Beschreibung der Beschaffung
Die Gebäude der Schule Rindelbach und der Kübelesbuckhalle sollen umfassend saniert werden. Bestandteil der Aufgabe sind dabei folgende Gebäude:
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- Grundschulgebäude (GS) inkl. Musiksaal, Bj. 1960
- ehemaliges Hauptschulgebäude (HS), Bj. 1967
- Kübelesbuckhalle (KBH), Bj. 1967, Umbau und Erweiterung 2003
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In den vergangenen Jahrzehnten wurden verschiedene punktuelle Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden durchgeführt. Die Schwerpunkte der jetzt anstehenden Generalsanierung liegen nach derzeitigem Kenntnisstand auf folgenden Maßnahmen:
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Schulgebäude
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- Modernisierung Heizungsanlage (Zentrale untergebracht in HS, Versorgung aller drei Gebäude)
- Erneuerung Nahwärmeleitung zwischen HS und GS
- Ertüchtigung Elektroinstallation HS
- Aufbau EDV-Netz
- Ertüchtigung Trinkwassernetz GS + HS
- Teilaustausch Fenster (z.B. Flure GS, Musiksaal, Teilbereiche HS)
- Sanierung Dachabdichtung HS
- Errichtung einer PV-Anlage HS
- Einbau Durchsage- und Hausalarmierungsanlage GS + HS
- Verbesserung der Gebäudehülle in Teilbereichen GS, gesamt HS
- Einhausung bisher von außen zugänglicher Schüler WCs
- Sanierung Lehrer WCs
- Verbesserung vorbeugender Brandschutz
- Anpassung Schulhof/Außenanlage
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Kübelesbuckhalle
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- Nahwärmeversorgung aus der Schule
- Ertüchtigung Trinkwassernetz
- Sanierung Dusch- und Umkleideräume
- Einbau einer Lüftungsanlage
- Erneuerung Sportboden
- Teilaustausch Prallwände
- Ertüchtigung Elektroinstallation
- Nachrüstung Durchsage- und Hausalarmierungsanlage
- Verbesserung vorbeugender Brandschutz
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Darüber hinaus sind die Gebäude dem künftigen Raumbedarf anzupassen. Dieser Raumbedarf der Schule stellt sich wie folgt dar:
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- 13-15 Klassenräume, 2-3 Differenzierungsräume, 1 Multifunktionsraum für Grund- und Konrad-Biesalski-Schule zusammen (bei der Konrad-Biesalski-Schule, die einen Teil der Räume in der Schule Rindelbach nutzt, handelt es sich um ein staatlich anerkanntes Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung).
- Gemeinsame Verwaltungsräume wie Lehrerzimmer und Sekretariat für beide Schulen
- Ganztagsräume wie Mensa und Verteilerküche.
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Da das vollständige Raumprogramm voraussichtlich nicht im vorhandenen Gebäudebestand unter-gebracht werden kann, ist von einem Erweiterungsbau auszugehen.
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Für das Flurstück 379/3, auf dem sich die Gebäude der Schule und die Halle befinden, gibt es keinen Bebauungsplan. Das Grundstück ist demnach baurechtlich nach § 34 BauGB (Innenbereich) einzustufen.
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Die Baumaßnahme soll über mehrere Bauabschnitte umgesetzt werden. Interimsgebäude sollen dabei nach Möglichkeit durch sinnvolle Bauabschnittsbildung vermieden werden. Sollten während der Bauzeit dennoch kleinere Interimsgebäude notwendig werden, sollen diese für eine spätere Wiederverwendung an einen neuen, endgültigen Standort auf dem Baugrundstück versetzt wer-den können.
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Die Beauftragung der Architekten- und Ingenieurleistungen findet im August 2023 statt, unmittelbar im Anschluss soll mit der Planung begonnen werden. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung muss bis Dezember 2024 abgeschlossen sein, der Zuschussantrag für die Fördermittel wird im Januar 2025 gestellt. Im ersten Halbjahr 2025 soll die Ausführungsplanung und Ausschreibung stattfinden, sodass im Herbst 2025 mit dem Bau begonnen werden kann. Aufgrund der abschnittsweisen Bearbeitung wird mit einer Bauzeit von 3 bis 5 Jahren gerechnet.
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Die Gesamtkosten der Maßnahme dürften bei grob knapp 13 Mio. EUR brutto (KG 200-700) liegen. Es handelt sich hierbei jedoch um eine erste, äußerst grobe Schätzung. Die tatsächlichen Kosten sind auch von der konkreten Planung abhängig. Für die Vergleichbarkeit der Angebote wird jedoch von den Kosten der beiliegenden Kostenschätzung ausgegangen.
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Den Vergabeunterlagen sind ferner Bestandspläne, Fotos sowie Raumflächen beigefügt.
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Beauftragt werden stufenweise die Grundleistungen der Leistungsphasen 1-6 des Leistungsbildes Fachplanung Tragwerksplanung gem. § 51 Abs. 1 HOAI i.V.m. Anl. 14 Nr. 14.1 sowie die Besonderen Leistungen des Nachweises zum konstruktiven Brandschutz (Feuerwiderstandsdauer) sowie der ingenieurtechnischen Kontrolle. Als weitere Besondere Leistung wird optional die Betonsanierung / Betoninstandsetzung beauftragt.