Beschreibung der Beschaffung
1. Ausgangssituation/ Planerischer Rahmen
Die vorhandene Stadthalle in Hofgeismar wurde im Jahr 1978 zum 18. Hessentag errichtet.
Die politischen Gremien der Stadt Hofgeismar haben am 27.06.2022 beschlossen:
"In der Frage der Zukunft einer Stadthalle der Stadt Hofgeismar wird die Priorität bis auf Weiteres auf die Planungen zum Erhalt des vorhandenen Standortes gesetzt.
Der Magistrat wird beauftragt, die Planungen voranzutreiben und die Möglichkeit, mit dem Programmantrag 2023 im Städtebauförderprogramm "Lebendige Zentren" einen Förderantrag stellen zu können, zu prüfen und möglichst umzusetzen.
Die Begleitung zur Ausgestaltung des Antrages, sowie der Aufgabenstellung für extern Beteiligte wie Architekten und Ingenieure, erfolgt über die "AG-Stadthalle". ..."
Mit der Objektplanung Gebäudeplanung wurde das Büro Reichel Architekten PartG mbB aus Kassel beauftragt. Eine Vorstudie des Architekten liegt vor, die Vorentwurfsplanung is in Bearbeitung und eine Kostenschätzung erstellt.
Die Fachplanung Technische Ausrüstung ist beauftragt. Die Unterlagen werden für die Ausschreibung zur Verfügung gestellt.
Die konkrete Entwurfs- und anschließende Ausführungsplanung wird gemeinsam mit dem Architekturbüro am Bedarf orientiert erstellt und mit der AG Stadthalle entwickelt. Der Öffentlichkeit soll weiterhin fortlaufend die Gelegenheit zur Mitsprache gegeben werden. Die bisherigen regelmäßigen Nutzer der Stadthalle werden aktiv eingebunden.
2. Beschreibung Gebäudestruktur und Vorüberlegungen zu den Maßnahmen:
Siehe hierzu die Machbarkeitsstudie zum Tragwerk vom 07.02.2023.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bilden die Grundlage für die Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1 - 6.
3. Kosten:
Die geschätzten Nettobaukosten belaufen sich auf voraussichtlich auf
KG 200 869.000 €
KG 300 8.409.113 €
KG 400 4.922.404 €
KG 500 2.328.469 €
Summe 16.528.986 €
4. Ziele der Planung:
- Erhalt oder Neuschaffung eines Saales mit ähnlicher Kapazität wie im Bestand
- Erreichung mindestens aktueller, besser zukunftsfähiger Energiestandard
- Erfüllung aktueller Sicherheitsstandards insbesondere Brandschutz und Versammlungsstätten
- Einsatz minimaler Haustechnik, um Wartungsaufwand zu minimieren
- Optimiertes Kosten- / Nutzenverhältnis unter Einbeziehung der Unterhaltskosten
- Optimierter Einsatz von Fördermitteln.
5. Planungsleistungen/ Vergabeverfahren
Ausgeschrieben werden die Fachplanung Tragwerksplanung gem. HOAI § 49 ff. und Anla-ge 14 HOAI 2021 stufenweise für die LPh 1-3 und die LPh 4-6+7+8 mit besonderen Leistungen in der
• LPh 2: Sicherungsmaßnahmen im Bauzustand, Variantenberechnungen, Lastenplan, • LPh 3: Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung wesentlich tragender Teile, Beratung bei der Abdichtung und Kostenberechnung, Vorgezogenen Mengenermittlung Holz / Stahl für die Ausschreibung,
• LPh 4: Nachweise zum konstruktiven Brandschutz, Statische Nachweise an nicht zum Tragwerk gehörende Konstruktionen (z.B. Fassaden)
• LPh 7: Mitwirkung bei der Prüfung der Angebote
• LPh 8: Kontrolle der Ausführung des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften statischen Unterlagen, Mitwirken bei der Überwachung der Ausführung der Tragwerkseingriffe bei Umbauten und Modernisierungen.
Die Gesamtprojektkoordinierung obliegt dem beauftragten Architekturbüro Reichel.
6. Ausführungszeitraum
Eine Vorstudie des Architekten ist abgeschlossen. Die Vorentwurfsplanung ist in Bearbeitung. Die weiteren Termine sind wie folgt vorgesehen:
• Rückbauantrag vorausichtlich November 2024
• Bauantrag soll voraussichtlich ab Beginn 2025 eingereicht werden
• Rückbau und Vergabe Rohbauarbeiten ab Herbst 2025
• Vergabe Ausbaugewerke ab Frühjahr 2026 und die
• Abnahme, Inbetriebnahme sowie die Mängelbeseitigung bis Dezember 2028.
• Der Vergabeterminplan wird nach Vergabe vom Architekten in Absprache mit dem AN abgestimmt.
7. Leistungsbild
Fachplanung Tragwerksplanung
Die Grundleistungen sind entsprechend HOAI § 49 ff. Anlage 14.1 zu erfüllen.
Die Honorierung mit Honorarzone, -satz und Anteile des Grundhonorars sowie besondere Leistungen sind in das Honorarberechnungsblatt "240514_Honorar_TWP_HOG_Stadthalle.xlsx" zu einzutragen.
Die Vergütung des Umbauzuschlags wird mit 20% vorgeschlagen, da von einem Neubauanteil von 40% bei BRI und BGF und beim Umbau von 60% ausgegangen wird.
Die anrechenbaren Kosten (55% der KG 300 und 10% der KG 400) belaufen sich auf 5.117.252,50 €
Folgende besonderen Leistungen sind für die Planung anzubieten:
1. Bes. Leist. LPh 2 - Aufstellen von Vergleichsberechnungen für mehrere Lösungsmöglichkeiten unter verschiedenen Objektbedingungen
2. Bes. Leist LPh 2 - Sicherungsmaßnahmen im Bauzustand
3. Bes. Leist. LPh 2 - Aufstellen eines Lastenplans
4. Bes. Leist. LPh 3 - Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Be-rechnung wesentlich tragender Teile
5. Bes. Leist. LPh 3 - Beratung bei der Abdichtung und Kostenberechnung, Vorgezogenen Mengenermittlung Holz / Stahl für die Ausschreibung,
6. Bes. Leist. LPh 4 - Nachweise zum konstruktiven Brandschutz, soweit erforderlich unter Berücksichtigung der Temperatur (Heißbemessung)
7. Bes. Leist. LPh 4 - Statische Nachweise an nicht zum Tragwerk gehörende Konstruktionen (zum Beispiel Fassaden)
8. Bes. Leist. LPh 8 - Kontrolle der Ausführung des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften statischen Unterlagen
9. Bes. Leist. LPh 8 - Mitwirken bei der Überwachung der Ausführung der Tragwerkseingriffe bei Umbauten und Modernisierungen