff. II.2.11) ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Optionale Leistungen: s. Ziff. II.2.11.
Es ist vorgesehen, das Vorhaben unter Inanspruchnahme unterschiedlicher Fördermittel (EU, Bund, Land - Beantragung auf Basis LPh 3) zu realisieren. Entsprechend der noch einzuholenden Fördermittelzusagen muss ggf. eine Priorisierung der Maßnahmen stattfinden; ggf. sind Maßnahmen auch gänzlich zurückzustellen. Priorität hat zunächst der Neubau.
Der gesamte Planungs- und Realisierungsprozess ist unter Beachtung/ Einhaltung der jeweiligen Förderbedingungen zu gestalten.
Folgende Unterlagen liegen vor und sind Bestandteil der Vergabeunterlagen, die im Internet abgerufen werden können (s. Ziff. I.3): Machbarkeitsstudie (Verf.: Hampel Kotzur & Kollegen, Cottbus 02/2022), Brandschutzkonzept Haus A und B (Verf.: BIG - Behrens Ingenieurbüro GmbH, Treuenbrietzen 05/2020) sowie im Falle der Angebotsaufforderung/ Einladung zur Verhandlung unterzeichnet vorzulegende Dokumente (z.B. Vereinbarung zur Einhaltung der Mindestanforderungen nach dem BbgVergG).
Eine Kenntnis dieser Unterlagen ist für das Bewerbungsverfahren nicht erforderlich. In der 2. Stufe des Verfahrens werden den ausgewählten Unternehmen weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt (s. hierzu Ziffer II.2.11).
Voraussichtlicher Zeitrahmen: 1. Beauftragung: 06/2023; 2. Planung/Baudurchführung: bis 06/2026; 3. Projektabschluss: im Nachgang.