1. Historie und Planungsanlass
Der Kornmarkt wurde zuletzt Ende der 1970er Jahre grundlegend tiefbautechnisch und gestalterisch erneuert. In den vergangenen vierzig Jahren haben sich die Anforderungen an den zentralen innerstädtischen Platz gewandelt. Der um den Platz ansässige Einzelhandel steht seit der Jahrtausendwende zunehmend unter Druck. Umso bedeutsamer werden jedoch andere Thematiken wie die Schaffung eines attraktiven urbanen Aufenthaltsortes. Dies geht einher mit dem Bedarf mikroklimatisch angenehme Bedingungen zu schaffen. Die Pflasterung aus dem Jahr 1978 zeugt von der starken Beanspruchung vergangener Jahrzehnte und weist heute erhebliche materiale Schwächen auf. Die sichere Begehbarkeit der Oberfläche stellt zunehmend ein erhebliches Problem dar. Das Sitzmobiliar sowie das Wasserspiel sind erneuerungsbedürftig.
Der Baumbestand zeigt teilweise gravierende Schäden und ist auch hinsichtlich zukunftsfähiger Standortbedingungen zwingend zu hinterfragen. Zugleich muss ein Großteil der tiefbautechnischen Infrastruktur sowie der technischen Versorgung für Märkte- und Veranstaltungen erneuert werden. Insbesondere für die lokale Bevölkerung, aber nicht zuletzt aufgrund der touristischen Entwicklung sowie zur langfristigen Stärkung und Optimierung des Versorgungsbereiches, ist die Qualität des künftigen Platzes von herausragender Bedeutung. Die heutigen Mängel hinsichtlich der Nutzbarkeit, der Funktionalität und Aufenthaltsqualität, aber auch unter denkmalgerechten Gesichtspunkten bedingen die grundlegende Neugestaltung des Osteroder Kornmarktes sowie der Marientorstraße.
2. Grundlagen
Die Stadt Osterode plant in den kommenden Jahren den gesamten Bereich der Fußgängerzone neuzugestalten und in verschiedenen Projekten, Prioritäten umzusetzen. Grundlage dieser Ausschreibung ist die Planung für den Bereich Kornmarkt und Marientorstraße.
Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes wurde das Landschaftsarchitekturbüro TGP damit beauftragt den Platz "Kornmarkt" sowie die angrenzende Marientorstraße unter Berücksichtigung der Platzhistorie sowie des Denkmalschutzes neuzugestalten. Die Entwurfsplanung (Freianlagen) hierzu ist Grundlage für die weitere Planung (Verkehrsanlagen/Ingenieurbauwerke) und wird dieser Ausschreibung zu Grunde gelegt. Im ersten Schritt ist eine Überprüfung der Entwurfsplanung (vorliegende Freianlagenplanung) im Hinblick auf die geforderte Ausführungsplanung der Verkehrsanlagen vorzunehmen. insbesondere soll die bautechnische Umsetzbarkeit, nicht nur die Ausführbarkeit, sondern auch die Sonderbauweise geprüft werden, ob diese als ausreichend dimensioniert und nachhaltig angesehen werden kann. Ggf. muss die Kostenberechnung ergänzt und angepasst werden. Aus diesem Grund wird die Leistungsphase 3 der Verkehrsanlagen angefragt. Eine denkmalrechtliche Abstimmung ist mit dem zuständigen Stellen erfolgt und der Entwurf liegt derzeit zur Prüfung und Freigabe bei der Denkmalschutzbehörde.
Zudem sollen im Zuge der Ausführung der Planung die vorhandenen Schmutz- und Niederschlagswasserleitungen sowie die Hausanschlüsse saniert, ggf. ausgetauscht werden. Die tiefbautechnische Infrastruktur sowie die der technischen Versorgung muss erneuert werden. Für die Anlagen der Abwasserentsorgung liegt eine Kostenschätzung vor.
Im Rahmen der weiteren Planung werden alle weiteren Planungsleistungen zur Neugestaltung des Kornmarktes einschließlich der Ausstattung als Verkehrsanlagen eingeordnet. Ausgenommen sind die Planungsleistungen der Ingenieurbauwerke betreffend die Abwasserleitungen.
Aus haushalterischen Gründen wird zunächst nur die Umgestaltung der Marientorstraße (2. Bauabschnitt) beauftragt. Die Beauftragung die Neugestaltung des Kornmarkts (1. Bauabschnitt) erfolgt optional.
Die Gesamtkosten für die Umgestaltung werden auf rund 4,3 Mio. EUR (brutto) geschätzt, wovon rund 3,5 Mio. EUR (brutto) auf den Kornmarkt (1. Bauabschnitt) und rund 850.000 EUR (brutto) auf die Marienstraße entfallen.
Umsetzung für 2023 vorgesehen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2023-02-27.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2023-01-26.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2023-01-26) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Referenznummer: 167-23
Kurze Beschreibung:
“1. Historie und Planungsanlass” Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen📦
Zusätzlicher CPV-Code: Dienstleistungen von Architekturbüros📦 Ort der Leistung
NUTS region: Göttingen🏙️
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
“Der Teilnahmeantrag ist spätestens zum unter Ziff. IV.2.2) festgelegten Termin einzureichen. Die Auftragsunterlagen einschließlich Vordrucke für den...”
Der Teilnahmeantrag ist spätestens zum unter Ziff. IV.2.2) festgelegten Termin einzureichen. Die Auftragsunterlagen einschließlich Vordrucke für den Teilnahmeantrag stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Center. Bewerber haben die Vergabeunterlagen unverzüglich auf Vollständigkeit der Unterlagen sowie auf Unklarheiten zu überprüfen. Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Bewerbers Unklarheiten, so hat er unverzüglich und vor Abgabe des Teilnahmeantrags darauf hinzuweisen. Die Bewerber werden aufgefordert, im Interesse einer schnellen Beseitigung von Unklarheiten, frühzeitig und vorab ihre Fragen zu übermitteln. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Kommunikation in diesem Vergabeverfahren über das elektronische Vergabeportal "Deutsches Vergabeportal" (https://www.dtvp.de/Center) erfolgt. Bewerber haben Verstöße gegen Vergabevorschriften zu rügen. Es gelten die Bestimmungen in § 160 Abs. 3 GWB. Soweit Ihrer Rüge nicht abgeholfen wird, sind Sie insbesondere verpflichtet, innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer einzureichen. Ansonsten ist der Antrag gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig.
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Quelle: OJS 2023/S 022-063537 (2023-01-26)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2023-07-11) Objekt Umfang der Beschaffung
Total value of the procurement: 199665.88 EUR 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge