Beschreibung der Beschaffung
Das im Jahr 1968 gegründete Carl-von-Ossietzky Gymnasium befindet sich im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel in direkter Nachbarschaft zur Schule Müssenredder. Der Schulstandort umfasst insgesamt vier Gebäude – das Eingangszentrum (Geb. 01), Doppel-H-Gebäude (Geb. 02), Klassengebäude (Geb. 03) und Fachgebäude (Geb. 06) - sowie zwei Sporthallen (Geb. 04 und 05).
Das Fachgebäude (Geb. 06) wurde 2021 nach einer Sanierung übergeben. Mit der Planung war das Büro lup architekten aus Hamburg beauftragt, mit der Projektsteuerung Büro Kleta Projektsteuerung aus Hamburg.
Mit dem geplanten Zu- und Ersatzbau sollen alle Bedarfe an fehlenden Unterrichts- und Verwaltungsflächen (2.893,98 m²), Ganztagsfläche einschl. Küche (834,00 m²) sowie Funktions- und Gemeinschaftsflächen (500,40 m²) gedeckt werden. In dem Zuge sind der Abriss vom Eingangszentrum (Geb. 01) und Klassengebäude (Geb. 03) zu planen.
Im Anschluss an die geplanten Neubau- und Abbruchmaßnahmen ist die Sanierung der Siele und Außenanlagen geplant.
Mit der Machbarkeitsstudie zur Untersuchung der Umsetzungsmöglichkeiten war Anfang 2020 das Büro lup architekten aus Hamburg beauftragt. Die Machbarkeitsstudie wird (mind. Auszugsweise) den Bietern mit der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
Mit der Leistungsphase 0 wurde Ende 2021 das büro luchterhandt & partner aus Hamburg beauftragt. Die Ergebnisse werden (mind. auszugsweise) den Bietern mit der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
Die bauliche Entwicklung des Standortes erfolgt unter Berücksichtigung schulischer und wirtschaftlicher Aspekte in mehreren Bauabschnitten. Die Schule ist in Abstimmung mit dem Bauherrn eng in die Planung einzubeziehen. Beeinträchtigungen des Schulbetriebes sind gering zu halten, ebenso die Interimsmaßnahmen. Um den dringenden Flächenbedarf am Schulstandort zu decken, ist zunächst die Realisierung des Zu- und Ersatzbaus in 4. Quartal 2026 geplant.
Es ist vorgesehen, ein gesamtes Planungskonzept für alle o.g. Gebäude bis Leistungsphase 2 umzusetzen, danach je Gebäude und Bauabschnitt unter Berücksichtigung des Gesamtterminplans. Schulische wie wirtschaftliche Aspekte sind hierbei zu berücksichtigen.
Wirtschaftlichkeit in Planung, Ausführung und Betrieb, die Minimierung der Lebenszykluskosten und hohe Energieeffizienz der Gebäude werden erwartet. Beim Neubau ist ein GEG 40 - BEG NWG, DGNB Zertifizierung Standard Gold sowie Nachhaltigkeitssiegel Nachhaltiges Gebäude zu erreichen. Die Baumaßnahmen werden durch einen zertifizierten DGNB Auditor begleitet. Angestrebt wird die Realisierung des geplanten Neubaus in Holz- bzw. Holz-Hybrid-Bauweise.
Für die Umsetzung der Gesamtmaßnahmen am Standort ist ein Baukostenbudget (KG 200-600) von ca. 9,4 Mio. Euro netto vorgesehen. Die anteiligen Gesamtbaukosten für das Bauwerk und Baukonstruktion (KG 300) betragen ca. 6,0 Mio. € netto und für die technische Gebäudeausrüstung (KG 400) ca. 2,1 Mio. € netto.
Fertigstellung sämtlicher Maßnahmen ist für 2027 geplant.
Die Planung ist dem Kostenrahmen anzupassen.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
- Leistungsphase 1 bis 2 Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI,
- Leistungsphasen 3 bis 6 Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung der AG (ggf. in noch von der Auftraggeberin festzulegenden
- Besondere Leistungen des Aufstellens eines Lastenplans, zum Beispiel als Grundlage für die Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung, Vorläufige nachprüfbare Berechnung wesentlicher tragender Teile sowie Vorläufige nachprüfbare Berechnung der Gründung (vgl. besondere Leistungen der Vorplanung gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 2).
- Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung wesentlich tragender Teile (vgl. besondere Leistungen der Entwurfsplanung gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 3)
- Nachweise zum konstruktiven Brandschutz, soweit erforderlich unter Berücksichtigung der Temperatur (Heißbemessung) (vgl. besondere Leistungen der Genehmigungsplanung gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 4)
- Konstruktion und Nachweise der Anschlüsse im Stahl- und Holzbau (vgl. besondere Leistungen der Ausführungsplanung gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 5)
- Beitrag zum Aufstellen von vergleichenden Kostenübersichten des Objektplaners (vgl. besondere Leistungen der Vorbereitung der Vergabe gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 6)
- Beitrag zum Aufstellen des Leistungsverzeichnisses des Tragwerks (vgl. besondere Leistungen der Vorbereitung der Vergabe gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 6)
- Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften statischen Unterlagen (vgl. besondere Leistungen der Objektüberwachung gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 8).
- Baubegehung zur Feststellung und Überwachung von die Standsicherheit betreffenden Einflüssen (vgl. besondere Leistungen der Objektüberwachung gem. Anlage 14.1 zur HOAI zur Leistungsphase 8)
- Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Tragwerksplanung der Anlage 14 Nummer 14.1 gem. §§ 51 Abs.5 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
- Weitere Fachplanungs- und Beratungsleistungen nach HOAI Anlage 1: Schallschutznachweis nach HBauO gem. HOAI Anlage 1 - 1.2 Bauphysik - Bauakustik (Schallschutz)
Neben dem Auswahlgremium des Auftraggebers werden ggf. Vertreter aus behördlichem Kontext sowie externe Projektsteuerung in beratender Funktion in die Bewertung der Angebote einbezogen.
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch büro luchterhandt & partner, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.