Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
1) Nachweis fachliche Eignung des Führungspersonals
Nachweis, dass die Eignung des Leistungserbringers gemäß § 24 der Verordnung zur Durchführung des HRDG besteht. Der Nachweis ist durch Eigenerklärung mit Lebenslauf der entsprechenden Personen zu führen.
2) Qualitätsmanagementsystem
Nachweis über ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015, KTQ oder eines gleichwertigen Systems für die ausgeschriebene Leistung, welcher nicht älter als drei Jahre sein darf. Als Nachweis hierfür kann eine Kopie der Bescheinigung über die Zertifizierung dienen, der Nachweis kann aber auch durch Vorlage anderer gleichwertiger Dokumente des Bieters (z. B. Qualitätsmanagement-Handbuch, Dienstanweisungen zum Umgang mit dem Qualitätsmanagementsystem, Bescheinigungen über Unterrichtung des Personals) erbracht werden. Im letzteren Fall hat der Bieter mit dem Angebot die Gleichwertigkeit darzulegen.
3) Referenz Notfallrettung (für alle Lose)
Referenz über früher ausgeführte Beauftragungen mit Leistungen in der öffentlich-rechtlichen Notfallrettung, die nach Art und Umfang mit dem gegenständlichen Auftrag vergleichbar sind, aus den letzten drei Jahren. Hierzu ist die Liste im Formblatt „Referenz Notfallrettung“ (Anlage 7) auszufüllen.
4) Referenz erweiterter Rettungsdienst (für die Lose 1 und 4)
Referenz über früher ausgeführte Beauftragungen mit Leistungen im öffentlich-rechtlichen erweiterten Rettungsdienst, die nach Art und Umfang mit dem gegenständlichen Auftrag vergleichbar sind, aus den letzten drei Jahren. Hierzu ist die Liste im Formblatt „Referenz erweiterter Rettungsdienst“ (Anlage 8) auszufüllen.
5) Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen / Auszug aus dem Gewerbezentralregister
Erklärung des Bieters im Zusammenhang mit den Ausschlussgründen entsprechend den §§ 123, 124 GWB (Formblatt „Beleg der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen“ in Anlage 9).
Hinweis: Der Aufgabenträger wird in Bezug auf den für den Zuschlag vorgesehenen Bieter als Beleg für die Eignung in das Gewerbezentralregister einsehen und entsprechende Auszüge veranlassen. Dies gilt für die gesetzlichen Vertreter des Bieters und für die Personen, die der Bieter als Geschäftsführer einzusetzen beabsichtigt.
6) Auszug aus dem Bundeszentralregister
Aktueller Auszug (nicht älter als sechs Monate vor dem Ende der Frist zur Abgabe des Angebots) aus dem Bundeszentralregister gemäß § 30 Abs. 1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) für den Unternehmer als natürliche Person, bei einer juristischen Person für den gesetzlichen Vertreter und zudem in beiden Fällen für die mit der Führung der Geschäfte bestellte Person. Sofern ein solcher Auszug bis zum Ablauf der Angebotsfrist nicht vorliegt, reicht auch die Antragsbestätigung oder ein vergleichbarer Nachweis über die Antragstellung. Alternativ kann auch ein Auszug aus dem BZRG zur Vorlage bei einer Behörde (Belegart „O“) gemäß § 30 Abs. 5 BZRG beantragt werden. Wird ein Auszug gemäß Belegart „O“ beantragt, so ist zu veranlassen, dass der Nachweis an den Eigenbetrieb Rettungsdienst des Kreises Offenbach, Herrn Christian Schönemann, Gottlieb-Daimler-Str. 10, 63128 Dietzenbach zu übersenden ist. Auch in diesem Fall ist dem Angebot die Antragsbestätigung oder ein vergleichbarer Nachweis über die Antragstellung beizufügen.
7) Standort Regelrettungsdienst
Der Bieter muss die Leistungen des Regelrettungsdienstes im Los 1 (Langen) und im Los 4 (Rodgau) von einem geeigneten Standort aus erbringen. Der Standort muss sich innerhalb des für das Los 1 in Anlage 10 a bzw. für Los 4 in Anlage 10 b dargestellten Gebiets befinden und die weiteren Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllen. Der Standort ist zu benennen, und es ist ein Nachweis über dessen Verfügbarkeit zu Leistungsbeginn (Eigentumsverhältnisse, Vorverträge über Kauf oder Miete, Verpflichtungserklärung des Vermieters/Eigentümers etc.) vorzulegen. Eine Eigenerklärung des Bieters ist als Nachweis über die Verfügbarkeit nicht ausreichend.
8) Standort erweiterter Rettungsdienst
Die Leistungen des erweiterten Rettungsdienstes in den Losen 1 und 4 kann der Bieter – sofern dies die räumlichen Gegebenheiten zulassen – entweder an dem Standort für den Regelrettungsdienst (siehe hier Ziffer 10.7 und Ziffer 5.3 der Anlage 1 Leistungsbeschreibung) vorhalten oder an einem Standort, der innerhalb des Gebietes des Kreises Offenbach gelegen sein muss und die weiteren Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt. Entscheidet sich der Bieter im Los 1 bzw. 4 für die Nutzung des Standortes für den Regelrettungsdienst, hat der Bieter dies in seinem Angebot zu erklären und nachzuweisen, dass an dem Standort die erforderlichen Kapazitäten zur witterungsgeschützten Unterstellung der Fahrzeuge vorhanden sind. Entscheidet sich der Bieter, die Fahrzeuge des erweiterten Rettungsdienstes an einem gesonderten Standort innerhalb des Kreisgebietes vorzuhalten, so hat er diesen Standort zu benennen, und einen Nachweis über dessen Verfügbarkeit zu Leistungsbeginn (Eigentumsverhältnisse, Vorverträge über Kauf oder Miete, Verpflichtungserklärung des Vermieters/Eigentümers etc.) vorzulegen. Eine Eigenerklärung des Bieters ist als Nachweis über die Verfügbarkeit nicht ausreichend.