Kurze Beschreibung
Das LAU erfüllt Fachaufgaben und zum Teil auch Vollzugsaufgaben in den folgenden Bereichen:
- Abfallwirtschaft, Kreislaufwirtschaft
- Vor- und nachsorgender Bodenschutz
- Wasserwirtschaft (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, wassergefährdende Stoffe)
- Immissionsschutz und Luftreinhaltung
- Naturschutz und Landschaftspflege
- Klimawandel und erneuerbare Energien
- Chemikaliensicherheit
- Umweltradioaktivität, Strahlenschutz
- gentechnische Analysen.
Im Rahmen der Tätigkeiten betreibt das LAU landesweite Messnetze zu Luftqualität, Bodenzustand und Umweltradioaktivität. Es erfasst ebenso die Fauna und Flora von Sachsen-Anhalt. Die Fachleute des LAU liefern Aussagen über den Zustand von Ökosystemen, untersuchen schädlichen Lärm, Erschütterungen, Licht und elektromagnetische Felder. In den eigenen Laboren werden Umweltproben auf chemische, radiologische oder biologische Kenngrößen analysiert.
Die LAU-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erheben eine Vielzahl von Daten über den Zustand der Umwelt, bereiten diese auf und bewerten sie. Bei Bedarf werden neue analytische Verfahren entwickelt und getestet. Über die Ergebnisse dieser Arbeit informiert das LAU Fachkreise und die Öffentlichkeit auf der eigenen Website, in Publikationen, Veranstaltungen und Presseinformationen.
Im LAU werden gegenwärtig nahezu alle umweltspezifischen Fachinformationssysteme (FIS) für die behördliche Arbeit in einem Umweltinformations- und Managementsystem (UMS) als Desktop-Applikationen geführt. Jedes FIS bildet den Rahmen für einzelne fachspezifische Anwendungen, sog. Segmente. In Summe arbeiten derzeit etwa 1.000 Nutzerinnen und Nutzer in unterschiedlichen Behörden mit über 20 Segmenten der jeweiligen FIS des UMS. Ziel des UMS ist die Speicherung, Aufbereitung und Bereitstellung von Umweltinformationen vorrangig für Experten der einzelnen Umwelt- und Vollzugsbehörden. Daneben ist die Versorgung mit Umweltinformationen von weiteren Akteuren wie Politik und Wirtschaft ebenso möglich.
Umweltdaten werden mit geographischem Bezug zentral gespeichert, verwaltet, editiert, verknüpft und abgerufen. Darüber hinaus können Daten mit Bezug zur Umwelt im- und exportiert werden. Analysen sind möglich und schließlich können Belege, Urkunden, Genehmigungen und Begleitscheine erzeugt werden. Die Verwendung von digitalen Karten in den FIS des UMS eröffnet Fachanwendern nicht nur die Möglichkeit, Umweltinformationen thematisch sortiert mit raumbezogenem Kontext zu visualisieren. Sie hilft auch, die Daten besser zu erfassen und ist deswegen einem ganzheitlichen Verständnis oftmals förderlich.
Im Zuge der Digitalisierungsoffensive des Landes Sachsen-Anhalt ist in den letzten vier Jahren begonnen worden, das Umweltmanagementsystem zukunftssicher weiterzuentwickeln. Das bedeutet insbesondere, dass sich die verschiedenen Fachinformationssysteme sukzessive weg von monolithischen Desktop-Softwarestrukturen bewegen. Stattdessen geht die Weiter¬entwicklung des UMS hin zu flexiblen, voneinander unabhängigen, dabei trotzdem über Dienste und Services vernetzten Applikationen auf Basis von modernen Webtechnologien.
Aus technischer Sicht handelt es sich beim UMS um ein objektrelationales Datenbanksystem. Dieses wird am Standort Halle (Saale) vom LAU als Server-Cluster im Intranet betrieben. Zusätzlich existieren bereits erste Anwendungen, die in einer Cloud betrieben werden und sich mit der Intranet-Umgebung synchronisieren lassen. Die Arbeit mit den Umweltdaten und dem Datenbanksystem erfolgt über ein Portfolio aus Standard- und Spezialsoftware aus dem Datenbank- und dem Umweltbereich.