Beschreibung der Beschaffung
Konzept zur Ergänzung und Erweiterung des Baumbestandes an Straßen
- 1. Teilraum des Stadtgebietes -
(Eine ausführlichere Aufgabenbeschreibung ist den barrierefrei zugänglichen Teilnahmeunterlagen beigefügt)
Da derzeit noch kein Straßenbaumkataster existiert (es befindet sich derzeit in der Aufstellung) und keine umfassenden Kenntnisse über den vorhandenen Straßenbaumbestand vorliegen, ist zunächst eine Analyse der Straßen erforderlich. Hierbei sollen vorhandene Baumstandorte erfasst und bewer-tet und insbesondere neue Standorte für Straßenbäume eruiert werden.
2. Ausgangslage
- Klimawandel
- schwere / erschwerte Bedingungen für Straßenbäume
- fehlende Begrünung im öffentlichen Raum,
- ungünstige Lebensbedingungen für die Menschen und damit die Gesundheit beeinträchti-
gende Situationen
- Artensterben
3. Ziele
Erhöhung des Grünvolumens, u.a. durch die Pflanzung von Straßenbäumen, und dadurch
? Thermische Entlastung durch Verringerung des Wärmeeintrags,
? Verschattung von Gebäudefassaden, Höfen, Parkplätzen, Stadtplätzen und Straßen durch
Großgrün,
? Anlage von Retentionsräumen für Starkregenereignisse über Baumbeete, Baumrigolen und kleinere Grünflächen
? Verbesserung der / Schaffung guter Lebensbedingungen für den Menschen in der Stadt
? Förderung bzw. Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung
? Erhalt / Verbesserung der ökologischen Funktionen in der Stadt (z.B. Artenschutz)
. Rahmenbedingungen für das Straßenbaumkonzept
4.1 Hauptstraßen
Für das Hauptstraßennetz (Bundes-, Kreis- und Landstraßen) sollen konkrete Pflanzvorschläge und der nötige Handlungsbedarf (Neuplanung, Umplanung etc.) aufgezeigt werden.
Ziel:
? Es wird angestrebt, dass jede Hauptstraße beidseitig mit Bäumen begrünt wird.
4.2. Nebenstraßennetz
Der Betrachtung der Nebenstraßen (alle übrigen Straßen, außer unter 4.1 aufgeführte) kommt eine hohe Bedeutung zu, da diese ein langes Streckennetz haben, die Wohnquartiere erschließen und deren Gestaltung maßgeblich zur Wohn-/Lebensqualität "vor der Haustür" beträgt.
Ziel:
? Es wird angestrebt, dass jede Nebenstraße mindestens auf einer Seite mit Bäumen begrünt wird.
? Es wird eine Erhöhung der Artenvielfalt angestrebt. Sie stärkt den artenreichen Charakter Essens, fördert ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild der Nebenstraßen und vermin-dert die Ausbreitung von Schädlingen (siehe Leitlinie A).
Für besondere Situationen, z.B. Kreisverkehre, sind Solitärpflanzungen zu berücksichtigen.
Vor Aufnahme des Bestandes und Prüfung der Straßen hinsichtlich der Möglichkeiten zur Anord-nung neuer Baumpflanzungen bzw. der Baumscheibe
- im Gehweg,
- im Übergangsbereich Gehweg/Fahrbahn oder
- komplett in der Fahrbahn
sind Kriterien für die einzelnen Straßentypen (Haupt-/Nebenstraße), unter Berücksichtigung der an-grenzenden Bebauung (z.B. Blockrandbebauung, Einfamilienhäuser) und entsprechend angepasster Baumbeete (offen oder überbaut), zu entwickeln (Regel- und Sonderlösungen). Diese sind zu be-schreiben und zeichnerisch darzustellen.
Zur Durchsetzung des Konzeptes werden zwei Handlungsfelder typisiert.
Angebotsabgabe und Wertung:
Die Auftragsvergabe erfolgt auf der Grundlage eines Pauschalpreises. Die Kalkulation und Zusam-mensetzung des gebotenen Preises sind angemessen darzustellen. Nebenkosten (z.B. Fahrt- und Telefonkosten) werden nicht gesondert erstattet und sind somit in das Angebot mit einzurechnen.
Die Sprache des eingereichten Angebotes und der Arbeitsergebnisse ist deutsch.
Die Bewertung des Angebotes erfolgt unter Zugrundelegung folgender Zuschlagskriterien:
Stufe 1
- Einreichung des Bewerbungsbogens inklusive der erforderlichen Eignungsnachweise (von min. 1 Referenzprojekt, inklusive Referenzschreiben) Nach-weis, dass in den vergangenen 7 Jahren bereits ein vergleichbares Konzept erstellt wurde
- Überprüfung, Bewertung und Auswahl der eingegangenen Teilnahmeanträge, hinsichtlich der Eignungskriterien. Mitarbeitereignung (Nachweis, dass Mitar-beiter/innen mit den folgenden Ausbildungen eingesetzt werden: Landschafts-architektur, Landschaftsökologie, Biologie, Naturschutz, Geografie mit Schwerpunkt Landschaftsökologie oder vergleichbar); Nachweis und Anzahl erfahrener Mitarbeiter*innen
- Die ersten fünf Teilnehmer mit der höchsten Punkt-/Prozentzahl werden zur 2. Stufe zugelassen.
Stufe 2
- Aufgabenverständnis
- Einreichung eines Honorarangebotes für das komplette Straßenbaumkonzept auf Basis der folgenden Leistungsbausteine inkl. Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten,
- Erarbeitung eines Straßenbaumkonzepts für die Stadt Essen gemäß dieser Leistungsbeschreibung
- Präsentation dieser Konzeption; (Präsentation max. 30 Minuten, anschließende Fragerunde von ca. 15 Minuten) und
- Verhandlung Honorarangebot auf Basis der vorgenannten Leistungsbausteine
Erarbeitung des Konzepts, dazu gehören insbesondere:
Wertungsmatrix im Angebotsteil:
Erarbeitung des Konzepts, dazu gehören insbesondere:
Darlegung Aufgabenverständnis 20 %
Darlegung Konzept zur Leistungserfüllung 35 %
Honorarangebot 30 %
Präsentation (zur Arbeits- und Vorgehensweise, Konzept) 15 %
Honorarkalkulation:
Die vorstehend beschriebene Vergabe stellt einen ersten Teilbaustein dar. Es ist geplant, sukzessive das gesamte Stadtgebiet in weiteren Teilbausteinen zu bearbeiten.
Nach Zuschlag für den 1. Teilbaustein besteht kein Anspruch darauf, den Auftrag für weitere Teil-bausteine zu erhalten.
Die Bearbeitungszeit für den ersten Teilbaustein (siehe Abschnitt 5., b1)) beträgt 4 Monate nach Auftragserteilung.
Für den optional anzubietenden Aufgabenteil (siehe Abschnitt 5., b2)) beträgt die Bearbeitungs-zeit 8 Monate.