Beschreibung der Beschaffung
Seit der Planfeststellung wurden die Abschnitte A und B, Abschnitt E mit dem Tunnel Waldsiedlung sowie der Abschnitt F mit der Kindlebildkreuzung realisiert. Die hydrogeologischen Erkundungen sollen in den Abschnitten C bis E durchgeführt werden (Einteilung Abschnitte siehe Übersichtslageplan S. 4).
Der Bau des Abschnitts C mit dem Tunnel Röhrenberg wurde Mitte 2024 begonnen. Hier handelt es sich um einen 2-röhrigen Tunnel, der in offener Bauweise hergestellt werden soll. Der Tunnel selber ist mit einer Länge von 970 m geplant und geht von Stat. 19+430 bis 20+400. Die lichte Höhe beträgt mind. 4,80 m, die lichte Weite 10,00 m je Röhre. Vor und nach dem Tunnel gibt es Stützwände (offener Trog) von ca. 30 m Länge.
Für den Abschnitt D mit dem Tunnel Hegne ist das Jahr 2029 als Baubeginn vorgesehen. Hier befindet man sich noch in der Entwurfsplanung. Der Tunnel Hegne soll ebenfalls als 2-röhriger Tunnel in offener Bauweise hergestellt werden. Der Tunnel selber ist 700 m lang und geht von Stat. 21+400 bis 22+100. Die lichte Höhe beträgt mind. 4,80 m, die lichte Weite 10,00 m je Röhre. Vor und nach dem Tunnel gibt es Tröge. Diese sind auf der Westseite 60 m und auf der Ostseite 250 m lang. Weitere Messstellen befinden sich im Bereich des Regenklärbeckens 3 und der Fußgängerunterführung bei Hegne. Da der Untergrund nicht ausreichenden tragfähig ist, wurde eine sogenannte Vorkonsolidierung (Dammschüttung) mit Vertikaldrains zwischen den Bahngleisen und dem Kloster Hegne hergestellt. Ziel ist die Entwässerung des Baugrundes.
Bei dem Tunnel Waldsiedlung im Abschnitt E handelt es sich um einen 2-röhrigen Tunnel, der in offener Bauweise hergestellt wurde. Der Tunnel selber ist 450 m lang und geht von Stat. 22+880 bis 23+330. Die lichte Höhe beträgt mind. 4,80 m, die lichte Weite 10,00 m je Röhre. Vor und nach dem Tunnel gibt es Stützwände (offener Trog) von ca. 30 m Länge westlich und bis zu 80 m östlich des Tunnels. Der Tunnel ging im Sommer 2022 unter Verkehr.
Abschnitt C Tunnel Röhrenberg:
Im Zuge des Ausbaus der B 33 wurden im Abschnitt C zahlreiche Grundwassermessstellen errichtet. Seit 2018 wurden hier regelmäßig Messungen mit Messsonden und mit Lichtlot durchgeführt. Sie dienen zur geotechnischen Erkundung des Baugrundes und zur Beschreibung der hydrogeologischen Verhältnisse der unterschiedlichen Grundwasser führenden Schichten. Die Messstellen dienen auch zur Erkundung gespannter Grundwasserverhältnisse in den Moränesedimenten im Bereich des geplanten Tunnels Röhrenberg und der südlich der B 33 gelegenen Lärmschutzwand.
Im Rahmen der Tunnelplanung sollten die Untersuchungen wichtige Hinweise für die Bauausführung liefern. Nun, während des Tunnelbaus, sollen die Messungen eventuelle Änderungen des Grundwassers aufzeigen.
Die Stadtwerke Radolfzell betreiben für ihren Versorgungsbrunnen "TB Setze" eine eigene Messwerterfassung. Dabei werden u.a. die Wasserspiegel und Entnahmeraten aufgezeichnet. Die Daten sind von den Stadtwerken zu beziehen und bei der Auswertung zu berücksichtigen.
Außerdem werden Messdaten in 9 Messstellen direkt im Bereich des Tunnel Röhrenberg von dem Büro Terra mit Datenloggern erhoben. Diese Daten sind ebenfalls mit zu berücksichtigen
Die Messergebnisse sind in einem Monitoringbericht zu dokumentieren. Dazu gehören die Dokumentation des Wasserspiegels in den einzelnen Messstellen sowie die Darstellung der mittels Lichtlot gemessen Temperatur und elektr. Leitfähigkeit. Die Messergebnisse der elektr. Leitfähigkeit dienen zur Ermittlung möglicher hydraulischer Verbindungen zw. den Grundwasserleitern bzw. zw. den Messstellen.
Abschnitt D Tunnel Hegne:
Im Zuge des Ausbaus der B 33 wurden im Abschnitt D bereits zahlreiche Grundwassermessstellen errichtet. Seit 2018 werden hier regelmäßig Messungen mit Messsonden und mit Lichtlot zur geotechnischen Erkundung des Baugrundes und zur Beschreibung der hydrogeologischen Verhältnisse durchgeführt. Teilweise wurden Messstellen erst 2020 errichtet. Einige Messstellen mussten im Zeitraum von 2020 - 2022 durch Baumaßnahmen an der B 33neu bereits wieder beseitigt werden. Es ist geplant, ca. 20 weitere Grundwassermessstellen bis Ende 2025 einzurichten. Die Bestückung der Messstellen mit Messsonden und die monatlichen Messungen sind in extra Positionen berücksichtigt. Die Planung und die Bohrarbeiten sind nicht Teil dieser Ausschreibung.
Die hydrogeologische Überwachung dient dazu, die Grundwasserverhältnisse vor allem im Bereich Tunnel Hegne zu ermitteln und für die Planung und Bauausführung des Tunnels wichtige Hinweise zu geben. Das bisherige Untersuchungsgebiet wurde aufgrund der geologischen Verhältnisse (Baugrund und Wasserführung) in drei Bereiche, Ost - Mitte/Tunnel - West, unterteilt.
Die Gemeinde Allensbach betreibt auf der Gemarkung Allensbach für ihren Versorgungsbrunnen "TB Hegne neu" eine eigene Messwerterfassung. Dabei werden u.a. die Wasserspiegel und Entnahmeraten aufgezeichnet. Diese Daten sind von den Stadtwerken zu beziehen und bei der Auswertung zu berücksichtigen.
Abschnitt E Tunnel Waldsiedlung:
Im Abschnitt E wurden bereits ab 2002 Grundwassermessstellen eingerichtet und regelmäßige Messungen vorgenommen. Vor dem Bau des Tunnels Waldsiedlung wurde das Netz der Grundwasserstellen erweitert. Seit 2018 wurden regelmäßig Messungen mit Messsonden und mit Lichtlot zur geotechnischen Erkundung des Baugrundes und zur Beschreibung der hydrogeo-logischen Verhältnisse durchgeführt. Hier wurden während des Baus der Einfluss der Wasserhaltungsmaßnahmen (Dez. 2019 bis Dez. 2021) auf die Grundwasserverhältnisse in den betroffenen Grundleitern dokumentiert. Desweiteren wurden und werden die Grundwasserverhältnisse im Abstrom des Tunnels zu dem südlich gelegenen Feuchtbiotop beobachtet.
Näheres siehe Leistungsbeschreibung.