Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
Leistungserbringer (Proj.-Ltr. u. Bauleiter) müssen über eine mindestens 10-jährige Berufserfahrung bzw. (stellv. Proj.-Ltr. u. Proj.-Mitar.) über eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung im Bereich Denkmalsanierung (Hochbauten) als Ingenieur verfügen (ein Qualifikationsnachweis ist zu erbringen).
Die Nachweise (Darstellung des beruflichen Werdegangs / Dauer der beruflichen Tätigkeit, Kopie Hochschulzeugnis, Nachweis der besonderen Leistung durch Gutachten / Dokumentationen und andere geeignete Dokumente, personenbezogene Referenzliste der letzten 10 bzw. 5 Jahre für Tragwerksplanungen an denkmalgeschützten Gebäuden, Bearbeitung Lph. 8 mind. 10 Jahre (davon mind. 5 Jahre im Bereich Denkmalsanierung)) sind als Anlage beizufügen!
Folgende bürobezogene Mindestanforderungen sind nachzuweisen:
— Nachweis der technischen Ausstattung für die Dienstleistung
— Nachweis der Erfahrungen mit öffentlichen Auftraggebern / mit öffentlichem Vergaberecht, Darstellung mit Angabe vorheriger Auftraggeber und Eigenerklärungen.
Referenzliste für maximal 3, aber mindestens 2 Referenzprojekte mit Angabe von: Projektbezeichnung, Auftraggeber, Beschreibung der Maßnahme, Angaben zum Denkmalstatus, Angabe Lph. 2-6 vollständig erbracht, Angabe Abschluss Lph. 8, Herstellungskosten KG 300/400 brutto, BGF, HZ, Projektmitwirkende
Mindestkriterien für Referenzen:
— Referenzprojekte wurden von der bewerbenden Niederlassung bearbeitet
— Gebäude steht unter Denkmalschutz
— Lph. 2-6 nach § 51 HOAI vollständig erbracht
— Abschluss / Fertigstellung (Lph. 8 nach Anlage 14 HOAI) innerhalb der letzten 10 Jahre (zwischen 03/2013 und 02/2023)
— Baukosten KG 300 + 400 ≥ 2,0 Mio. € brutto
— BGF ≥ 1000 m²
— HZ III oder höher
— Referenzbescheinigung (bei öffentlichen Auftraggebern zwingend).
Die jeweiligen Referenzprojekte müssen zwingend alle Mindestkriterien erfüllen, damit die Referenz gewertet werden kann.
Für folgende Kriterien können Zusatzpunkte erreicht werden:
— Entstehungszeit 17. - 19. Jahrhundert
— Schlossbau / Residenz / repräsentative Bürger- und Wohnhäuser / historischer Museumsbau mit hohem Ausstattungsanspruch
— museale Nutzung / Ausstellungen
— Planung und Realisierung von vorwiegend auf Substanzerhalt orientierter Instandsetzungs-, Sanierungs- und/oder Modernisierungsarbeiten eines Gebäudes
— Erfahrungswerte im Umgang mit von Feuchteschäden betroffenen Bauteilen und der Tragkonstruktion
— bauzeitliche Überformung / Ergänzungen, Umgang mit Bausubstanz aus verschiedenen Bauepochen / Bauzeiten in statisch-wirksamen Bauteilen
— Tragwerksplanung bei Umbau- / Sanierungs- und konstruktiven Ergänzungs- / Ertüchtigungsmaßnahmen in denkmalgeschützten Gebäuden unter Berücksichtigung des Erhalts von, mit dem Bauteil verbundenen, hochwertigen Oberflächen oder überlagerten historischen Elementen (z.B. Stuckdecken, historische Decken o.Ä.)
— Erfahrungen zu Eingriffen und Nachweisen von Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit bei Mauerwerkswänden / Holzbauteilen und anderen Bauteilen, die nicht mit normierten Berechnungsverfahren nachgewiesen werden können
— Instandsetzung historischer Dach- und Tragkonstruktionen aus Holz
— heutige Anforderungen bzw. zeitgenössische Tragwerke im Denkmal / historischen Bestand substanzverträglich integriert (z.B. Aufzug, neue Treppenanlage)
— öffentlicher / kirchlicher Auftraggeber
— öffentliche Nutzung
— Erfahrung Leistungsphase 8 Objektüberwachung (Besondere Leistung gemäß AHO-Heft 3) (zu mindestens 50 % abgeschlossen).
— Angaben zur technischen Ausstattung für die Dienstleistung (zusätzlich Erfahrungen und Arbeiten in der 3D-Bearbeitung, z.B. Bearbeitung mit Punktwolken, bildgebende Darstellung als Nachweis liegt vor).
Detaildefinitionen und die konkrete Wertungsmatrix sowie Anforderungen an die Referenzblätter und Referenzbescheinigungen sind den Bewerbungsunterlagen zu entnehmen.