Beschreibung der Beschaffung
Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter-, ein zugelassener kommunaler Träger gemäß dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II), plant die Vergabe eines flexiblen, umfassenden Angebots für die individuelle Unterstützung bei der Aktivierung und Orientierung, Motivation und Vermittlung von jugendlichen Migranten unter 25 Jahren mit Sprachförderbedarf am Standort Bensheim.
Ziel der Maßnahme ist das Kennenlernen des deutschen Berufsalltags, die Heranführung an berufliche Sprachkenntnisse, bei gegebenen Voraussetzungen die Vorbereitung zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses, eine berufliche Erstorientierung und Vorbereitung, sowie die Verbesserung der Eingliederungschancen von jungen Menschen u 25 mit Sprachförderbedarf. Teil- und Querschnittsziele sind das Kennenlernen des deutschen Lebensalltags die Verbesserung der Eingliederungschancen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, sowie die Vermittlung in Praktika, Einstiegsqualifizierungen oder in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für die o.g. Zielgruppe.
Die messbaren Ziele definieren wir hierbei wie folgt:
Bei der Heranführung an den Hauptschulabschluss soll eine Erfolgsquote von 75% erreicht werden.
Bei der Vermittlung in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis am ersten Arbeitsmarkt soll eine Vermittlungsquote von 30 % erreicht werden.
Bei der Bewertung der Zielerreichung werden die individuellen Vereinbarungen die in Förderplänen, gemeinsam getroffen werden vorrangig berücksichtigt.
B.1.2 Teilnehmende
Erwerbsfähige leistungsberechtigte junge Menschen im Alter von 15 - 24 Jahren, die Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch bei Neue Wege Kreis Bergstraße
-Kommunales Jobcenter- beantragen oder bereits erhalten. Ebenfalls können rechtskreisübergreifend betroffene Jugendliche aus den Rechtskreisen SGB III, SGB VIII und SGB XII daran teilnehmen.
Die Zielgruppe zeichnet sich durch eine große Heterogenität aus, insb. im Hinblick auf:
- Geschlecht,
- Nationalität,
- Muttersprache,
- Deutschkenntnisse,
- Grad der Alphabetisierung,
- kulturelle, soziale, religiöse Herkunft und Identität,
- familiale Situation,
- Bildungsstand (schulisch u. allgemein),
- beruflich verwertbare Vorerfahrungen und Qualifikationen,
- Lernvermögen,
- Mobilität.
Ferner zeichnen sich die für die Maßnahme vorgesehenen Teilnehmenden u. a. dadurch aus, dass sie:
- über keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse verfügen;
- über keine oder nur eine rudimentäre Orientierung in Deutschland verfügen;
- Kriegs- und Fluchterfahrung und damit einhergehende Traumatisierungen sowie u.U. (schwere) körperliche und/oder seelische Beeinträchtigungen aufweisen können;
- über keine oder nur unzureichende soziale/familiale Bindungen in Deutschland verfügen;
- eine fehlende oder auch ablehnende Willkommenskultur am neuen Wohnort erfahren;
- sich u. U. ein "falsches Bild" von der Bundesrepublik Deutschland gemacht haben;
- sich (noch) in Gemeinschaftsunterkünften bzw. vorübergehenden Wohnverhältnissen befinden
Es sollen 20 Plätze für Teilnehmende zur Verfügung gestellt werden.